Rhetorik-Training konstruktiv

In der herkömmlichen Rhetorik-Schulung ist die wichtigste Entscheidung längst getroffen: die Entscheidung, dass du öffentlich auftreten wirst. Zur Verfügung stehen einige wenige Rollen, in denen du überwiegend verpflichtet bist, das Publikum auf deine Seite zu ziehen.

Für die meisten von uns produziert dies praxisferne Ideale. Deshalb hier nochmals der Grundsatz der konstruktiven Rhetorik in drei einfachen Schritten.

Die erste Frage: Willst du öffentlich reden?

Öffentlich in diesem praktischen Sinne bedeutet: vor einem Publikum, das mit einer bestimmten Rollenerwartung zuhören wird. (Sie geben dir die Rolle einer Lehrerin, eines Firmensprechers, einer Gemeindepräsidentin usw.)

Die zweite Frage: Welches Redeziel hast du?

Wenn du dich für eine „öffentliche“ Rede entschlossen hast (und in unserem Sinne kann das auch ein Auftritt vor fünf Mitarbeitern in der Werkstatt sein), ist die nächste Frage:

Willst du primär informieren, berichten, belehren, erzählen – also Grundlagen für weitere Erkenntnisse vermitteln?

Oder willst du primär überzeugen – also deine Meinung gegen andere Meinungen vertreten?

(Weitere Redeziele lassen wir dabei außer Acht. Das wären zum Beispiel das Feiern eines Rituals, das Beglückwünschen einer Persönlichkeit usw.)

Die dritte Frage: Wie kommen wir ins Gespräch?

Wenn du eine Überzeugungsrede halten willst, dann bist du bei einem Trainer gut aufgehoben, der verspricht, dir die Geheimnisse von Steve Jobs, Barack Obama, Joschka Fischer, Christoph Blocher oder ähnlichen Helden zu verraten. Sie werden dir Maßstäbe vorsetzen, die für Menschen gelten, die sich ihr Leben lang solche Reden auf den Leib schneidern ließen und die du nie kopieren kannst (falls du das wirklich für erstrebenswert hältst).

Sie werden dir vorgaukeln, dass du lernen sollst, vor den Leuten zu brillieren und sie mit einer geschliffenen Rede auf deine Seite zu ziehen. Viel Glück dabei!

Wenn du aber wie viele andere primär Informationsreden halten musst, dann kannst du viel Ballast abwerfen. Denn dann stehst du nicht mehr vor einer passiven Masse, die dir zujubeln soll, sondern du hast es mit Menschen zu tun, die mitdenken und mitreden sollen.

Deine Rede ist dann nur ein Glied in einer Kette von Reden, ein einzelner, aber wichtiger Beitrag in einem Diskurs, an dem auch andere teilnehmen.

Dein Ansatz ist dann nicht die Überredungskunst, sondern der Dialog.

Jetzt ist die Frage nicht mehr: Wie ziehe ich die Leute auf meine Seite? Sondern: Wie komme ich mit ihnen ins Gespräch?

Vielleicht ist das, was dir die Leute während deiner Rede zurufen, wichtiger, als was du sagst. Vielleicht beginnen die guten Erkenntnisse erst, wenn dein Auftritt zu Ende ist und die Gespräche in kleinen Gruppen weitergehen.

Auf jeden Fall wird das aber deinen Erfolgsdruck mindern. Denn die Leistung werdet ihr gemeinsam erbringen, du und dein Publikum.

Rhetorik-Training ist anders

Fragt mich doch Oliver Schroeder im Interview, ob sich der Rhetorik-Unterricht seit Aristoteles und Co. (384-322 v. Chr.) grundlegend geändert habe. Klar hat er sich.

Aristoteles nahm vieles für selbstverständlich, das wir uns zuerst erarbeiten müssen, zum Beispiel die Tatsache, dass du dich plötzlich vor einem Publikum findest. Aristoteles ist der Theoretiker der Beredsamkeit und fängt da an, wo es darum geht, „ein Argument zu prüfen bzw. zu stützen sowie sich zu verteidigen oder anzuklagen“ (1. Kapitel in der Übersetzung von Franz G. Sieveke).

Der Inhalt kommt erst im zweiten Schritt

In einem heutigen praktischen Rhetorikkurs fange ich nicht mit dem Inhalt an, sondern damit, was es heißt, vor einem Publikum zu reden. Ich wende mich an Menschen, denen das einfache Gespräch im Alltag leichtfällt, die aber einen riesigen Unterschied spüren, wenn sie vor Publikum reden müssen. Weiterlesen

Ist Online-Unterricht weniger wert?

Corona hat die Aus- und Fortbildung vom Hörsaal ins Netz gezwungen. Studierende in den USA fühlen sich dadurch um Teile ihrer horrenden Studiengebühren betrogen, die ihnen mit dem Argument abgeknöpft werden, dass sie von den Lehrkräften persönlich und in kleinen Gruppen unterrichtet werden und Wissenschaft hautnah erleben– ganz abgesehen von den Sport- und Freizeitaktivitäten, die jetzt eingestellt sind.

Jetzt werden laufend Hochschulen von Studierenden verklagt, sie einen Teil ihrer Studiengebühren zurückfordern.

Das alles mag auf Studierende und DozentInnen in Europa exotisch wirken, für die Studiengebühren meist das geringste finanzielle Problem sind.

Aber da ist ein Argument, das aufhorchen lassen muss (und an die Diskussionen im Vorfeld der Abiturs- und Maturitätsprüfungen erinnert): Weiterlesen

Tipps für den Online-Vortrag (Teil I)

Ein Seminar. Du hast es schon Dutzende Male geleitet. Aber jetzt muss es plötzlich online stattfinden. Du hast nur dein Laptop vor dir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgen dir per Handy, Tablet oder PC. Wie gelingt trotzdem ein Dialog? Hier einige Tipps.

1. Präsentiere kurze Einheiten

Reduziere die Zeit, die du für den Vortrag brauchst!

Wenn dein Vortrag einst 30 Minuten gedauert hat, teile ihn in mindestens drei Teile auf.

Vielleicht wurde dein Vortrag immer durch Aktivität der Teilnehmenden ergänzt. Fordere sie auch online zu solchen kreativen Übungen auf und reduziere dabei deinen eigenen Beitrag so stark wie möglich. Deine Aufgabe besteht darin, Theorie zu vermitteln, aus Erfahrungen zu berichten, Beiträge der Teilnehmenden zu kommentieren. Aber sie lernen am meisten durch die Aktivität, zu der du sie aufforderst (und die du danach kommentierst).

2. Freunde dich mit der Kamera an.

Für Blickkontakt mit dem Publikum gilt online noch mehr als sonst: Blickkontakt mit einer einzelnen Person. Diese Person sitzt ganz nah vor dir, und du schaust ihr in die Augen, wenn du den kleinen Kamerapunkt über deinem Monitor ansiehst. Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwer fiel, Teil 6: Du

Viele Menschen berichten über Schwierigkeiten beim Reden, über Angst vor dem Auftritt, über Lampenfieber. Die bisherigen Beiträge sollten zeigen, wie einige von ihnen damit umgegangen sind. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Tipps zum Thema Lampenfieber

Es gibt äußerst nützliche Bücher zum Thema Lampenfieber. Lampenfieber von Claudia Spahn und Vom Lampenfieber zur Vorfreude von Irmtraud Tarr sind (neben Erklärungen zur Entstehung von Lampenfieber) voll von guten Übungen, die helfen, mit seinem Körper, seinen Gedanken und seinen Gefühlen anders umzugehen.

Solche Lehrbücher können vorbehaltlos empfohlen werden, auch wenn sie sich vor allem an Menschen in künstlerischen Berufen wenden.

Wir aber haben das Glück, dass wir als Amateure des Redens ein ganz anderes Ziel haben: Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwer fiel, Teil 5: Jan Masaryk, Heinrich Gretler

Jan Masaryk, Diplomat, Außenminister, und in der Erinnerung vieler auch „kosmopolitischer Lebemann“, hielt in seinem Leben eine Unmenge Reden. Er war ein gefragter Redner, und ihm war bewusst: Um seine Ziele zu erreichen, musste er sich immer wieder einem großen Publikum stellen und es informieren – über die Situation der slavischen Völker, über die soziale Lage der Arbeiterschaft, über den Alkoholmissbrauch… Berühmt sind seine Rundfunk-Ansprachen aus dem Londoner Exil während des Zweiten Weltkriegs. Und auch wenn er sich selbst für einen schlechten Lehrer hielt, sprach er während seiner Zeit als Universitätsdozent in vollen Hörsälen.

Masaryk aber sagt von sich (in den Gesprächsbänden, die Karel Čapek herausgegeben hat), er habe eine Scheu vor Menschen:

Ich spreche ungern; so oft ich vortragen und in Versammlungen oder in der Schule reden sollte, immer hatte ich Lampenfieber. Und dennoch, wie viele Reden habe ich gehalten! Auch heute leide ich an Lampenfieber, wenn ich öffentlich auftreten oder eine Rede halten soll.

Und er hat sich trotzdem immer wieder dazu überwunden. Weiterlesen

Das medizinische Kreuzworträtsel – Nummer 2

Am besten funktioniert es, wenn du es herunterlädst und dann ausdruckst. Ich arbeite noch an einem besseren Format:

https://rhet.de/wp-content/uploads/2020/04/KW-med-02-ungelöst-korr.pdf

 

Waagerecht

1          Da schicken wir dich hin, du Kontaktperson.

10        Die WHO aber gehört eher da hin.

11        Wenn du über die Grenze fährst, kommst du in ein anderes Land. Jetzt bist du aber im Großhirn unterwegs.

Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwer fiel, Teil 5: Greta Thunberg, Konrad Lorenz und andere

Greta Thunberg steht vor einigen hundert Zuhörerinne und Zuhörern, einsam auf einer riesigen Bühne, die auch älteren Rednern Ehrfurcht einflößen würde. Man sieht ihr an, dass sie sich nicht wohl fühlt. Aber sie redet trotzdem. Sie sagt: Ich habe das Asperger-Syndrom, und das bedeutet, dass ich nur spreche, wenn es notwendig ist. Und dann fügt sie hinzu: Jetzt ist es notwendig.

Later on, I was diagnosed with Asperger syndrome, OCD and selective mutism. That basically means I only speak when I think it’s necessary – now is one of those moments.

Sie hält ihre Rede, weil sie überzeugt ist, dass sie gebraucht wird, um die Letzten aufzurütteln, die noch nicht an den Klimawandel glauben.

Das Gegenteil von Dialog

Ihr Blick geht mal hierhin, mal dorthin. Sie vermeidet Blickkontakt, wohl weil das auch etwas ist, das Aspergern schwerfällt. Viele andere haben es leichter, wenn sie eine Person im Publikum finden, der sie in die Augen schauen können. Greta weicht aus und verfolgt ihren Faden, ohne näher hinzusehen.

Dass sie trotzdem erfolgreich ist, bringt einen Rhetorik-Dozenten in Argumentationsnöte, der seit Jahren empfiehlt: Such dir im Publikum ein freundliches Gesicht, zu dem du reden kannst, und alles geht besser. Für Greta geht auf die Weise nichts besser. Deshalb schaut sie lieber nicht hin. Oder besser: Sie lässt ihren Blick über das Publikum schweifen, ohne sich auf Blickkontakt einzulassen. Manchmal hält sie einen Sekundenbruchteil inne. Sie sieht die Leute, so scheint es, aber sie schaut sie nicht an.

Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwerfiel, Teil 4: Thomas Jefferson

Thomas Jefferson gilt als der schlechteste Redner, der je US-Präsident wurde. Dabei wird er als noch heute als einer der bedeutendsten gesehen. Er war z.B. der wohl wichtigste Autor der Unabhängigkeitserklärung. Und es war ihm gegeben, die Staatsfläche der USA um fast 100 Prozent zu erweitern, ohne dafür Krieg zu führen.

Aber er hasste es, öffentlich zu reden. Wenn er konnte, vermied er es, wo immer es ging, seine Botschaften mündlich vorzutragen – auch bei Ritualen, die man sich gar nicht anders vorstellen konnte. So hatten seine Vorgänger den Brauch eingeführt, dass die jährliche Session des Kongresses mit einer Rede des Präsidenten begann. Heute ist das die viel beachtete Ansprache “zur Lage der Nation”. Jefferson kündigte diese Tradition auf und schickte stattdessen einen schriftlichen Text ins Kapitol. Dort ließ er ihn von seinem Privatsekretär vorlesen. (Cunningham 1978, 25-26)

Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwerfiel, Teil 3: Susan Cain

Susan Cain ist eine bekennende Introvertierte. In ihrer Familie schuf man Gemeinsamkeit, indem sich jeder im Wohnzimmer in eine Ecke kuschelte und ein Buch las. Als sie als Kind zum ersten Mal ins Summer Camp durfte, hoffte sie auf lauter solche Erlebnisse – und wurde bitter enttäuscht. Denn dort – wie im späteren Leben fast überall – ging es darum, ständig ausgelassen und in Bewegung zu sein.

Weil sie fand, die Gesellschaft und die Art, wie man sich zu geben hat, sei von Extravertierten dominiert, schrieb sie 2012 das Buch: Quiet (in der deutschen Übersetzung: Still). Es ist ein gut dokumentiertes Plädoyer gegen die Dominanz der Extravertierten und für eine Aufwertung der Werte, die introvertierte Menschen verkörpern.

In diesem Buch erzählt sie von ihrer Angst vor öffentlichen Auftritten, die sie bis ins Erwachsenenalter begleitet hat. Sie bekämpfte diese Angst in einem spezialisierten New Yorker Kurszentrum. Dort fand sie sich in einer Gruppe von lauter Menschen mit ähnlichen Problemen wieder: Menschen, für die es die Hölle war, sich vor eine Gruppe zu stellen und zu dieser zu reden.

Weiterlesen

Menschen, denen das Reden schwerfiel, Teil 2: Marie Curie

1921 war Marie Curie schon die berühmteste Wissenschaftlerin der Welt und noch immer zurückhaltend und unsicher, wenn sie vor anderen Menschen auftreten musste. Sogar ihre Vorlesungen vor einer kleinen Zahl Studierender bereiteten ihr regelmäßig Lampenfieber.

Es war nicht nur ihre Schüchternheit, die sie überwinden musste. Als Frau in einer männerdominierten Wissenschaftswelt wusste sie, dass ihr, wo sie auch auftrat, viele feindlich gesinnt sein würden.

1921 war das Jahr, in dem sie zum ersten Mal in die USA reiste. Man für sie dort Geld gesammelt, um ihre Arbeit zu unterstützen, indem sie ein Gramm des Elements – Radium – erstehen konnte, das sie und Pierre Curie 1898 entdeckt hatten.

Mut zum Dialog

Sie wurde in den USA stürmisch begrüßt und während der von einer Welle der Sympathie getragen. Und als sie von ihrer achtwöchigen Reise zurückkam, hatte sich ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit geändert. Sie nahm von da an mehr öffentliche Aufgaben wahr und bewies, zumindest ein der Darstellung der Autorin Shelley Emling, ein weniger problematisches Verhältnis zu öffentlichen Auftritten.

Laut Emlings biografischer Erzählung hat sie in der Zeit erfahren, dass in ihrem Publikum nicht nur Skeptiker und Gegner saßen, sondern Menschen, die bereit waren, ihre Arbeit zu unterstützen (Emling 2013, xvi).

Zum einen hat dies einen sehr konkreten Hintergrund: In Europa war sie vielen Anfeindungen ausgesetzt, von denen in den USA weniger zu spüren war. Zum anderen lässt es auch ahnen, dass sich ihre Beziehung zu ihrem Publikum veränderte. Sie konzentrierte sich – so würde ich es interpretieren – weniger auf die mögliche Ablehnung, die ihr widerfahren konnte, und mehr auf das Gemeinsame, die Sympathie, die in jedem Auditorium vorhanden war. Eine Rede entsteht in der Zusammenarbeit von Rednerin und Publikum. Je zuversichtlicher man sich das sagt, desto leichter wird man es haben.

 

Menschen, denen das Reden schwerfiel, Teil 1: Hermann Minkowski

Wer vor Publikum reden soll, muss eine Schwelle überwinden: Der Raum weitet sich. Die Zuhörenden sind in Überzahl. Die Zeit ist begrenzt. Es wird Öffentlichkeit hergestellt. Die sprachliche Form, die erwartet wird, unterscheidet sich drastisch von der sonst  gewohnten Form.

Kein Wunder, dass diese Art des Redens vielen Menschen schwerfällt. Aber es kann wohltun, von anderen zu erfahren, dass es ihnen auch so geht – auch von erfolgreichen Politikern (wie Johannes Rau), Wissenschaftlerinnen (wie Marie Curie) oder Künstlern (wie Loriot).

Und solche Biografien zu studieren, kann dabei helfen, den Fokus zu verstellen. Für die allermeisten von uns gilt: Nicht die brillante Darbietung ist das Wichtige, sondern der Inhalt. Und wir werden gebeten, vor anderen zu reden, weil wir für eine Sache kompetent sind. Wir müssen in den meisten Fällen keinen Wahlkampf gewinnen und keinen Saal zur Ekstase bringen. Wir müssen ganz einfach das präsentieren, woran wir lange genug gearbeitet haben, um es auch überzeugend vortragen zu können.

Hermann Minkowski, der Mathematiker und Physiker, war vor Publikum – auch vor den jungen Studenten, die ihn verehrten – so sehr befangen, dass er oft ins Stottern kam. Aber dann kam er als Professor nach Göttingen, und traf auf ein Publikum, das in der Lage war, ihn und seine Botschaft warzunehmen.

Die Autorin Constance Reid beschreibt es so:

Die Studierenden erkannten sofort, dass sie das Vorrecht hatten, einen „wahren mathematischen Dichter“ zu hören. Ihnen schien es, als ob jeder Satz, den er sprach, zum Leben erwachen würde, indem er ihn sprach. (Reid 1996, 92)

Um dies zu erreichen, braucht es zwei: Ein Publikum, das bereit ist, mitzudenken, und einen Redner, der weiß, dass das seine Rede letztlich ein Gemeinschaftswerk ist – ein Werk von Publikum und RednerIn.

Wer die Schwelle mit dieser Einstellung überschreitet, lässt sich mehr Zeit, um auf die Zuhörenden einzugehen. Er oder sie formuliert adressatengerechter, um verstanden zu werden. Und verabschiedet sich von der Vorstellung, perfekt sein zu müssen, zugunsten der Vorstellung, ein fruchtbares Gespräch anzustoßen.

Wie du dein Seminar ohne Aufwand optimierst: Einige “Don’ts” und “Dos”

Tu folgende Dinge, und du bringst dein Seminar echt in Gefahr:

Fang ohne Vororientierung an! – Ignoriere Motivation und Vorwissen der Teilnehmer! – Benutze Kernbegriffe, ohne sie zu definieren! – Erzähle von deinem unermüdlichen Kampf für das Gute! – Mach deine Konkurrenten schlecht! – Setze Pausen an, die nicht ausreichen, um aufs Klo zu gehen! – Rede, rede, rede und verzichte darauf, die Leute zu beteiligen! – Führe Zweiergespräche mit einzelnen Teilnehmern! – Lass dich zu Diskussionen über Nebensachen verleiten! – Mach den Abschluss ohne Rückblick und Feedback!

Oder positiv gewendet: Beherzige die folgenden Regeln

Hier dieselben Regeln nochmals, aber ausführlicher und positiv formuliert.

Ausgangspunkt: Beobachtungen bei einem Seminar von 2 Tagen.
Publikum: Knapp 50 Personen mit einer gewissen Vorbildung. Sie sind zum Teil von weit her gefahren und kennen einander zum Teil.
Ort: Saal in einer ländlichen Wirtschaft. Die TeilnehmerInnen sitzen an vier Tischen parallel aufgestellten Tischen. Für den Seminarleiter ist an der Stirnseite ein Tisch quergestellt. Darüber an der Wand eine Leinwand, an der Decke ein Beamer.

1. An den Beginn gehört eine Vororientierung

Die SeminarteilnehmerInnen brauchen eine Struktur, an der sie sich in den folgenden Tagen orientieren können. Die ist im besten Fall verbal und visuell. Verbal ist es eine kurze Information über Zweck und Ablauf. Visuell ist es ein Programm, das sie vor sich auf dem Tisch oder auf einer Tafel an der Wand haben – irgendwie: Nicht das Medium ist entscheidend, sondern die Verfügbarkeit. Als Teilnehmer will ich jederzeit sehen können, wo wir uns befinden und wie lange es noch gehen wird.

Weiterlesen

Der mühsame Weg zum Charisma

„Tatsächlich übersieht Kurz keinen, nicht die Parteiprominenz, nicht die Wirtschaftsvertreter, nicht die Garderobenfrau.“

Das notiert Peter Münch in der Süddeutschen Zeitung über den Österreichischen Alt-Kanzler Sebastian Kurz. Er ist ihm zu einer Wahlkampfveranstaltung ins Burgenland gefolgt, in die Stadt Oberwart. Und sein Text beschreibt detailreich und unterhaltsam die Situation der ÖVP und ihres Spitzenkandidaten kurz vor der Nationalratswahl vom 29. September.

Das Kommunikationstalent des 33-Jährigen wird greifbar. Bemerkenswert: Anders als andere Autoren bemüht Münch nicht ein Mal den Begriff „Charisma“. Dafür beschreibt er treffend, was einen angeblichen Charismatiker auszeichnet:

„Ein großer Teil seines Erfolgs rührt daher, dass er jedem, dem er begegnet, das Gefühl gibt, er ist ganz bei ihm, oder ihr, auch wenn er nach zehn Sekunden schon wieder weg ist.

Charisma als Ausstrahlung

Der landläufige Charisma-Begriff meint ja nicht die Gnadengabe aus der Bibel oder den Herrschaftstyp, den Max Weber beschrieben hat. Wer heute einem Politiker Charisma zuschreibt, spekuliert über dessen Wirkung. Eine Rednerin oder ein Redner (und es sind meistens männliche Figuren, die damit bedacht werden) wird als charismatisch bezeichnet, weil er oder sie die Menschen als Persönlichkeit beeindruckt. Fast austauschbar damit sind Begriffe wie „Ausstrahlung“ oder „Authentizität“, auch wenn die ursprünglich eine ganz andere Bedeutung haben. Weiterlesen

Konstruktive Rhetorik: Vom Vortrag zum Dialog

Es geht nicht darum, vor dem Publikum zu brillieren. Es geht darum, mit ihm in den Dialog zu treten. Das macht die Sache leichter – für Redner/in und Publikum.

Die Kunst, gut zu reden (ars bene dicendi): Das ist die klassische Definition von Rhetorik. Die Rhetorik als wissenschaftliche Disziplin untersucht gleichermaßen Parlamentsreden und psychologische Beratungsgespräche, Seminarvorträge und Mobbingtaktiken. Für die Praxis ist das nicht sehr hilfreich. Denn für das Reden vor Publikum braucht es ganz andere Fähigkeiten als für das Gespräch im Alltag.

Vor einem Publikum sind die Rahmenbedingungen anders

Den meisten Menschen fällt das öffentliche Reden, auch vor einer kleinen Gruppe, schwerer als das private Gespräch. Das gilt auch für erfolgverwöhnte “Macherinnen” und “Macher”. (Vgl. z.B. die Geschichte von Henry Ford.) Weiterlesen

Unruhe im Saal – katastrophal?

Oft fühlst du dich durch Unruhe im Saal gestört: Leute schwatzen oder jemand beschäftigt sich deutlich mit anderen Dingen. Aber Störungen im Vortrag sind keine Katastrophe. Wenn du dir einige Dinge vorher überlegt hast, geht alles leichter.

Der Dozent interveniert

Donald Sadoway unterrichtet am MIT ein Fach namens Festkörperchemie. Seine Einführungsvorlesungen werden im Internet hunderttausendfach angeklickt. Er hat die Gabe, anspruchsvolle Themen anschaulich zu machen, so dass zumindest der Einstieg leicht fällt.

Aber er hat auch etwas gegen Störungen. Am Anfang der Vorlesung Nummer 7 (knapp eine Minute nach Beginn der Aufzeichnung) unterbricht er sich plötzlich. Weiterlesen

Henry Ford patzt

Dem Publikum gerecht werden – das geht nur, wenn man es ernst nimmt.

Henry Ford, der den Mittelklasse-Amerikanern ein erschwingliches Auto, Zehntausenden Arbeitern eine Anstellung und Millionen den Traum des America first näher gebracht hatte, war 1923, also knapp 90 Jahre vor dem politischen Abenteuer Donald Trumps, der beliebteste Name für die Präsidentschaftswahlen des Jahres 1924. Er galt zwar in Politikerkreisen als wenig geeignet für das Amt, das er ähnlich wie seine Unternehmen zu führen gedachte. Aber aus heutiger Sicht wäre er mit seinen liberalen Ansichten (von Frauenrechten über die Gleichstellung von Schwarzen zum Pazifismus und zur Bekämpfung der Todesstrafe) eine Bereicherung für den Wahlkampf gewesen.

Wenn da nicht das Problem gewesen wäre, dass Wahlkampf vor allem Reden bedeutete. Weiterlesen

Ein konsequenter Aufbau macht den Text lesbar

Manchmal sitzt man vor seiner Zeitung, trinkt einen Kaffee und ertappt sich plötzlich dabei, dass man einen Text von A bis Z gelesen hat. In solchen Fällen lohnt es sich, der Sache auf den Grund zu gehen. Warum bleibe ich dran, wenn sich einer mit 10.000 Zeichen mit der Lage der deutschen Wirtschaft auseinander setzt?

Es hängt natürlich mit der Sachkompetenz des Autors und mit all den Fakten zusammen, die er auf den Tisch legt. Aber wer sich für das journalistische Handwerk interessiert, wird auch eine Erklärung in der sprachlichen Präsentation suchen.

Wie man 10.000 Zeichen bändigt

Philip Oltermann schreibt für The Guardian und The Observer. Von ihm ist das Buch Keeping Up With the Germans: A History of Anglo-German Encounters (London: Faber and Faber, 2013 – deutsch auf Anhieb nicht wieder zu erkennen dank dem Titel: Dichter und Denker, Spinner und Banker: Eine deutsch-englische Beziehungsgeschichte. Reinbek: Rowohlt, 2013). Er hat im Übrigen auch die Guardian-Artikelserie How to Write herausgegeben.

Im Observer vom 19. Oktober 2014 hat er besagten 10.000-Zeichen-Artikel geschrieben mit dem Titel:

As cracks in its economy widen, is Germany’s miracle about to fade?

Hauptaussage dieses aufwühlenden Textes: Noch vor kurzem wurde Deutschland für deine Fähigkeit gepriesen, der Krise zu widerstehen, die praktisch ganz Europa erfasst hat. Aber jetzt werden die Risse in der deutschen Wirtschaft immer weiter.

Und so ist der Text aufgebaut

Der Text beginnt mit einer Nahaufnahme: Der Autor berichtet von der Loschwitzer Brücke in Dresden, besser bekannt unter dem Namen Das Blaue Wunder.

Es ist ein Glanzstück der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Aber die Brücke verrostet und müsste dringend saniert werden – wenn es denn finanziell machbar wäre:

Locals call the cantilever truss bridge that connects the Dresden suburbs of Blasewitz and Loschwitz the “blue miracle”. Built in 1893 without the support of river piers, it is the kind of German engineering tour de force that could rightly claim a place in the British Museum’s current Memories of a Nation exhibition, were it not impossible to transport. However, in recent years the blue miracle has lost some its sheen…

Das Beispiel führt nahtlos zu den Finanzproblemen der Stadt Dresden, die nicht nur mit den Problemen dieser einen Brücke zu kämpfen hat:

Dresden city council is aware of the problem, but it is under financial pressure. Twenty-one million euros are being spent on overhauling the Albert bridge in the city centre, which was crumbling away so badly that bits of concrete were falling on the heads of cyclists passing underneath. The Augustus bridge, the jewel in Dresden’s eight- bridge crown, will have to come next after it was damaged by floods last year…

Im nächsten Abschnitt sehen wir über Dresden hinaus auf ganz Deutschland und den Zustand seiner Brücken und Autostraßen:

Crumbling bridges and potholed roads are a politically sensitive issue in Germany these days. Forty per cent of all bridges and a fifth of the motorway network are said to be in a “critical state”, causing traffic jams and delays up and down the country. Worse still, a growing choir of economists and politicians warn that such cracks in the country’s infrastructure are only the beginning of a much bigger problem. Germany, Europe’s model austerian, they say, is saving itself to death…

Und hier, beim letzten Satz dieses Abschnitts, sind wir sehr elegant zur zentralen Aussage gekommen: Deutschland steckt in Schwierigkeiten, und diese hängen mit seiner scheinbaren Stärke zusammen. Experten werden zitiert, die eine typisch deutsche Schwäche anprangern: die Sparsamkeit, wenn es darum geht, in die Infrastruktur zu investieren.

Dann wird das Thema noch einmal ausgeweitet:

But at least potholes can be spotted and filled. Missed investment in education, research and industry, on the other hand, might only be felt once it is too late…

Die mangelnden Investitionen in Bildung, Forschung und Industrie werden mit Zitaten und Zahlen belegt. Dies mündet in die Frage, wie nützlich eine „schwarze Null“ ist, Finanzminister Schäubles Haushaltsplan für 2015, in dem keine neue Verschuldung eingeplant ist.

Der Rest des Artikels ist der Diskussion dieses Themas gewidmet – nicht ohne den Rückverweis auf das zum Symbol aufgebauten Blauen Wunder:

But in October 2014 it is the pessimists who are setting the tone: the German economy is looking about as rusty as the blue miracle in Dresden…

Das letzte Wort hat ein Autor, der in die Zukunft blickt. Olaf Gersemann verweist auf die demographische Entwicklung und zeichnet ein trübes Bild:

“We’ve been talking about the pending demographic crisis for years, but we’ll only start to feel its impact in the next few years,” said Gersemann. “The baby boomer generation of the 50s and 60s will slowly start to disappear from the labour market. Total hours’ work will start to fall within a couple of years, depressing Germany’s growth potential.

Germany in 10 years’ time will feel so different that we will look back on today as the good old days.”

Was mich an dem Text beeindruckt, ist, wie konsequent er den Blick weitet. Er tut dies in nachvollziehbaren Schritten, ohne zu große Sprünge. Das Anfangsbeispiel, die Dresdner Brücke, bleibt immer in Erinnerung, weil es für die ganze Problematik stehen kann. Der Text liest sich flüssig, obwohl er auf viele weitere Nahaufnahmen verzichtet. Er ist linear aufgebaut. Er führt den Leser, bis er einen Überblick hat. Mehr braucht es nicht.

 

 

Das medizinische Kreuzworträtsel

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 10

Als PDF auf drei Seiten: Das Medizinische Kreuzworträtsel Nummer 10

Waagerecht

1         Abgeschlossene Hohlräume bildend.
9         Lösungsmittel (explosiv, wenn nitriert).
14       Schultergelenk: abgenutzt, bis es wehtut.
15       Kosename für den berühmtesten Schlangenphobiker (wenn man Spielberg, Lucas und Co. glauben mag).
16       Functio, wenn etwas entzündet oder kaputt.
17       HIV, wenn klinisch.
19       Sauer oder basisch? Der Wert sagt’s.
21       Ein Milliardstelmeter.
22       Beim Neugeborenen, dessen Mutter Lupus hatte.
25       Acute Toxity Estimates.
26       Abneigung, aber sowas von.
28       Wer hat 2016 in NRW aus Krankenhäusern Endoskopiegeräte, Telefone, Topfpflanzen usw. im Wert von 8.2 Millionen Euro mitgenommen?
29       Adenin, Guanin, Cytosin, Uracil… – Klar, was das wird, dt. abgek.
31       Corona-Wettlauf: Je höher, desto langsamer das Virus.
32       Energiereiche Nahrungsbestandteile.
33       Maßeinheit für Vitamin A, D, E (und viel anderes)
34       Hämoglobin ist gerade knapp.
36       Ran an den Dickdarm und weg mit der Hälfte.
39       Honig für die Apothekerin (und Brooks hat Höhenangst).
40       Konjunktivitis, und dein Auge wird so.
41       Nasenlöcher.
42       Typisch für 35 Senkrecht.
46       Nabelschnurarterie.
48       Hilft vor dem Ertrinken.
49       … von Krankheit; … in der Arztwahl; … durch Entlassung.
51       Innerste Schicht der Herzwand.
54       Dyspnoisch durch die Nacht reitet Helene.
59       Alt mit allen negativen Konnotationen.
60       Von der Plazenta zum Fetus.
62       Abduzensnerv.
63       Sinusrhythmus.
64       Was sie alles an Erblast zu tragen haben…
65       Schadet der Zelle.

Senkrecht

1         Tierlieb? Nein, Tiere liebend.
2         Ein Quadrillionstelmeter
3         NaCl oder sonst ein Ionengitter (lat.)
4         Geburtsurkunde: M, Identität: F.
5         Eine Frage im MC-Test.
6         Erstaunliche Vielfalt der Syndromväter: Schoenlein und Henoch, Santavuori und Haltia, Slavotinek und Hurst usw.
7         Schädel mit Bindestrich
8         Da kaufte der DDR-Bürger seine Halsbonbons.
9         Chirurg lässt Blut wieder durchs Gefäß fließen. Oder: Britisches Geblüt lässt dies in sein Gefäß fließen.
10       Muskelzittern weit oben.
11       Adjektiv für einen Arzt, der sich vom Schicksal des Patienten nicht erschüttern lässt.
12       Too much of a drug.
13       Auflösung von Zellen.
18       Im Allgemeinen im Auftrag und in Arbeit (ins Auge?).
20       A pig’s leg, ready to be eaten.
23       Was dich umbringt (Adj.).
24       Manch eine solche legt der Anatom durch deinen Körper (zum Glück nur in Gedanken).
32       Althergebrachte Einheit für die Schwangerschaftsdauer.
35       Pickelgesicht hat sie wohl.
36       „Gesund“ im Volksmund.
37       „Psychisch krank“ im Volksmund.
38       Sohn eines Zauberers, Bruder eines Drachen: nordischer Zwerg.
43       Erdgeschoss, endogastrisch.
44       Vertiefung, gefüllt mit Flüssigkeit.
45       Handelsname für Oxatomid (u.a.).
47       Entzündungshemmendes Kraut der Familie Lamiacieae, „dienet sehr wol wider die Pestilentz“ (nach dem Kreuterbuch von Adam Lonitzer).
52       Die Website kommt aus Deutschland.
53       Ausscheidung aus Baumrinden, schmerzstillende Droge, Lichtspieltheater.
55       Zeiteinheit für den Aufenthalt im Krankenhaus.
56       Männer in Tasmanien.
57       Kurzes lateinisches Ei.
58       Kurze vielsprachige Zeiteinheit.
61       Wo die Krankenhaus-Serie „New Amsterdam“ spielt.
63       Schluckimpfung? Ja, sagt der Italiener.

Die Lösungen der Kreuzworträtsel findest du unter:
https://rhet.de/kreuzwortraetsel-loesungen/

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 9

Hier zum Download (Gitter, Waagerecht und Senkrecht je auf einer Seite):

Das medizinsche Kreuzworträtsel Nummer 9

Waagerecht

1         Näbel.
2         Frau liebt Frau.
13       Gutartige Fehlbildungen der Haut.
14       Das Immunsystem reagiert krankhaft auf eine harmlose Substanz, und das im Plural.
17       Tropfen reinigen das Auge und erzählen von Emotionen.
18       Die Göttin der Morgenröte kürzt einen Leukozytentyp ab.
19       Den kannst du berechnen, belegen, fahren. Oder auch schwänzen.
20       Elektronische Gesundheitsakte (engl.) hat, wenn viel, viel Feind.
22       Notsignal.
24       Lehre von Leitungen, nicht von Gängen.
28       Effective regurgitant orifice.
29       Medizinerin, die nur etwas taugt, wenn sie unterwegs ist.
30       Was du nicht quatschen sollst.
31       Epidurales Hämatom.
33       Was sagst du zu einem untergewichtigen Schotten?
35       Setze! Oder stelle! Oder lege! Und das Ganze lateinisch.
36       Luteinisierendes Hormon.
37       Extraoral.
38       „Elektronenmikroskopisch sichtbares, im Grundplasma der Zelle gelegenes dreidimensionales Hohlraumsystem aus Bläschen, Kanälchen und Zisternen, deren Membranen kontinuierlich mit der äußeren Kernmembran und zum Teil auch mit dem Plasmalemm zusammenhängen…“ (Pschyrembel) Und dafür nur zwei Buchstaben!
39       Das produziert ein Wickel mit Ameisensäure auf deiner Haut (um nur ein Beispiel zu nennen). Oder übersetze einfach 57 waagerecht.
42       Wortbeginn für „festes Fett“ (etwa wenn es über den Stuhl ausgeschieden wird).
46       Ein Auge schielt.
48       Mastektomie.
51       So endet manche Geschwulst.
52       Organtransportdienst.
53       Schulterblatt, neudeutsch vervielfacht.
54       Wie kann ich denn Geschwätz noch nennen?
56       In my opinion this is a case of idiopathic multicentric osteolysis.
57       Calor, tumor, dolor, functio laesa… Welches ist das fünfte klassische Entzündungszeichen?
58       Hilfreich für die Entstehung von Kuchen und Mykose.
60       Immune effector cell.
62       Adrenalinfabrik.

Senkrecht

1         Expl. dt. abgek.
2         Substanz mit Hinweispotenzial.
3         Auf Sir Francis beruft sich, wer Winde beschreibt (aber nicht die im Darm).
4         Dieser Hersteller von Desinfektionskappen u.ä. wurde längst von 3M geschluckt. Sorry, etwas exotischer Name. Wird deshalb in Deutschland schamlos von Abus für Fahrradschlösser benutzt.
5         Eingriff im Auge.
6         Der Apotheker hat was gegen Fußpilz.
7         Interleukine.
8         Mittelalterliche Ärzte erinnerte das Aussehen Leprakranker an dieses Tier (lat.).
9         Heilmethoden, die dem Körper einen fehlenden Stoff dosiert zuführen.
10       Serum-Globulin oder BH auf Französisch.
11       Dass Braut oder Bräutigam schon verheiratet ist, hindert sie nicht an der Zeremonie.
12       Exoerythrozytär.
15       Sinn des Lebens vor dem Physikum.
16       Bezeichnung, Terminus, Schall, Rauch.
21       Proteinketten, die einfach so herumhängen…
23       … und was hängt, hängt in die Richtung dieses Metallstücks.
24       Äußerste Schicht wichtiger Organe.
25       Erbanlagen.
26       Bewusstseinsstörung – wie Schlaf, nur schlimmer.
27       In diesem Kanton kannst du ohne Studium als Naturarzt praktizieren.
32       Mann, hier wird dein wichtigster Saft gelagert.
34       Oligonukleotide, die ein spezifisches Molekül, z.B. eine Viruspartikel binden können.
36       Finnische Sanitäterin im 2. Weltkrieg.
39       Hängt inhalativem Nikotinmissbrauch nach.
40       Das Ganze für den Apotheker.
41       Tuberöse (Hirn-)Sklerose.
42       Nebel mit Schadstoffen.
43       Echinococcus multiocularis.
44       Einzeller, fühlt sich im Darm wohl.
45       Heilige Silbe für Buddhisten, Mittelohrentzündung für Lateiner.
47       International Osteopathic Association.
49       Objekte von 25 waagerecht.
55       „Unter-“, „Unterhalb-“
58       61 auf Englisch (not she)
61       58 auf Deutsch (nicht sie)..

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 8

Das leichteste Kreuzworträtsel EVER!
Zur Abwechslung lauter Suchbegriffe, die direkt auf das Zielwort weisen. Fast keine Umwege! Keine Abkürzungen, die du nicht erkennen kannst oder sowieso kennst. Viele Alltagsbegriffe.
Also los!

Hier gibt es das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 8 als Download.

Waagerecht

1          Eine Frau, die eine gelbliche Flüssigkeit gegen eine geringe Entschädigung oder gratis abgibt.
15       Ein Unternehmen oder auch ein Staat, auf Grund eines Gemisches aus Kohlenwasserstoffen reich geworden.
16       Akute nekrotisierende Enzephalopathie (wie versprochen, keine Spielchen mit Abkürzungen).
17       Kolla.
18       Abkürzung für Strukturproteine in Fasern von Haut und Knochen.
19       Knie.
20       Ein Landwirt, meist in Afrika, der einen kartoffelähnlichen Stärkelieferanten pflanzt.
24       Red plus this colour blindness.
25       Wortanfang, der „Mann“ bedeutet.
26       Wie viele Kälber wünscht sich der Bauer in den Uterus seiner Kuh?
29       Occipital temporal sulcus.
30       Eine braune Masse, aus Kohle gewonnen. Hat die deutschen Mediziner zur Benennung der Meläna inspiriert.
31       Eine verwerfliche Handlung.
33       Safer sex.
35       Zum Einnehmen.
36       Dieses Adjektiv wurde eigens für den so genannten Sozialismus in der DDR und anderswo erfunden, der ja kein so richtiger sein wollte.
39       Häufigste Abkürzung überhaupt. Patient kann wieder gehen.
40       Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde heißt schon in der Schweiz anders. Und auf Englisch so.
41       Terminologia Anatomica.
42       Lithium
45       Umweltfreundliche Verpackung. Drin ist dann allerdings viel Plastik und Aluminium, von dem du die Filmtablette befreien musst.
47       Was du einer E-Mail hinzufügst, kannst du so abkürzen.
48       Die Möglichkeit einer lebensbedrohlichen Komplikation bei Perikarderguss.
53       Mit dem Mund.
54       Voll Scheiße.
55       Produkt endokriner Sekretion.
60       Wiederholungsimpfung.
61       Die Abteilung, die sich mit der Ultraschalluntersuchung des Herzens befasst.

Senkrecht

1         Erkrankung mehrerer Nerven des peripheren Nervensystems.
2         Exotisches Weinrebegewächs, benannt nach einer berühmten schottischen Gärtnerdynastie. Eignet sich natürlich als Krankenzimmerschmuck, sonst hätte es hier nichts zu suchen.
3         Nahrungsmittel, lateinisch und im Plural.
4         James und Harry waren Vater und Sohn und nach ihnen sind benannt: ein Doppelspekulum für Vagina und Rectum (James), ein Penetrationstest (Harry), eine Sonde zur Messung der Uteruslänge (Harry). Und so weiter.
5         Multiples Myelom. Eine Million Meter.
6         Vor der Geburt. Lateinisch und abgekürzt.
7         Abgesondertes.
8         Handlungsanweisung für Abläufe in der Pflege.
9         Schnell machen, schnell laufen, dringend sein.
10       Joker-Blutgruppe.
11       Diabetes mellitus.
12       Scabies.
13       Umgangssprachlich für die Medizinische Klinik des Krankenhauses.
14       Untersuchung des Nervensystems mit bildgebenden Verfahren.
19       Eine dumme Gans? Vielleicht, aber sicher männlich.
21       Dach überm Kopf für Medizinstudierende.
22       Interessiert sich für alles, was mit Harn zu tun hat (umgangssprachlich).
23       Behandelnder Arzt.
27       Instituto de Neurociencias Buenos Aires: Hier musst du hin, wenn es dir in Argentinien schlecht geht.
28       Frag deine Kollegin aus dem Orient: Milchmischgetränk aus Knabenkrautwurzeln, wärmt im Winter, wurde noch im 19. Jahrhundert auch den deutschen Kindern verabreicht.
32       Augeninnendruck, lateinisch.
34       Sofort raus damit, wenn dich die Biene gestochen hat.
35       Wenn die Kiefergelenkskondylen nicht verschoben sind. (Frag deinen Zahntechniker!)
37       Methylen­dioxy­methylamphetamin. Es gab aber auch eine innovative Rockband, die genau so hieß.
38       Nasolabial.
44       Pulmonale alveoläre Mikrolithiasis.
45       Hautanhangsgebilde mit 4 Buchstaben.
46       -vene, -bild, -bahn, -symptom, -stelle… – Wenn es so anfängt, wendet sich alles da hin.
49       So fängt alles an, was mit Hitze zu tun hat. Und mit Brennen. Und mit Feuer. Außer, man hat sich auf Nichtgriechisches geeinigt.
50       Was der Arzt kurz aufschreibt, um es nicht zu vergessen. Aber auch das Nationale Organtransplantationsgesetz der USA von 1984.
51       Wenn du alles allein tust. Wie auch der Kumpel von Chewbacca.
52       Der Vogel fliegt nicht, die Frucht schmeckt nach nichts, der Dollar erholt sich nur langsam.
56       Den musst du überwinden – oder gleich nach Ungarn zum Studieren.
57       Krankenhaus.
58       Heraus-, weg-, aus- !
59       Durch den Mund oder Gesäß.

 

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 7

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 7 gibt es hier zum Download als PDF.

So sollte es aussehen:

Waagerecht

1          Mit dieser genetischen Störung bringst du den Detektiv zum Verzweifeln.
14        Nymphe als Namensgeberin der Hauptstadt des Libanon. (Da lernst du endlich wieder etwas, was nichts mit Medizin zu tun hat.)
15        „Ver­hält­nis der Wahrscheinlichkeit für das Ein­treten ei­nes Er­eignisses in 2 Gruppen, wo­bei der Zeit­punkt des Auf­tretens berück­sichtigt wird“ (Pschyrembel) oder ganz einfach: Radio mit Sitz in Frankfurt/Main.
16        Hockt mit abgeschlagener Nase im Sand, und niemand macht sie wieder ran.
17        3D-Zellkultur aus primärem gastrointestinalem Gewebe. Aber gelegentlich auch als Adjektiv gebraucht: darmähnlich.

19        Zwei Knochen sind verbunden und lassen sich dennoch bewegen.
20        Im Nacken des Fetus hat sich Flüssigkeit angesammelt.
21        Deutsch wäre das ein berühmter Zirkus. Hier ist es aber lateinisch und sagt: Meine Welt ist nicht nur eine Scheibe.
23        Bestrahlt Tumoren.
24        Einen voll Sirup bei Husten.
25        Antikörpermenge bewirkt gerade noch eine deutlich erkennbare positive Reaktion.
28        Das brauchst du, wenn du zum ersten Mal einen Bauch aufschneidest. Oder beim Chef um die Hand seiner Tochter anhältst.
29        Ab zu ihm nach Indien, wenn du den Dozenten hier nicht traust.
31        Endokrinologische Konsiliaruntersuchung.
32        Erweiterte Notfallkompetenz.
33        Das werden sie dich lehren, die Chefs, wenn du nicht spurst. O Tempora!
34        Nur so, und zwar fleißig, lernst du die chirurgischen Knoten.
37        Im geschädigten Bereich des ZNS bilden sich neue Zellen, übernehmen aber nicht die Funktion der alten.
39        So bin ich, drum kämpfe ich gegen Radar, Mikrowelle und 5G.
41        Ohne Umwege in die Ader.
42        Das Radio in Irland oder Rotationsthromektomie.
43        Kleine Ausstülpungen an Dendriten oder auch Dornenfortsätze auf Englisch.
44        In schmierigem Mileu und völlig unbehüllt. Krankenhausreif.
45        Schränkt regionär weiter ein. Papa ist in Voodoo-Kulten der Patron aller Heilmittel.
47        A line between neurosis and psychosis – or between Togo and Ghana.
48        Immunfixationselektrophorese.
49        Long John Silver bei der Hafenpolizei von Port-au-Prince auf die Frage nach der Zahl seiner Beine.
50        Nicht Mais-, nicht Pfeffer-, sondern Grießkörner.
51        Der Psychiater sagt lieber rigide.
52        Ionengitter, und weil der Apotheker es braucht, lateinisch.
53        Zwitterion, reagiert in der Wittig-Reaktion bei der Vitamin-A-Produktion mit einem Keton.
55        Diese Transaminase musst du kennen. Oft sitzt ein Spatz drauf.
56        Der macht mit. Dreimal nachts.
57        Vereint sich mit einer zweiten von völlig anderer Größenordnung.
59        Strahlt und wärmt.
60        Intraintestinal.
61        Das Interstitium der Lunge ist entzündet, und keiner weiß warum.
62        Umarmung führt zum Kreislaufstillstand.
63        Kopfchirurgie muss sorgfältig vor sich gehen; das weiß man von Frankenstein, Star Trek und vom Planeten der Affen. (Kompositum!)

Senkrecht

1          Tropenärztin, Traumschiff-Arzt, Ärzte ohne Grenzen bezeichnen sich gerne so, zumindest zu Beginn.
2          Verkalkungen der Zahnpulpa.
3          Dieses Antibiotikum sollst du möglichst nicht einsetzen (Nebenwirkungen, Resistenzbildungen).
4          Zorn, Scham oder Erythem bringen es zu dieser Substantivierung.
5          Organ wurde gereizt, reagiert automatisch.
6          Verlegt blaublauweiße Fachliteratur.
7          Brauchst du, um die Elemente in ein System zu bringen, oder um den Überblick über deine Instrumente zu behalten.
8          Zwischen 5. Lendenwirbel und Kreuzbein.
9          Senfgas dringt in die Haut ein, verbrennt und verätzt und wurde zuerst eingesetzt in der Stadt, die ihre Bewohner so nennen.
10        Rötung, Hitze, Schwellung, Schmerz und Functio Laesa. Ergibt auf Griechisch was?
11        Hypoxisch ischämische Enzephalopathie.
12        Die Patientin sucht die Medizinische Klinik, die Insider aber nennen sie so.
13        Krankenkasse und Pharmahersteller handeln aus, welches Produkt der Patient bekommen soll.
18        Im obengenannten Obergeschoss findest du das osteopathische Gutachten.
22        Hier wird aus dem göttlichen jungen Mann, der neben dir im Bus saß, ein langweiliger Halbgott in Weiß.
26        Knötchen an der Oberfläche.
27        Voraussetzung dafür, dass dir dieses Geld ausgezahlt wird, ist, dass du nichts tust.
30        Im Mittelpunkt von allem, was mit Harn zu tun hat. Prophezeit dem Lateiner: Er wird brennen!
33        Von Görlitz nach Göttingen: Leopoldina-Neurowissenschaftler, der es mit den Ohren hat.
35        -derm, -plasma oder -parasit: immer außen-
36        Den Titel brauchst du nicht zu erwerben. Die Leute werden dich sowieso so nennen.
38        endo-, aber auf Deutsch
40        1909 wurde Enrico Caruso an seinem hypertrophen Larynx operiert, setzte aber seine Welttournee trotzdem fort und sang unbeirrt dieses Lied.
41        Kontinuierliche Gabe von Flüssigkeiten, ohne zu schlucken.
46        Der Namensgeber kann nichts dafür; es war nämlich Coitus interruptus.
47        Salopp für den Laborwert, mit dem du der Leber auf den Zahn fühlst.
48        Betäubung via Beatmungsschlauch.
50        Mark-Wörter fangen so an.
54        Die Öle des Apothekers.
57        Eigens gezüchtete Karpfen mit eigens entwickeltem Herpes.
58        Erythropoetische Protoporphyrie.
62        So krank, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 6

Abkürzungen, die keiner kennt, können Spaß machen. Oder nerven. Aber meistens sind sie leicht zu erraten und liefern auf anspruchslose Weise ein paar Buchstaben. Zudem lernt man Dinge, die einem im späteren Leben helfen. Mein Lieblingsbeispiel ist 12 senkrecht.

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 6 zum Download als PDF:

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 6

Waagerecht

1          Du schickst deine Patientin zum Corona-Test. Aber sie traut sich nicht anzustellen, weil sie Angst hat.
14        Salz der Chromsäure
15        Störung der Bewegungsabläufe, anfallsartig.
16        Nix drin.
17        Antigen des Rhesus-Blutgruppensystems. Oder Arthrose des Großzehengrundgelenks.
18        Endometrioseassoziiertes Ovarialcarzinom.
19        Sekret hilft verdauen.
21        Wo hast du deinen Studienplatz gewonnen? An der Schießbude? Beim Hau-den-Lukas? Oder hier?
22        20.000 mal am Tag rein und raus, und ist doch nur Luft.
23        Magersucht.
24        Stressverarbeitung nach belastenden Ereignissen.
25        Dein Patient spürt Wunderkräfte, weil er immer wieder das sagt.
26        Lat. Wörtchen zeigt an, dass das Medikament besonders potent ist.
28        Bedeutet „-bruch“ oder „-geschwulst“.
30        Glücksbringer füttert Kühe, wirkt entzündungshemmend und krampflösend.
32        Wenn’s etwas mit Haut zu tun hat, fängt’s so an.
34        Angriff auf die Myelinscheiden.
35        Typisch Mann, typisch Frau, typisch Halbgott in Weiß…
39        Wer den Körper schnell und effektiv neu ausrichten kann. Rückwärts gelesen Bundesfußballer.
40        Heftige Expiration lässt Luft explosionsartig entweichen.
41        Unter den endoplasmatischen Retikula gibt es welche, die sind rau!
42        Die Göttin des Sieges hat sich auf die Herstellung von Sportartikeln verlegt.
43        Wo chirurgische Eingriffe hygienisch und technisch korrekt vorgenommen werden können.
44        Wahrnehmungseffekt, Augenring, Lichthof.
45        Kälteexpositionstest.
47        Pankreatischer Triglyzerid-Lipase-Mangel.
50        Schlechte Luft in der Stadt.
51        Gestell mit mehreren Ebenen.
54        Essentielle Aminosäure, für Vegane schwer erreichbar.
55        Freuds von Trieben gesteuertes Unbewusstes.
56        Viele viele bunte Nukleotide.
57        Des Lateiners Selbst.
58        Ossifikation gestört, wenn auch nur peripher.
59        Für uns seit 66 Millionen Jahren tot, nicht für Steven Spielberg.
61        Intensivtherapiestation englisch.
63        Bringt deine Diagnoselampe zum Leuchten.

Senkrecht

1          Der Stich einer Fliege reicht aus.
2          Ereignisse der Reihe nach.
3          Das Auto kam aus Kroatien.
4          Zwei Metalle sind damit verbunden (aus dem Praktikum Arbeitsmedizin, Lektion: „Wir bauen ein Thermoelement“).
5          Begegnet dir in den Tropen und infiziert deinen Darm.
6          Widerstandsfähiges aus der Muschel, Vorbild für Implantate u.ä. (englisch!).
7          Eine Form der Psychotherapie oder auch ein sportlicher Alfa Romeo.
8          Neuroendokrine Aktivierung.
9          Gewebe rund um den Uterus.
10        Die Brothers, die in 14 Folgen Dänemark unsicher machten.
11        Viele Leute in den Behörden, privatversichert.
12        Inkontinenzepisodenfrequenz.
13        Hilft dir, die Wirtschaftlichkeit deiner Praxis einzuschätzen.
19        Es fehlen einige Dinge, und das auf Englisch.
20        Versteht von deiner Technik mehr als du.
27        Überbleibsel, im Plural.
29        Große Blattern, harter Schanker, Franzosenkrankheit.
31        Was mit dem Sein zu tun hat, beginnt so.
33        Radioonkologie.
34        Knochenmarkähnlich.
36        Was die Patientin nach der OP zu löffeln bekommt.
37        Seifenklistier, lateinisch. Auch Element mit Ordnungszahl 99.
38        In Zürich: Der Radfahrer ist da hineingeraten und jetzt musst du ihn zusammenflicken.
44        Abkürzung für den berühmtesten US-Schokoladenhersteller und die Umweltdienste der Stadt Helsinki.
46        Bei den Inuit der Eisbär, bei den Kindern ein Trickfilmheld.
48        Was dich steuert, du primitives Wesen.
49        Chronische Infektionskrankheit, schon bei den alten Ägyptern grassierend.
52        Ein französischer Schauspieler wagt sich nicht mehr auf die Bühne.
53        Da steht er (derselbe Franzose) schon am Bahnsteig und will abhauen. Mit ihm die adipöse Kollegin mit erhöhtem Risiko (ebenfalls französisch, abgekürzt).
54        Ersetze damit in 4 senkrecht die erste Silbe und du landest am Empfang des Rettungsdienstes.

[pdf-embedder url=”https://rhet.de/wp-content/uploads/2021/03/Med-KW-06-Grid.pdf” title=”Med KW 06 Grid”]

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 5

Ein Kreuzworträtsel mit der Hilfe von Phil zu erstellen, ist lehrreich, weil Phil Vorschläge macht, wie die leeren Felder zu füllen sind. Diese orientieren sich an den angelsächsischen Cryptic Crosswords und sehen zum Beispiel so aus:

  • earinthebalance
  • earthlyparadise
  • easeleaseplease
  • easterntimezone
  • eatinghumblepie

Das sind lauter Vorschläge für Ausdrücke mit 15 Buchstaben, die mit E anfangen und enden. Wie man sieht, bestehen sie aus mehreren Wörtern. Im deutschen Sprachraum hat sich das nicht so richtig eingebürgert. Da bevorzugt der User einzelne Wörter, zum Beispiel:

  • Elementarklasse
  • Erbschaftsmasse
  • Elektronenwelle
  • Ebenengeometrie
  • Ekliptikalebene

Leider sind mir so lange Wörter meist nicht so  geläufig wie der Website wort-suchen.de. Aber was sich gleich bleibt, ist, dass es Komposita werden – meistens aus zwei einfacheren Wörtern zusammengesetzt. Aber meistens solche, die niemandem so richtig geläufig sind, wie:

  • Elefantenpreise
  • Einspurbahnenge
  • Engelamttheorie

Wenn aber auf so lange Wörter verzichtet wird, gibt es viele hässliche schwarze Felder, was man ja auch vermeiden möchte. (Die New York Times erlaubt ihren AutorInnen maximal 42 “Blocks” [schwarze Felder] in einem Rätsel mit 225 Feldern. Viele kommen aber mit etwas über 30 aus.) Im schlimmsten Fall wimmelt es von Wörtern mit zwei Buchstaben. Die New York Times verbietet das. Sie verlangt mindestens drei Buchstaben. Mir will das nicht gelingen, aber ich bemühe mich darum. In diesem Kreuzworträtsel Nummer 5 sind es noch 6 Zwei-Buchstaben-Wörter. Wenn die dann auch noch etwas bedeuten, ist das ein Glück für Autor wie LöserIn.

Das aktuelle Rätsel findest du, wenn du hier klickst:

[pdf-embedder url=”https://rhet.de/wp-content/uploads/2020/12/KW05-final-grid-02.pdf” title=”KW05 final grid 02″]

 

Waagerecht

1          Medizinstudium geschmissen. Aus Sicht der Eltern.
14        -bar, -mer, -top, -therm: Ist griechisch und macht alles gleich oder ähnlich.
15        Einer gibt dem nächsten das Gefäß in die Hand.
16        Zum Beispiel was die Technikerin für die Zahnärztin tut oder der Bodenleger für den Baumeister.
19        Ohr-
20        Das hast du mit dem Medikament gemacht.
22        Nicht off.
23        Thieme kürzt das so ab, wenn der Brustkorb durchleuchtet wird.
25        This plus bitsy: very small.
26        Was mit Kälte zu tun hat, fängt so an.
28        Ein Schall von 16.000 Hz kann so bezeichnet werden.
31        Aufgeregt, erschüttert, durcheinander gebracht – aber auf Englisch.
32        Wenn dir der Patient da drüber rutscht, o Chirurg, hast du ein Problem.
33        Zum Glück gibt es diese Abkürzung für ein Reiz-Reaktions-Modell.
34        Vom Gletscher isoliert, aber noch nicht geschmolzen.
36        Ein ordentliches wünscht sich der hungrige Patient, kriegt es aber selten.
38        Vor der Geburt (lateinisch), vor dem Mittagessen (lateinisch) oder Beschäftigungsasthma (französisch).
40        Kunstharze.
41        „Ich bin aufgestanden“, sagt der Deutsche. „I“, sagt der Ami und dann das.
42        Vieles, was mit Brand und Blutgefäß zu tun hat, beginnt so. Natürlich nur, wenn man die Fremdwörter kennt.
44        Die Thrombose, die man sich in der Touristenklasse geholt hat (engl. Abk.).
45        Alles, was die Terminologie negiert, beginnt so.
46        Das Edelgas, das gar nicht in der Röhre ist.
47        Gestörte Functio.
49        Gib das, wenn deine Patientin ansteckend ist.
51        Glutathiondisulfid-Reduktase
52        Wenn ein Mensch sich anzieht, ist es Morgen. Wenn zwei Menschen sich anziehen, ist es das.
54        Nebenbeschäftigung für deinen Freund, wenn du dich im Medikamentenschrank bedient hast.
56        Frauen-
57        Die Chromatografie, bei der die farbigen Stoffe um die Wette steigen.
59        Idiopathische karpotarsale Osteolyse
60        Unbeschädigt, zum Beispiel, aber auch vieles, was mit der Inneren zu tun hat.
61        Kann sauweh tun, einerlei, ob externa oder media…
62        … so dass dieses Apple-Gadget keine Freude mehr macht.
63        Die plagen dich so, so dass du meinst, dein Leben nicht mehr zu meistern.

Senkrecht

1          Wenn du den Stuhl nicht mehr zurückhalten kannst, schreibt das dein englischer Kollege in deine Akte.
2          Was macht der Alkohol mit der Säure?
3          Flüssigkeitseinlagerung im Gehirn
4          Das Gelenk war von der Natur nicht vorgesehen.
5          Damit sich der Erreger nicht weiter vermehrt.
6          Gegen den Missbrauch von IVF.
7          They also call it sperm or semen.
8          Verzweifelte Aufforderung der Mutter an ihr frisch Geborenes.
9          Je gelber, desto das.
10        Als Kind wurde ich nicht nur gegen Di und Pe geimpft.
11        Zwischen Trochanter minor und Trochanter maior musst du die Säge ansetzen. (Klingt wie ein japanischer Sportler.)
12        Bringt dir Pflaster, Stethoskop und Schnaps nach Hause.
13        Die vier Wochen vom ersten Atemzug an.
17        Hau die Nadel rein, aber nicht durch.
18        Eine solche soll die Kost sein, wenn es dein Darm nicht anders verdient.
21        Er ist obsessiv bestrebt, seinen Namen gedruckt zu sehen.
23        Alle Viere unbeweglich.
24        Beate war um 52 waagerecht bemüht.
27        Wenn du diese Felder ausgefüllt hast, ist dir ein Produkt der Firma aufgegangen.
29        Hirnrinde, aber vorn.
30        Nikotin-Dosierungsindikator.
35        Wenn zusammenkommt, entsteht etwas Neues.
37        Kann Spulwürmer, Peitschenwürmer oder Hakenwürmer enthalten – und das ist nur die Spitze des Eis-, sorry Dreckbergs.
39        „Mit Schleimhaut ausgekleideter, erweiterter Muskelschlauch“ – und so was hast du in deinem Schlund?
40        Du meinst, die Blase sei leer, und doch bleibt das.
43        Diese asis hat die Knochen im Gesicht wuchern lassen. Und Nikki ist eine Sängerin
48        Abbreviate arteria insularis and systemic oxygen transport, and you will make me (the autor of this puzzle) happy.
50        Vieles, was mit Sonne zu tun hat, fängt so an.
51        So viel du auch im Hirn grübelst, du findest ihn nicht.
53        Winslet, Bush oder ein Häuschen im Norden.
55        Labionasal, zum Beispiel.
58        Nicht aus.
62        Antikörper.

Das medizinische Kreuzworträtsel Nummer 4

Als Amateur ein Kreuzworträtsel zu erstellen, ist nicht einfach. Deshalb ein Dankeschön an Pschyrembel, Wikipedia und Co., die so viele Buchstabenkombinationen enthalten, die sich als medizinische Abkürzungen entpuppen. Irgendwann werden hier wahrscheinlich  meine mühseligen Erfahrungen unter dem Titel “Theorie des Kreuzworträtsels” stehen.

Weiterlesen