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    <subtitle type="html">Medienwissenschaft, Radio, Rhetorik, Hörbuch</subtitle>
    
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-09-09T06:47:55Z</published>
        <updated>2010-09-09T07:01:17Z</updated>
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                <strong>Kafka, Kanzler und da knackt nichts<br />
Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates</strong><br />
<em>Von Holger Siemann</em><br />
Di, 07.09.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung "Militante Gruppe" stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken. <br />
Nach sieben Jahren vergeblicher Bemühung um Aufklärung, nach Hausdurchsuchung und schließlich doch noch erfolgter Verhaftung zieht das Bundesverfassungsgericht eine Grenze. Der "Terrorist" erhält Akteneinsicht, das Verfahren wird eingestellt. Obwohl die Geheimdienste sich der Aufklärung verweigern, lässt sich die paranoide Geisteshaltung der Ermittler anhand ihrer eigenen Aufzeichnungen nachvollziehen. Ist das ein seltener Glücksfall? Oder ist es ein Unglücksfall - weil alles andere als selten? In Deutschland wird 30-mal mehr abgehört als in den USA.<br />
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<strong>The next Joseph Dunninger<br />
Im Reich der Mentalisten</strong><br />
<em>Von Mareike Maage</em><br />
Mi, 08.09.2010 | 00.5-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Bereits in den 1920er-Jahren hypnotisierte in den USA der "Master Mind of Mental Radio" Joseph Dunninger die Zuhörer über die Radiowellen und las ihre Gedanken. In Bühnenshows präsentierte er seine übersinnlichen Fähigkeiten und erfand den Begriff "Mentalist". <br />
Bis heute ist es in der wundervoll schummrigen Welt der Magie nicht nur viel gemütlicher als da draußen an der Realitätsfront, es ist vor allem unterhaltsamer. Die Wissenschaft stößt bei Phänomenen wie Spuk oder Gedankenübertragung an ihre Grenzen. Aber muss man immer alles verstehen? Es ist ja nicht die Gewissheit, die uns glücklich macht, sondern die beste Geschichte.<br />
Das Stück entstand im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt "Mental Radio" an der Bauhaus-Universität Weimar.<br />
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<strong>Taha spielt jetzt Geige<br />
Das Langzeitprojekt "Jedem Kind ein Instrument" der Kulturhauptstadt Ruhr 2010</strong><br />
<em>Von Eva-Maria Götz</em><br />
Fr, 10.09.2010 |20.10-21.00 | DLF Feature<br />
Ein Instrument spielen zu können und mit anderen Kindern gemeinsam zu musizieren - für 43.300 Kinder aus 522 Grundschulen in 42 Kommunen im Ruhrgebiet ist das kein unerfüllbarer Wunsch mehr. Das Programm "Jedem Kind ein Instrument" - kurz: Jeki - ist seit 2007, auch nach dem Regierungswechsel in Düsseldorf, das Vorzeigeprojekt der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Sachen musikalischer Bildung. <br />
Das Besondere an "Jeki": Musiker und Musikschullehrer erteilen Unterricht nicht mehr nur nachmittags an der Musikschule, sondern an den örtlichen Grundschulen, idealerweise während der Unterrichtszeit, idealerweise gemeinsam mit den Klassenlehrern. Es ist ein ehrgeiziges Projekt - mit vielen Licht-, aber auch mit Schattenseiten. Und vielleicht ein Modell für eine neue Form des Unterrichtens und des Lernens.<br />
Eva-Maria Götz blickt auf die vergangenen drei Jahre des Projektes zurück.<br />
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<strong>Verkauft!<br />
Wie Ayub, Akhdar, Ahmed und Abu Bakr im Gefangenenlager Guantánamo Bay landeten</strong><br />
<em>Von Christian Lerch</em><br />
Sa, 11.09.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
2001 erreichen vier uigurische Männer ein Bergdorf nahe der afghanischen Stadt Jalalabad. Sie waren aus der westchinesischen Provinz Xinjiang vor politisch-religiösen Repressionen geflohen. Vom sogenannten "Krieg gegen den Terror" wissen die Männer nichts - bis zu dem Tag, an dem Bomben auf das Bergdorf fallen. <br />
Sie fliehen und werden von Einheimischen als "enemy combatants" für 5000 Dollar pro Kopf an die US-Armee verkauft. Zunächst landen sie in einem Lager in Kandahar, danach für vier Jahre im Lager von Guantánamo Bay. Seit 2006 leben sie als Asylbewerber in Tirana, Albanien.<br />
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Liebe ohne Segen<br />
Katholische Priester, ihre Frauen, ihre Kinder</strong><br />
<em>Von Erich Reißig	</em><br />
Sa, 11.09.2010 | 13.05-14.00 | BR2 radioFeature<br />
Viel Leid, viel Depression, viel Hoffnungslosigkeit auf der einen, viel Unwahrheit und Heuchelei auf der anderen Seite sind mit dem Zölibat ins Leben katholischer Priester und ihrer Frauen sowie die Herzen ihrer Kinder eingezogen. Nach Schätzungen leben heute etwa ein Drittel der rund 14000 katholischen Priester in einer Beziehung, viele verheimlichen diese, doch inzwischen bekennen sich immer mehr zu ihr und müssen in der Folge ihr Amt aufgeben. Ein Problem für die Kirche, gewiss, aber eines, das weitgehend wenn nicht verschwiegen, so doch von den Kirchenoberen immer wieder klein geredet wird. Mit einem Federstrich des Papstes könnte die Pflicht zur Ehelosigkeit abgeschafft werden. Es sieht indes nicht so aus, als werde dies in naher Zukunft geschehen, auch wenn wegen des wachsenden Priester-mangels eine Lockerung im Interesse der Kirche vernünftig erschiene. Jüngst sagte dazu der Kardinal Claudio Hummes, Präfekt der Kleruskongregation in einem Interview: „Die Ehelosigkeit der Priester ist kein Dogma, sondern eine disziplinarische Norm, über die man diskutieren kann.“<br />
In der Sendung kommen Priester und ihre Frauen zu Wort. Sie erzählen aus ihrem Leben und den Schwierigkeiten, die sich aus dem Zölibatsgebot ergeben und wie sie damit umzugehen lernen. Es sind sehr persönliche Schilderungen, die freilich rasch über das private Leben hinausweisen und ein Schlaglicht auf die Gegenwart der katholischen Kirche werfen.<br />
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<strong>Der Meister und der Dilettant<br />
Wie ich zehn Takte auf einer Stradivari spielen wollte</strong> <br />
<em>Von Helmut Kopetzky	</em><br />
So, 12.09.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature<br />
Die 300 Jahre alten Violinen des Antonio Stradivari sind Kulturdenkmäler. Keines der etwa 600 erhaltenen Exemplare kostet weniger als eine Million Euro. <br />
Da ist der obsessive Wunsch eines Amateurs, einmal zehn Takte auf einer „echten Stradivari“ spielen zu dürfen, ebenso verständlich wie zum Scheitern verurteilt, oder? Helmut Kopetzky versucht es dennoch – und erfährt, dass moderne Nachbauten der „Strad“ nahezu ebenbürtig klingen. <br />
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-08-13T08:31:35Z</published>
        <updated>2010-08-13T08:34:55Z</updated>
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                <strong>Die Americana-Krähe<br />
Auf der Suche nach Tom Waits</strong><br />
<em>Von Jochen Marmit</em><br />
Mi, 25.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Die amerikanische Krähe lebt am Rande großer Städte und ernährt sich von den Brosamen der Zivilisation. Auch Tom Waits siedelt am Rande der Gesellschaft. Nicht nur, weil er aus Sperrmüll einzigartige Instrumente baut, er singt vor allem von Menschen, die den amerikanischen way of life nicht gehen wollen oder können. Seine Songs geben diesen Außenseitern eine Stimme: kaputt und melancholisch, liebestrunken, lustvoll, whiskeyselig - auf der Bühne wie auf der Leinwand. <br />
Die Dokumentation folgt den wichtigsten Stationen seines Lebens: von Los Angeles, wo Waits sich als alkoholisierter Post-Beatnik entwarf; nach New York, wo er seine Frau und Muse Kathlin Brennan kennenlernte; zurück nach Nordkalifornien, wo der dreifache Vater heute lebt. Zu Wort kommen Weggefährten, Kritiker, Kollegen, Fans und der Meister selbst.<br />
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<strong>Ägypten 2.0<br />
Die Macht der Blogger</strong><br />
<em>Von Thilo Guschas</em><br />
Sa, 28.08.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
Wer in der Google-Bildersuche "Ägypten" eintippt, soll nicht mehr nur Fotos von Pyramiden zu sehen bekommen, sondern Bilder von Polizeifolter. Das ist nur eines der vielen ambitionierten Ziele kritischer Ägypter. Das Netz ist ihr Medium. Indem sie Missstände im eigenen Land an die Weltöffentlichkeit bringen, wollen sie einen politischen Wandel erzwingen. <br />
Wirksamstes Mittel sind Blogs: Internet-Tagebücher, die mit Videoclips, TV-Mitschnitten und Protest-Songs eine unzensierte Sicht auf die Verhältnisse bieten. Das Spektrum ist breit, es gibt auch Zwischentöne und abwägende Kritik. Das Internet ist zu einer politischen Instanz in Ägypten geworden.<br />
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<strong>Spuren in eine andere Zukunft<br />
Der Alternative Nobelpreis - und was daraus wurde...</strong><br />
<em>Von Geseko von Lüpke	</em><br />
Sa, 28.08.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Ökologische, soziale und wirtschaftliche Probleme haben bei vielen Menschen eine enorme Fantasie und Kreativität geweckt. Überall auf der Welt sind grüne Sprösslinge aus verbrannter Erde gewachsen: zahllose lokale Initiativen, die Gegenmodelle erdacht und friedlich umgesetzt haben. Sie handeln statt zu resignieren, und sie legen wie Pfadfinder Spuren in eine bessere Zukunft.<br />
Seit 30 Jahren arbeitet die „Right Livelihood Foundation“ daran, die vielversprechendsten Zukunftsprojekte in aller Welt ausfindig zu machen; mit dem „Alternativen Nobelpreis“ verschafft sie ihnen weltweite Publizität: Vom Schutz der Umwelt, der kulturellen Vielfalt und der Menschenrechte bis zu einer gerechten Entwicklungspolitik auf der Basis einer nachhaltigen Ökonomie reichen die Initiativen. Als Gegenstrategie zur Globalisierung bauen sie auf lokale Stärke und ein neu erwachendes Selbstbewusstsein der Menschen in aller Welt, die ihre Zukunft wieder in die eigenen Hände nehmen. Sie sprachen schon über ‚Nachhaltigkeit’, lange bevor dieser Begriff ins Vokabular der Politiker aufgenommen wurde. Sie bauten schon an einer anderen Welt, bevor die Rede war von ‚no future’.  Und ihr Erfolg macht sie längst zu Modellen für eine gerechte, friedliche und ökologische Zukunft.  Die mit diesem Preis ausgezeichneten Aktivisten haben begriffen, dass kein lokales Problem isoliert vom Rest der Welt zu lösen ist, aber die Welt als Ganzes sich nicht ändern wird, wenn nicht  im Kleinen damit begonnen wird.<br />
	<br />
<strong>Die hohe Kunst der Beleidigung</strong><br />
<em>Von Rolf Cantzen</em><br />
So, 29.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Einen Ordnungshüter so zu nennen, wie einst Joschka Fischer den Bundespräsidenten "mit Verlaub" genannt hat, kann teuer werden. Der Fußballprofi Stefan Effenberg zahlte 100.000 Euro Strafe für ein schlichtes "Arschloch" bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle. Interessanter sind subtile Beleidigungen wie die sogenannten "Schmähkritiken", "ehrverletzende Tatsachenbehauptungen" oder satirische Zeichnungen. Die Grenzen zur legitimen Meinungsäußerung sind hier fließend. Öffentliche Persönlichkeiten müssen sich hier – die Rechtsprechung zeigt dies – einiges gefallen lassen. Im eher robusten Feld der Politik entwickelt sich die Beleidigung selten zur hohen Kunst, eher schon bei Philosophen und Schriftstellern. <br />
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            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-08-13T08:09:28Z</published>
        <updated>2010-08-13T08:35:16Z</updated>
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                <strong>"Angekummen in Berlin"<br />
Die vergessenen Shtetels der Stunde null</strong><br />
<em>Von Gabriel Heim</em><br />
Di, 17.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Es sollte ein Übgergang sein, aber es wurden oft Monate oder Jahre. Sie wollten nach Palästina oder in die USA. Doch zunächst ging es für 80.000 Juden 1946 nach Berlin.<br />
S-Bahn-Station Schlachtensee; der grüne Süden Berlins. Nichts erinnert heute daran, dass die Amerikaner hier 1946 das größte Transitlager der Westsektoren für die 80.000 Juden errichtet hatten, die sich bis zum Sommer 1948 nach Berlin retteten. <br />
Sie kamen aus den Lagern, der Zwangsarbeit, aus ihren Verstecken oder aus den fernen Sowjetrepubliken, wohin sie von Stalin deportiert worden waren. Sie alle wollten weiter nach Palästina oder in die USA. Berlin war für sie nach Jahren der Verfolgung und der Entbehrung der erste Ort, um sich wieder dem Leben zuzuwenden. <br />
Die Transitlager entwickelten sich zu kleinen jüdischen Städten mit Schulen, einer Zeitung, Werkstätten, Ärzten, koscherer Küchen und einer Synagoge. Es wurde Theater gespielt und über Politik debattiert. Die Hagana versuchte, junge Frauen und Männer für den Krieg in Palästina anzuwerben.<br />
1948 löste General Eisenhower die Lager zu Beginn der Berlin-Blockade auf. Die letzten 6000 Juden wurden nach Westdeutschland ausgeflogen.<br />
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<strong>Scuse me while I kiss the sky<br />
Jimi Hendrix zwischen Himmel und Hölle</strong><br />
<em>Von Lothar Nickels</em><br />
Mi, 18.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Ob Flucht aus der Armee, Auswanderung nach England oder das unstillbare Verlangen nach Frauen - Jimi Hendrix war ruhelos, nie zufrieden mit seiner Umwelt, nie mit sich selbst. Mit 27 Jahren starb er am 18. September 1970 an einer Überdosis Schlaftabletten. <br />
Seine experimentelle und innovative Spielweise wurde von vielen seiner Kollegen bewundert. Auf die Frage, wie er seine Songs schreibe, sagte Hendrix: "Ich träume 'ne Menge, und viele dieser Träume tauchen in meinen Songs auf."<br />
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<strong>Ein Botschaftsgarten voller Gäste<br />
Als Diplomat im Sommer '89 in Budapest</strong> <br />
<em>Von Marianne Wendt und Christian Schiller</em><br />
Sa, 21.08.2010 |18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
Im Sommer 1989 fliehen hunderte DDR-Bürger in die bundesdeutsche Botschaft in Budapest. Während Detlof von Berg, der ständige Vertreter der BRD, im engen Korsett des Diplomaten an einer politischen Lösung arbeitet, droht die Situation zu eskalieren.<br />
Überfüllte Schlafräume, Schlangen vor den Toiletten, und niemand weiß, wie lange das Provisorium dauern wird. Im neu errichteten Lager finden über 36 000 Flüchtlinge Schutz, doch schnell wächst die Angst vor dem langen Arm der Staatssicherheit.<br />
Detlof von Bergs Rückblick wird ergänzt durch die Erinnerungen von zwei DDR-Flüchtlingen und der Tochter des Diplomaten. Ein ungarischer Sommer, der Geschichte machte.<br />
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<strong>Auf der Suche nach dem verlorenen Ich<br />
Die verschleppten Kinder der Plaza de Mayo</strong><br />
<em>Von Erika Harzer</em>	<br />
Sa, 21.08.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Argentinien ist zur Zeit dabei, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Endlich untersuchen die Gerichte die Verbrechen, die während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 begangen wurden, und ziehen die Täter zur Verantwortung. Mord und Entführung der politischen Gegner waren an der Tagesordnung. An die 30 000 Menschen sind damals spurlos verschwunden. Noch immer suchen Angehörige auch nach einigen der etwa 400 Kinder, die den Gegnern des Regimes geraubt wurden, nach jungen Männern und Frauen, die als Babies fremden Eltern unterge¬schoben wurden und heute um die 30 sind. Die Suchenden sind die Großmütter der Plaza de Mayo, eine Reihe engagierter Frauen, die sich zusammengeschlos¬sen haben, um ihre Enkelkinder zu finden.<br />
Eine dieser Großmütter ist Buscarita Roa. Im November 1978 verschleppten die Militärs ihren Sohn, die Schwiegertochter und ihre 8 Monate alte Enkelin Claudia. Im Februar 2000 endlich fand sie das geraubte Baby als junge Frau wieder.  Auch die heute 30-jährige Maria Victoria „Vicki“ Moyano Artigas gehört zu den Kindern, die in der Zeit der Militärdiktatur ihrer Identität beraubt wurden. Sie wurde in einem der vielen gehei¬men Folterzentren geboren und kurz danach ihrer Mutter weggenommen. Als 9-Jährige er¬fuhr sie im Januar 1988, wer ihre wirklichen Eltern waren und dass die, die sich bisher als ihre Eltern ausgaben, mit den Militärs kooperiert hatten. Vicki und die 5 Tage ältere Roxana lernten sich kennen bei Aktionen für die Aufhebung der Amnestiegesetze, die die Täter lange Zeit vor Verfolgung schützten. Über die gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte ihres Landes suchen sie nun nach ihrer eigenen Identität.<br />
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<strong>Die Meisterdiebe Franz und Erich Sass und die 20er-Jahre in Berlin</strong><br />
<em>Von Gabi Schlag</em><br />
So, 22.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Es ist eine bemerkenswerte Geschichte. Die Geschichte der Meisterdiebe Franz und Erich Sass. Von 1925-1935 hielten die beiden Ganoven Berlin in Atem. Sie waren die Lieblinge der Presse und der Berliner. Nach ihren Einbrüchen gaben sie Pressekonferenzen im Restaurant Lutter und Wegner, und sie waren das Vorbild für Paul Gurks Roman "Tresoreinbruch" (Berlin 1935). Von der Polizei wurden sie gejagt, verhört, in Untersuchungshaft gesperrt, aber letzten Endes immer wieder wegen Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt. Ihr Gegenspieler, der Kriminalkommissar Max Fabich, hatte im Laufe der Jahre ein fast freundschaftliches Verhältnis zu den beiden entwickelt.<br />
Ihr größter Coup: die Diskontobank am Wittenbergplatz. Sie leeren alle Safes und verstecken den Schatz. Bis heute weiß niemand, wo. Nur Max Fabich war sich sicher: irgendwo im Grunewald.<br />
Mit der Machtergreifung Hitlers fliehen die Brüder nach Dänemark, vier Jahre später werden sie an Nazideutschland ausgeliefert, in das KZ Sachsenhausen gebracht und vom späteren Auschwitzkommandanten Rudolf Höß ermordet.<br />
Die Brüder Sass haben nie jemandem ein Haar gekrümmt. Da hatten sie ihre Ehre. Und mit ihnen all die anderen Ganoven der 20er-Jahre in Berlin: Muskel-Adolf, Mollen-Albert, Klamotten-Emil und Palisaden-Ede und natürlich Aktien-Mietze. Die Geschichte der Gebrüder Sass führt uns in das Berlin der 20er-Jahre, zur Großstadtkriminalkultur und zu der Frage, warum echte Gauner eigentlich immer Moralisten sind - und ob es heute überhaupt noch welche gibt. Mit Einschüben aus dem Roman von Paul Gurk "Tresoreinbruch" (Berlin 1935).<br />
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        <published>2010-08-10T08:33:14Z</published>
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                <strong>Mit Grenzen leben<br />
Die alte Militärstraße von Lissabon</strong><br />
<em>Von Tilo Wagner</em><br />
Di, 10.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Sie sind illegal, aber geduldet: Die Siedlungen außerhalb der Lissabonner Stadtmauer. Nun aber droht der Abriss. Jahrzehntelang gewachsene soziale Strukturen sollen Luxusbauprojekten weichen. Doch so leicht lassen sich die Siedler nicht vertreiben.<br />
Im 19. Jahrhundert ließ das portugiesische Militär rund um Lissabon einen Festungswall bauen, der die Hauptstadt vor feindlichen Angriffen vom Land her schützen sollte. Ein Jahrhundert später nutzten Einwanderer aus dem ländlichen Portugal und später aus Afrika den planierten Streifen für ihre illegal errichteten Siedlungen. In dem geduldeten Provisorium haben sich über die Jahrzehnte längst feste lokale Gemeindestrukturen entwickelt. <br />
Jetzt aber sind diese Lebensräume bedroht, weil sich die Grenzen der wachsenden Stadt verschieben und die besetzten Gebiete zurückgefordert werden, um neue, exklusive Bauprojekte zu realisieren. In den Plattenbauvierteln, die entlang der alten Militärstraße errichtet werden, zerbrechen die alten sozialen Bindungen der umgesiedelten Gemeinden. Kriminalität und gewaltsame Konfrontationen nehmen zu. Und es formiert sich Widerstand gegen die Umsiedlung.<br />
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<strong>Yolla<br />
Eine Sängerin zwischen Paris und Beirut</strong><br />
<em>Von Hala Alabdalla</em><br />
Mi, 11.08.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Als junge Frau gehörte Yolla zur Gesangsgruppe von Marcel Khalifé in Beirut. Sie waren Linksaktivisten im Bürgerkrieg und flohen ins Pariser Exil. Nach ihrer Heirat wurde Marcel als Sänger und Oud-Spieler weltberühmt. Yolla widmete sich den Söhnen Rami und Bachar, die ebenfalls Musiker wurden. Nun wagt sie erste behutsame Schritte zu einer eigenen Gesangskarriere. <br />
Wir hören Yolla im Studio, auf Metrofahrten durch Paris, bei der Gesangsstunde mit Yasmine Masri (bekannt aus dem Film "Caramel") und im Duett mit ihrer Mutter im Libanon. Ein atmosphärischer Einblick in Yollas Innenleben.<br />
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Spiegelbilder im Spannungsfeld<br />
Identifikation und Rivalität unter Schwestern</strong><br />
<em>Von Gabriele Bondy	</em><br />
Sa, 14.08.2010 | 14.05.-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Sie lieben sich, sie hassen sich. Und auch, wenn sie sich voneinander entfernen, bleiben sie doch ein Leben lang miteinander verbunden. Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen… oder können verschiedener nicht sein, innerlich wie äußerlich.<br />
Sie gehen als Kinder Hand in Hand durch dick und dünn, oder bekämpfen sich. Wer bekommt die Rolle der Schönen, wer die der Klugen in der Familie zugewiesen?<br />
Ist die eine Liebling des Vaters, so scheint die andere Liebling der Mutter zu sein.<br />
Rivalinnen um Elternliebe und Aufmerksamkeit sind sie allemal, auch wenn es ihnen nicht immer bewusst ist.<br />
Ob Erst- Zweit- oder Drittgeborene, die Reihenfolge  beeinflusst das Selbstbewusstsein auf allen Ebenen. Ob leibliche Schwester, Halb- oder Stiefschwester, die Schwester ist auch das Spiegelbild der eigenen Seele und Befindlichkeit.<br />
Wer ist die Gute? Wer ist das Biest?<br />
Wer dominiert? Wer passt sich an? Die Schwester ist die erste Beraterin, aber auch Konkurrentin, wenn es um Männer geht. Und die Beziehung zur Schwester wird oft Muster für andere Kontakte zum weiblichen Geschlecht.<br />
Gabriele Bondy trifft Frauen, die zum Thema „Meine Schwester(n) und ich“ einiges zu sagen haben. Sie ergänzt ihre Spurensuche mit Belegen aus Literatur und Humanwissenschaften. So wird die Sendung zum Psychogramm einer spannungsreichen Beziehung.<br />
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<strong>Futureflashback (2)<br />
Willkommen im History Adventure Park 2500!</strong><br />
<em>Von Ulrich Land	</em><br />
So, 15.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Was bleibt und was verschwindet? Was überdauert unsere Gegenwart? Und was sagt es unseren Nachfahren? Nach den materiellen Hinterlassenschaften unserer Zeit fragt Autor Ulrich Land im zweiten Teil seiner Zukunftsreise ins Jahr 2500 nach den ideellen Werten. Wenn schon von unseren Bauwerken nur Stahlbetongerippe, AKWs und Schuttkegel, von unseren Autos nur die Fahrgestelle, von unserer bildenden Kunst allenfalls die Grabengel übrig bleiben, was wird dann aus unseren Filmen, den Museen und Bibliotheken, aus den Radiowellen, die wir in den Äther schicken, was aus unserer Rechtsordnung? Unsere Gegenwart aus der Zukunft betrachtet.<br />
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        <link href="http://rhet.de/index.php?/archives/218-Radiotipps-fuer-die-Woche-vom-2.-bis-8.-August-2010.html" rel="alternate" title="Radiotipps für die Woche vom 2. bis 8. August 2010" />
        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-08-02T09:16:44Z</published>
        <updated>2010-08-02T09:20:23Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 2. bis 8. August 2010</title>
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                <strong>"Verzehr auf eigene Gefahr"<br />
Eine Essensausgabestelle in Berlin</strong><br />
<em>Von Johanna Olausson</em><br />
Di, 03.08.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Auf den Kirchenbänken warten Studenten, schlecht gelaunte ältere Männer, Frauen mit Kopftüchern und ein sehr junges Paar mit einem Säugling. Als im Mittelgang ein Kreisel aufgezogen wird, kommt Unruhe auf. <br />
Einige stehen auf, um besser sehen zu können, wo der Kreisel hält. Das entscheidet, wer zuerst drankommt. Diese Szene spielt sich jeden Samstag in der "Kirchengemeinde an der Panke" im Berliner Wedding ab. <br />
Ehrenamtliche Mitarbeiter des Projekts "Laib und Seele" verteilen hier Nahrungsmittel an Bedürftige, die in den Geschäften nicht mehr verkauft werden können. Eine ältere Dame, die neben einem Schild mit der Aufschrift "Verzehr auf eigene Gefahr" Joghurt verteilt, schimpft: "Manche meckern dann immer, dass das Datum abgelaufen ist." Ein Mitarbeiter, der im Hof halb verwelkte Rosen verteilt, begrüßt eine Familie, die in der Schlange steht überaus freundlich und sagt: "Die gehören hier zu unseren Dauergästen." In dem kleinen Kosmos, der hier jeden Samstag zusammenfindet, kennt jeder jeden.<br />
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<strong>Oscars mythische Welten<br />
Wie ein Schweizer nach Brasilien zog und sein Macondo fand</strong><br />
<em>Von Constanze John</em><br />
Fr, 06.08.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature<br />
Oskar hat sich in der brasilianischen Hochebene Chapada dos Veadeiros einen Namen gemacht. Man erzählt sich von ihm. Sogar noch in der 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Brasilia. Oskar ist ein stiller Mann. Aber um ihn herum geschehen die Geschichten. Überhaupt ist die Chapada voller Geschichten. <br />
Von einem Portal in die Zukunft wird erzählt, von einer unterirdischen Stadt und von magisch anziehenden Bergen. Man fühlt sich erinnert an das Macondo, den fiktiven Ort aus "Hundert Jahre Einsamkeit" des Kolumbianers Gabriel García Márquez. Das Mythische und das Reale vermischen sich schwindelerregend, und geerdet bleibt nur, wer hier auch seiner Arbeit nachgeht: als Landarbeiterin, als Leiterin eines Kinderdorfes, als Kulturbotschafter oder Wissenschaftler. Oder eben als der Wärter des Mondtals, des Vale da Lua. Denn Oskar, der Einwanderer aus der italienischen Schweiz, führt gemeinsam mit seiner brasilianischen Frau Marie eine Pousada. Seine Herberge ist immer voller Gäste.<br />
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<strong>Alice findet Wunderland<br />
Junge Migranten mit JuMBO in die Arbeitswelt </strong><br />
<em>Von Regina Leßner</em><br />
Sa, 07.08.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
JuMBO steht für Junge Migranten/Beruf &amp; Orientierung und verspricht den Teilnehmern, Migranten unter 25 Jahren, den Einstieg ins Arbeitsleben. Auch die Mitarbeiter des Projekts haben einen Migrationshintergrund. Die Hamburger Initiatoren beteiligten sich mit JuMBO am Ideenwettbewerb "Jugend in Arbeit" und gewannen 2006 den Landesförderpreis.<br />
Im Bundeswettbewerb dann wurde JuMBO als eines der innovativsten Modelle zur Berufsintegration in Deutschland gekürt - vom Land, vom Bund und aus dem Europäischen Sozialfonds mit 1,2 Millionen Euro pro Jahr "gesponsert".<br />
Über die Realität berichten Kaljan, Jalda und Zaynab, die als 1-Euro-Jobber von ihrer Arbeitsagentur zu JuMBO geschickt wurden.<br />
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<strong>Total normal<br />
Annäherung an das Mittelmaß</strong><br />
<em>Von Wiebke Matyschok	</em><br />
Sa, 07.08.2010 | 13.05-1400 | BR2 radioFeature<br />
Das durchschnittliche deutsche Wohnzimmer befindet sich in Hamburg. Durchschnittlich groß, durchschnittlich hell, durchschnittlich freundlich. Eingerichtet von den Kreativen einer Werbeagentur nach dem Geschmack des Otto-Normalverbraucher oder den nach Kriterien der Marktforschung ermittelten Verkaufszahlen. Willkommen im häufigsten Wohnzimmer der Republik! Familie Mustermann, die eigentlich Müller oder Schmidt heißen müsste, fühlt sich wohl zwischen Sitzgruppe mit Bezügen aus pflegeleichtem Kunstleder in gedecktem Orange, heller Anbauwand mit Kunststoffoberflächen in Holzoptik und Kunstfaser-Auslegeware in Blau. Die Glasplatte des Couchtischs zieren Rosen, ein Glas mit Salzstangen und die Fernbedienung für den großen Fernseher. Außerdem besitzen Vater Thomas, 42 Jahre alt, Mutter Sabine, 39 Jahre alt, Sohn Alexander, 12 Jahre alt, plusminus 30 Bücher. „In der Mitte wirst Du am sichersten gehen“, gab der antike Dichter Ovid einst eine Weisheit von sich. Den Zeitgeist moderner Zeiten scheint er damit kaum zu treffen.  Da wird allseits das Streben nach dem Besonderen, dem Außerordentlichen, die Zugehörigkeit zu einer „Elite“ beschworen. Aber Durchschnitt? Oder: Mittelmaß? Wer will schon nur von sich sagen können, dass er gerne nur dem Durchschnitt entspricht? Ist das Mittelmaß nicht eigentlich doch das Maß der meisten Dinge? Oder ist der Mittelwert nur eine statistische Größe, die bloß vermeintlich Normalität abbildet?<br />
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<strong>Futureflashback (1)<br />
Willkommen im History Adventure Park 2500!</strong> <br />
<em>Von Ulrich Land	</em><br />
So, 08.08.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Was bleibt und was verschwindet? Was überdauert unsere Gegenwart? Und was sagt es unseren Nachfahren? Welche Schlüsse ziehen kommende Generationen aus den Ruinen unserer Zivilisation? Denn wir hinterlassen eine ganze Menge: Asphalt, Beton und Marmor, Brücken und Schlösser, Autobahnen und Atomkraftwerke. Und was noch? Wie groß sind Haltbarkeit und Halbwertzeit der Monumente unserer Zivilisation? Eine akustische Reise durch einen archäologischen Erlebnispark im 25. Jahrhundert zeigt, was möglich und unmöglich ist und welche Aussichten die Zukunft auf unsere Gegenwart bietet. Schnallen Sie sich an und heben Sie ab! (Teil 2, Sonntag, 15. August, 14.05 Uhr)<br />
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        <link href="http://rhet.de/index.php?/archives/217-Radiotipps-fuer-die-Woche-vom-26.-Juli-bis-1.-August-2010.html" rel="alternate" title="Radiotipps für die Woche vom 26. Juli bis 1. August 2010" />
        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
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        <published>2010-07-26T07:45:06Z</published>
        <updated>2010-07-26T07:52:30Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 26. Juli bis 1. August 2010</title>
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                <strong>Joachim Gauck im Gespräch mit Walter Langlott<br />
Streiter gegen das Vergessen</strong><br />
<em>Von Otto Köhler</em><br />
Mo, 26.07.2010 | 23.05-23.30 | SWR2 ARD Radiofestival DLF Feature - Das Gespräch<br />
Als ehemaliger Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde hat Joachim Gauck eine besondere Berühmtheit erlangt: Sein Name stand für die von ihm geleitete Behörde. Der einstige Pfarrer aus Rostock und Mitbegründer des Neuen Forums ist in den zehn Jahren seiner Tätigkeit vom bloßen Aktenverwalter zur obersten Instanz der deutsch-deutschen Vergangenheitsbewältigung geworden. In zahlreichen Publikationen befasst er sich mit der „Würde der Unterdrückten“ und sieht den „Untertan als Bewohner der Moderne“. Heute leitet Gauck in Berlin den Verein „Gegen das Vergessen – Für Demokratie“, weil er die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit nicht den kommenden Generationen überlassen will. Die Akten einer Diktatur, so Gauck, seien die Apotheke gegen Nostalgie.<br />
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<strong>Etwaige Belastungen<br />
Der Bund der Vertriebenen sucht seine Vergangenheit</strong><br />
<em>Von Otto Köhler</em><br />
Di, 27.07.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
"Durch Wahrheit zum Miteinander". So lautet das Leitwort für 2010 des Bundes der Vertriebenen, der in diesem Jahr sein secchzigjähriges Bestehen begeht. Doch gilt das Credo auch in Bezug auf mögliche "nationalsozialistische Belastungen" in der Vergangenheit.<br />
Eine "Machbarkeitsstudie" des Bundes der Vertriebenen, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, hat die Aufmerksamkeit mancher Medien erregt. Diese Studie über "etwaige nationalsozialistische Belastungen früherer BdV-Repräsentanten" wurde - zum Teil sogar auf eigene Kosten - in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte erarbeitet und hat zu keinem abschließenden Ergebnis geführt. <br />
Das Material war lediglich eine "Entscheidungshilfe" für den BdV, ob es "sinnvoll" sei, eine umfangreiche Studie "über diesen Themenkreis" erstellen zu lassen. Die Sinnhaftigkeit einer solchen Studie wurde inzwischen vom Bund der Vertriebenen bejaht, der das Institut für Zeitgeschichte mit ihrer Ausarbeitung beauftragte. Sie soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden, zum 60. Jahrestag der Verkündung der "Charta der deutschen Heimatvertriebenen". Das Feature fragt, wie das nach sechs Jahrzehnten nie hinterfragter Verbandsgeschichte machbar sein kann. <br />
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<strong>So long good-bye</strong><br />
<em>Von Harun Farocki</em><br />
Mi, 28.07.2010 | 0.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
In den Hansa-Studios in Berlin wird im April 1977 in 18 Stunden eine Disco-Single von drei Minuten Länge produziert, die auf der Erfolgswelle von Boney M. und Donna Summer in die Plattenregale schwappen soll. <br />
Harun Farocki hat diese Produktion von Anfang bis Ende aufgezeichnet: Die Studiomusiker spielen die Noten prima vista, sie kennen weder Titel noch Namen der Gruppe, unter dem die Single verkauft werden wird. Die aus New York eingekaufte Sängerin hat leider nicht die Stimme, die man erwartet. Rhythmusgruppe und Chor sind unterbesetzt. Aber all das kann eine mit einer 24-Spur-Maschine gerüstete Produzententruppe nicht schockieren.<br />
Die Sendung ist ein entlarvendes Zeitdokument über Professionalität und Stümperhaftigkeit in der Musikindustrie.<br />
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<strong>Bloody Sunday<br />
Ein Blutbad in Nordirland und der schwierige Weg zu Wahrheit und Versöhnung</strong><br />
<em>Von Matthias Fink</em><br />
Sa, 31.07.2010 | 14.15-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Bernadette Devlin wollte gerade mit ihrer Rede beginnen, als die ersten Schüsse fielen. Wenn sie an diesen 30. Januar 1972 zurück denkt, als in der nordirischen Stadt Londonderry vierzehn unbewaffnete Demonstranten von britischen Fallschirmjägern erschossen wurden, kommen ihr zwei Worte in den Sinn: "blanker Terror". Ein halbes Jahr später erklärte der damalige oberste Richter Großbritanniens, die Toten und Verletzten hätten quasi selbst Schuld, weil sie an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hätten. "Das bedeutete, man konnte uns praktisch ungestraft tot schießen," erklärt die damalige Abgeordnete Bernadette Devlin. Deshalb tauchten nach diesem unseligen Sonntag so viele junge Männer zur Untergrundarmee IRA ab - Bloody Sunday, der endgültige Weg in ein Jahrzehnte währendes Blutbad.<br />
Jetzt liegt der Bericht der größten Untersuchungskommission in der Geschichte Großbritanniens vor. Zwölf Jahre hat sie recherchiert. 240 Millionen Euro hat es den Staat gekostet. Der 5000 Seiten dicke Regierungsreport gibt eindeutig der britischen Armee die Schuld am Bloody Sunday. Premierminister David Cameron hat sich im Namen der Regierung und des ganzen Landes für die Bluttaten entschuldigt.<br />
Matthias Fink war zum 30. Jahrestag in Londonderry (irisch: Derry) unterwegs, um den schwierigen Weg zur Wahrheit zu erkunden.<br />
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<strong>Arnold Zweig – Konflikte eines Bürgers<br />
Ein Feature von Marcel Reich-Ranicki aus dem Jahr 1960 </strong><br />
So, 01.08.2010 | 19.15-20.00 | hr2-kultur | Historische Porträts<br />
In diesem Feature setzt sich Marcel Reich-Ranicki analysierend und kommentierend mit dem Werk Arnold Zweigs auseinander. Dabei geht er ebenso auf die „Novellen um Claudia“ ein wie auf die Werke „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ oder „Das Beil von Wandsbek“. <br />
 Dabei entsteht die Skizze von Zweigs literarischem Weg, gleichzeitig ein kluges und lebendiges Porträt des Schriftstellers. <br />
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        <link href="http://rhet.de/index.php?/archives/216-Radiotipps-fuer-die-Woche-vom-19.-bis-25.-Juli-2010.html" rel="alternate" title="Radiotipps für die Woche vom 19. bis 25. Juli 2010" />
        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-07-19T07:25:30Z</published>
        <updated>2010-07-19T08:12:15Z</updated>
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                <strong>Der Eiger<br />
Der Berg, auf dem man niemals ankommt</strong><br />
<em>Von Peter Jaeggi	</em><br />
Mo, 19.07.2010 | 10.05-10.30 | SWR2 Leben<br />
Als Andreas Heckmair am 24. Juli 1938 auf dem Gipfel des Eigers ankommt, stürzt er beinahe die Südseite hinunter. Das wäre Pech gewesen. Immerhin war er vor 72 Jahren der erste Mensch, dem es gelang, die Eigernordwand zu durchklettern. Die Eigernordwand galt lange Zeit als unbegehbar. Anfang 2008 stellte der Schweizer Ueli Steck einen neuen Weltrekord an der 1800 Meter hohen Steilwand: Durchsteigung in 2 Stunden und 47 Minuten. Warum er das tat, darüber spricht er in dieser Sendung.<br />
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Ein Märchen aus Bangladesch<br />
Mikrokredite gegen Armut</strong><br />
<em>Von Gerhard Klas</em><br />
Di, 20.07.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Gruppenbild mit Frauen, gekleidet in bunte Saris, glücklich lächelnd: Bilder solcher Selbsthilfegruppen von Kreditnehmerinnen schmücken die Werbeprospekte zahlreicher Nichtregierungsorganisationen und Investmentfonds für die sogenannten "Mikrokredite". <br />
30 Millionen Kreditnehmerinnen gibt es allein in Bangladesch. Das ist ein Fünftel der Bevölkerung dieses von Armut, Analphabetentum und Naturkatastrophen geplagten Landes. <br />
Die Idee, Armen in der sogenannten Dritten Welt mit Kleinkrediten zu helfen, sich eine eigene Existenz aufzubauen, entstand in den 80er-Jahren. Zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2006, erhielt Muhammad Yunus aus Bangladesch und seine Grameen-Bank für Verdienste im Kampf gegen die Armut den Friedensnobelpreis. Unternehmensvorstände und Bankmanager applaudierten: Der Kapitalismus funktioniere also auch für die Ärmsten der Welt. <br />
Aber in Bangladesch selbst sind Mikrokredite sehr umstritten. Dort traf der Autor vor allem auf Frauen und Männer, für die die Mikrokredite zu einer schweren Bürde geworden sind. <br />
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<strong>Von Menschen- und Seelenfressern<br />
Kannibalische Neuigkeiten aus der Alten und der Neuen Welt</strong><br />
<em>Von Andreas Weiser</em><br />
Mi, 21.07.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Kannibalismus gilt als das strengste Tabu der menschlichen Gemeinschaft. Wer es bricht, steht außerhalb der Gesellschaft oder ist Teil einer wilden Welt jenseits unserer Zivilisation. Aber stimmt unsere Vorstellung von der zivilisierten Welt? Andreas Weiser hat sich mit zwei Kulturwissenschaftlern und einem Medizinhistoriker auf eine Zeitreise begeben. <br />
Zusammen mit Thomas Macho, Anna Bergmann von der Europa Universität Viadrina und Richard Sugg von der Durham University folgt er den Abenteuern des deutschen Söldners Hans Staden bei den brasilianischen Tupinamba-Indianern des 16. Jahrhunderts, erkundet den medizinischen Kannibalismus im Europa der frühen Neuzeit und fragt nach dem Umgang mit Tabus in der Hightech-Medizin der Gegenwart.<br />
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<strong>Bananen-Shake auf Island<br />
Wie das Boomland auf den Hund kam</strong><br />
<em>Von Hannelore Hippe</em><br />
Fr, 24.07.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
Man kann die Geschichte des isländischen Dramas ganz kurz erzählen: 33 Isländer plündern ihr Land und machen sich aus dem Staub. <br />
300 000 bleiben zurück mit Hypotheken, die sich verdoppeln, ohne Altersvorsorge, ohne Arbeit, da zwei Drittel aller Firmen vor dem Aus stehen und mit einer Währung, für die man sich nicht mehr viel kaufen kann. Dabei kam doch noch 2008 eine Studie der Vereinten Nationen zu dem Schluss, dass Island das Land auf Erden sei, in dem es sich am besten leben lässt.<br />
Die Autorin berichtet über die Hintergründe der Talfahrt ins Desaster und darüber, wie eine Handvoll Isländer mit Quark, Bratpfannen und Schneebällen endlich Neuwahlen erzwang.<br />
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<strong>Unter Saisonarbeitern<br />
"Feldforschung" im Gemüseanbau</strong><br />
Von Arthur Dittlmann	<br />
Sa, 24.07.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Die Krise macht's möglich: Polnische Saisonarbeiter strömen wieder auf die deutschen Erdbeer- und Gemüsefelder, um bei der Ernte zu helfen. In den letzten Jahren sind sie lieber nach England und Irland gegangen. Dort wurde besser bezahlt. Doch das Blatt hat sich gewendet, jetzt sind sie wieder mit Löhnen ab 5 Euro 70 für die Stunde Erdbeerpflücken, Feldsalatschneiden und Gelbe-Rüben-Waschen zufrieden. Und nehmen auch in Kauf, dass ihnen für Unterkunft, Verpflegung und Sozialabgaben noch mal kräftig was abgezogen wird. Manchen bleiben nach Schätzung der IG-Bau, der Gewerkschaft, die für sie zuständig ist, rund 2 Euro in der Stunde übrig. Ein Hungerlohn, und das bei körperlich sehr anstrengender Arbeit, oft unzureichenden Quartieren, desolaten hygienischen Zuständen. Die Gewerkschaft arbeitet darauf hin, ein Siegel für "faire Saisonarbeit" zu etablieren - bisher mit wenig Erfolg.<br />
Alle Versuche, einheimische Langzeitarbeitslose in der Saisonarbeit zu beschäftigen, sind bisher fehlgeschlagen. "Am ersten Tag kommen sie, am zweiten Tag wissen sie alles besser, am dritten Tag sind sie krank", sagt ein Gemüseanbauer und freut sich, dass heuer endlich wieder genügend Polen und Rumänen zur Verfügung stehen.<br />
Ist diese Arbeit tatsächlich so aufreibend? Was treibt die Menschen aus dem Osten zu uns, um hier diesen Knochenjob zu verrichten? Welches Bild haben sie von Deutschland? Was erträumen sie sich für ihr Leben? Warum nehmen sie diese Strapazen auf sich? Und: Wieso schaffen es hiesige Arbeitslose nicht, sich hier ihr tägliches Brot selbst zu verdienen?<br />
Diese Fragen wollte Arthur Dittlmann beantworten - und deshalb ist er zur Hochsaison eine Woche selbst aufs Feld gegangen. Bei einem Gemüseanbauer im Nürnberger Knoblauchsland. Allein unter Saisonarbeitern, das Mikrophon war fast immer dabei.<br />
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<strong>macho ibérico – Galan und Gewalttäter<br />
Neue Erkundungen zu einer alten Spezies</strong><br />
<em>Von Rilo Chmielorz	</em><br />
So, 25.07.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Der iberische Macho erscheint auch heutzutage noch wie die Figur des Don José in der Oper "Carmen". Er verfällt in seiner Liebe einer blinden Eifersucht, und wenn und weil die Geliebte früher oder später einen anderen liebt, tötet er sie blind vor Zorn. Denn sie soll nur dem Macho allein gehören. Der attraktive spanische Galan, der gerne als starker Edelmann auftritt und es versteht, mit seinem erotischen Charme die Frauen zu verführen, entpuppt sich als unreife Persönlichkeit: macht- und kontrollbesessen kann er zum Gewalttäter werden.<br />
Seit dem Wahlsieg der Sozialisten 2004 ist das Thema der machistischen Gewalt in Spanien in die öffentliche Diskussion gerückt. Alle sechs Tage stirbt eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners. Die Spezies Macho Iberíco scheint in die Krise geraten zu sein: Viele landen im Knast, einige in Selbsthilfegruppen, andere in therapeutischen Programmen.<br />
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            <name>Ute Kleiber</name>
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        <published>2010-07-09T08:16:37Z</published>
        <updated>2010-07-09T08:20:53Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 12. bis 18. Juli 2010</title>
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                <strong>Crossing Lines, crossing Lives<br />
Ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt</strong><br />
<em>Von Kai Adler</em><br />
Di, 13.07.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Aufeinander zugehen ist oft der erste Schritt zur Versöhnung. Ein Schritt, den israelische und palästinensische Mütter wagen. Sie trauern um ihre getöteten Kinder - oder reden mit den Eltern des Täters. <br />
"Ich bin die Mutter von David, jenem Jungen, der von Ihrem Sohn getötet wurde. Ich weiß, dass er ihn nicht aus persönlichen Gründen umgebracht hat. Hätte er ihn gekannt, ich bin mir sicher, er hätte ihn gemocht."<br />
So beginnt die Israelin Robi Damelin ihren Brief an die Eltern des palästinensischen Scharfschützen, der ihr Kind erschossen hat.<br />
"Als ich von der Festnahme Ihres Sohnes erfahren habe, habe ich in vielen schlaflosen Nächten überlegt, was ich nun tun könnte: Sollte ich versuchen, einen Weg der Versöhnung und Vergebung mit Ihnen zu finden?"<br />
Robi Damelin versucht diesen Weg zu gehen und korrespondiert heute sogar mit dem Mörder ihres Sohnes. Auch der in Hebron geborene Palästinenser Khaled Abu-Awwad und der Israeli Boaz Kitaein, deren Kinder von der jeweils anderen Seite getötet wurden, kämpfen gemeinsam für Frieden, gegenseitige Anerkennung und Aussöhnung. <br />
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<strong>In den Sehnsuchtsmaschinen<br />
Liebe via Internet</strong><br />
<em>Von Rüdiger Offergeld</em><br />
Mi, 14.07.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Elf Millionen Singles leben in Deutschland. Die Hälfte davon ist in einer Partnerbörse im Internet registriert. Der Weg zur Liebe ist mit Mail und Maus schneller geworden. Tausende Single-Börsen, Dating-Portale, Partnervermittler und Seitensprung-Agenturen bieten online ihre Liebesdienste an. Das Angebot wächst. <br />
Die Internetgeneration hat längst Liebe, Sex und Flirt auch in ihrem Medium entdeckt. Sie baut die Datenautobahnen zum Kontaktnetz aus. Der Rechner soll der romantischen Liebe auf die Sprünge helfen. Klappt das? Zwar kann man sich im Netz auch über Liebesschmerzen austauschen, doch am Ende hilft nur jemand, der einen fest in den Arm nimmt.<br />
	<strong><br />
"The perfect storm"<br />
Juarez, eine Stadt versinkt im Chaos</strong><br />
<em>Von Arndt Peltner	</em><br />
Mi, 22.07.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature<br />
Ciudad Juarez ist eine mexikanische Grenzstadt, gleich neben El Paso, Texas, USA. Eineinhalb Millionen Menschen wohnen hier. Noch vor wenigen Jahren war sie ein beliebtes Ausflugsziel und Partyzone für Amerikaner und Mexikaner gleichermaßen. Juarez war das Musterbeispiel einer funktionierenden "Global Economy", es herrschte Vollbeschäftigung, die Wirtschaft boomte und machte die Stadt zum Dreh- und Angelpunkt zwischen Nord- und Mittelamerika.<br />
Das änderte sich schlagartig im Januar 2008, als zwei mexikanische Drogenkartelle einen offenen Krieg um die Transportwege in die USA eröffneten und für die Stadt "the perfect storm" losbrach. Nahezu 5500 Menschen hat er bisher das Leben gekostet und Ciudad Juarez zur gefährlichsten Stadt der Welt gemacht, noch vor Bagdad und Kabul. Brutale Gangs schalteten sich ein und beförderten den offenen Fall der Stadt ins Chaos. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 25 Prozent, der Tourismus ist vollständig zusammen gebrochen, die Elite der Stadt hat das Weite gesucht. Und der Bürgermeister hofft, das Ruder rasch herumreißen zu können.<br />
<br />
<strong>Die Genrebellen<br />
Von armen Schweinen, aufmüpfigen Bauern</strong><br />
und mächtigen Großkonzernen<br />
<em>Von Matthias Fink	</em><br />
Sa, 17.07.2010 | 14.05-15.00 | Bayern 2 radioFeature<br />
Das arme Schwein! Pro Jahr verlieren 50 Millionen ihr Leben durch Metzgers Hand. Allein in Deutschland. Die meisten von ihnen werden in industrieller Massentierhaltung hochgepeppt, von 0 auf 110 Kilogramm in sieben Monaten, bis aus dem niedlichen Ferkel eine fette Sau geworden ist. Aber fett sollte sie eigentlich nicht sein, nur so viel Fleischmasse wie möglich tragen. Mageres Fleisch. Dafür wird dann viel Chemie gebraucht. Und züchterische Erfahrung. Und seit neuestem soll auch gentechnisches Wissen nachhelfen.<br />
Im Raum Schwäbisch Hall mochten ein paar Bauern da nicht mehr mitmachen. Sie hatten schon länger genug vom industriellen Einheitsschwein. Also haben sie sich daran gemacht, eine fast schon ausgestorbene Rasse wieder zu neuem Leben zu erwecken, das schwäbisch-hällische Landschwein, auch „Mohrenköpfle“ genannt, weil ein schwarzer Kopf auf dem fetten, wohlgeformten Leib sitzt.<br />
Doch den schwäbischen Säuen drohte Ungemach. Gen-Sequenzen aus dem Erbgut von Schweinen sollten patentiert werden. Weil aber Schwein nun mal Schwein ist, wäre von einem solchen Patent auch das schwäbisch-hällische Landschwein betroffen. Dies  wiederum wollten die Bauern aus dem Hohenlohischen nicht einfa<br />
				<br />
<strong>Die Yankees von Connecticut<br />
Der kleine Staat Connecticut</strong><br />
<em>Von Paul Stänner	</em><br />
So, 18.07.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Connecticut ist der drittkleinste Staat der USA, ohne den es die USA vielleicht nicht geben würde: 1639 wurde hier die erste Verfassung auf nordamerikanischem Boden geschrieben, der König von England verlor bald darauf eine Kolonie. Hier entstand die erste öffentliche Bibliothek und die legendäre Colt-Pistole, ohne die der Westen nicht wild geworden wäre. Noch andere Orte gilt es zu besuchen – Mystic Seaport, den romantischen Flecken an der See oder das Goodspeed Opera House, eine Holzoper am Fluss, oder die gigantische Spielhölle der Pequot-Indianer. Von Connecticut aus schickte Mark Twain, der vor 100 Jahren starb, den Yankee Hank Morgan 800 Jahre zurück an König Artus' Hof – das scheint ein guter Grund, sich die Connecticut Yankees von heute anzuschauen.<br />
<br />
<strong>Doktrin und Poesie – Bertolt Brecht<br />
Versuch zu einem Porträt</strong> <br />
<em>Ein Feature von Walter Jens	</em><br />
So, 18.07.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Historische Porträts<br />
In den folgenden acht Wochen rufen wir Porträts großer Autoren über bedeutende Menschen und in einem Fall einer Region in Erinnerung. hr2-kultur beginnt die historische Reihe aus den 50er und 60er Jahren mit einer Sendung des Tübinger Philologen Walter Jens. <br />
Jens zeichnete im August 1956 und damit kurz nach dem Tod von Bertolt Brecht, ein eindrückliches Lebens- und Werkbild des einflussreichen deutschen Dramatikers und Lyrikers. <br />
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        <link href="http://rhet.de/index.php?/archives/214-Radiotipps-fuer-die-Woche-vom-5.-bis-11.-Juli-2010.html" rel="alternate" title="Radiotipps für die Woche vom 5. bis 11. Juli 2010" />
        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-07-05T08:25:12Z</published>
        <updated>2010-07-05T08:34:20Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 5. bis 11. Juli 2010</title>
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                <strong>Ein alter Mann und seine Schuld<br />
Der Prozess gegen John Demjanjuk</strong><br />
<em>Von Tim Aßmann und Rainer Volk</em><br />
Di, 06.07.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Seit November 2009 steht John Demjanjuk in München vor Gericht. Der gebürtige Ukrainer soll an der Ermordung von mindestens 27.900 Juden im Vernichtungslager Sobibor beteiligt gewesen sein. <br />
Nach dem turbulenten Auftakt zeigen sich im Prozess zunehmend die Schwierigkeiten der Strafjustiz, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die Beteiligung eines "kleinen Rädchens" am Holocaust nachzuweisen und die Schuldfrage zu beantworten. <br />
Entsprechend zäh verlaufen viele Verhandlungstage. Umso mehr Zeit bleibt den Beobachtern, die bizarren Aspekte des Geschehens wahrzunehmen: den teilnahmslos im Krankenbett liegenden Angeklagten, die provozierende Art des Wahlverteidigers, den nüchternen Umgang des Gerichts mit dem Grauen der Mordmaschinerie der Nazis und schließlich die Neugier von Zuhörern, die Eindrücke sammeln für ein Theaterstück. <br />
Dass das Verfahren jenseits der Frage der konkreten Schuld des Angeklagten symbolische Relevanz hat, zeigen die Zeugenaussagen von Hinterbliebenen der Toten von Sobibor.<br />
<strong>	<br />
In welchem Zustand ich morgens die Milch hole<br />
Oder: Wie es ist, den Ingeborg-Bachmann-Preis nicht zu gewinnen</strong><br />
<em>Von Elisabeth Burchhardt</em><br />
Mi, 07.07.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
In einem dreitägigen Lesemarathon tragen die Bewerberinnen und Bewerber ihre Texte öffentlich vor und werden von der Jury sofort beurteilt - oder verurteilt. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Wer es schafft, der kann auf eine literarische Karriere hoffen. Und wer es nicht schafft?<br />
Elisabeth Burchardt hat eine Kandidatin über ein Jahr lang begleitet: von der Nominierung über die Vorbereitung bis zum Wettbewerb und dessen Folgen: kein Preis, keine Einladung zu Lesungen, kein Interesse von Verlagen, keine Chance auf Öffentlichkeit. Am Ende muss sich die Autorin neu erfinden - aber als was?<br />
<strong>	<br />
Mehrspur.  Das Feature mit dem Dokublog<br />
Gerechtigkeit für ...!</strong><br />
<em>Mit Wolfram Wessels</em><br />
Mi, 07.07.2010 | 22.05-23.00| SWR2 Feature<br />
Wir wollen wissen, für wen Sie Gerechtigkeit fordern: für Ihren Hund, für die Umwelt, für Sportler, für Straßenmusiker, Bettler, einen Arbeitslosen, einen schwer Arbeitenden, für ein misshandeltes Kind, für Opfer und Täter. Fordern Sie Gerechtigkeit für Ihre O-Töne, die bislang niemand hören wollte. Lauschen Sie dem Ungehörten, dem Übertönten, Totgeschwiegenen, auch den Misstönen einer schrillen Säge. Ist es gerecht, dass eine Oboe schöner klingt? Sprechen Sie mit den Benachteiligten und ungerecht Behandelten, befragen Sie Anwälte und Richter, Gutmenschen und Gerechtigkeits-Fanatiker. Zwischen Straßenlärm und Kaufhausmusik, zwischen Musik und akustischer Umweltverschmutzung suchen wir auch nach dem Sound der Gerechtigkeit. Nehmen Sie ihn auf und stellen ihn auf die Seite www.swr2.de/dokublog. Und was in der Sendung aufgenommen wird, wird wie immer angemessen honoriert.<br />
	<br />
<strong>Faust gegen Wilhelm Tell<br />
Die Schweizer und die Deutschen im Clinch</strong><br />
<em>Von Joseph Berlinger	</em><br />
Sa, 10.07.2010 | 13.05-14.00 | BR2 radioFeature<br />
Die Beziehung ging lange gut. Man konnte fast von Liebe sprechen. Deutsche besuchten die Schweiz, bestiegen deren kleine und größere Gipfel und blickten beglückt und bewundernd ins Tal. Vom Gipfel nebenan hörten sie Heidi ein heimeliges Lied singen und auf halber Höhe sahen sie fleißige und kernige Bergbauern ihr Tagwerk vollbringen. Weiter unten, in den geschäftigen Städten, blinkten die glitzernden Fassaden der Bankhäuser. Darin ein und aus gingen nicht nur Schweizer Bürger, sondern auch viele deutsche Anwälte, Ärzte und Hochschulprofessoren, die sich zwischen Bodensee und Lago Maggiore wohlig niedergelassen hatten oder auch nur ihr Geld anlegen wollten.<br />
Dann kam die große Weltfinanzkrise. Dieser folgten viele Krisengipfel und schließlich staatliche Rettungsaktionen. Als der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück forderte, die Schweiz wegen ihrer Finanzpraktiken auf die Schwarze Liste der OECD zu setzen, war dort die Empörung groß. Der von der  Mehrheit der Deutschen befürwortete staatliche Ankauf einer privaten CD , auf der sich Daten deutscher Steuersünder in der Schweiz befinden, sorgte in der Schweiz für neue Aversionen. Das eidgenössische Bankgeheimnis wankt. Und ein patriotischer eidgenössischer Nationalrat droht deutschen Politikern mit direkter Vergeltung. Wilhelm Tell fordert Faust zum Duell. Tragisch für die Schweizer Rechte, dass beide, der Schweizer und der teutonische Titan, von deutschen Dichtern auf den Schild gehoben wurden. Folgt nun, nach dem Schweizer Minarettverbot, das Verbot von Schiller und Goethe? Oder war es eher ein Sturm im Wasserglas? Haben sich die Wogen geglättet? Joseph Berlinger erkundet die Lage, erforscht Ressentiments und Klischees, Vorurteile und die Realität des Zusammenlebens in den beiden Nachbarstaaten im vereinten Europa.<br />
	<br />
<strong>K wie Kairouan oder Der Nomade bin ich<br />
Der israelische Bildhauer Dani Karavan</strong><br />
<em>Von Aishe Malekshahi	</em><br />
So, 11.07.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Beton mitten in der israelischen Wüste. Das Negev-Monument ist ein Erinnerungsort für gefallene jüdische Kämpfer und eine Auftragsarbeit des Bildhauers Dani Karavan. Er sieht sich als "Schneider", arbeitet nur für vorher ausgehandelte Budgets und mit Material, das der Auftraggeber wünscht. Seine Auftragsarbeiten hat Karavan in den vergangenen Jahrzehnten auf der ganzen Welt hinterlassen: in Asien, Israel und Europa. An der spanisch-französischen Grenze, in Portbou, erinnert sein Environment "Passagen" an den Philosophen Walter Benjamin. In Berlin entsteht das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. <br />
Dani Karavan sieht sich als Nomade, er zieht von Projekt zu Projekt, geht los, kehrt zurück – um bald wieder weiter zu ziehen.<br />
	<br />
<strong>Nur die Bäume hatten Wurzeln - Die Italiener von Stadtallendorf</strong><br />
<em>Von Conrad Lay	</em><br />
So, 11.07.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature<br />
Während der NS-Zeit beherbergen die ausgedehnten Wälder des mittelhessischen Stadtallendorf zwei der größten Sprengstoffwerke Europas. Nach Kriegsende ist Schluss mit der Waffenproduktion. <br />
 Statt Waffen werden nun Süßwaren hergestellt, statt Zwangsarbeitern arbeiten hier nun Gastarbeiter. Gastarbeiter aus Italien. Denn Ferrero, der größte Arbeitgeber am Ort, setzt beim Aufbau seines Werkes auf Mitarbeiter aus der Heimat. Ihre Geschichte erzählt Conrad Lay in diesem Feature. <br />
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-06-25T08:35:18Z</published>
        <updated>2010-06-25T08:38:10Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 28. Juni bis zum 4. Juli 2010</title>
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                <strong>Last oder Lust am Erbe?<br />
Vom Sinn und Unsinn des Weltkulturerbes</strong><br />
<em>Von Hannelore Hippe</em><br />
Di, 29.06.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Weltkulturerbe - welch ein Titel. Doch nicht jeder freut sich darüber. Denn die Auszeichnung der UNESCO bringt nicht nur Vorteile mit sich.<br />
Der Hardanger Fjord im Westen Norwegens gehört zu den schönsten Landschaften Europas. Doch am Ende des Wassers beleidigt Odda, ein Standort aus der Hochzeit kapitalistischer Industrieproduktion, das Auge.<br />
Ein antikes Zink- und Schmelzwerk dominiert die kleine Stadt. Als es dichtmacht, regiert die Arbeitslosigkeit auch hier. Da kommt die Rettung von der UNESCO: Die rostige Fabrik soll Weltkulturerbe werden. "Welch eine Chance!", sagen die einen, die anderen haben sich bereits ein hübscheres Leben ohne die industrielle Vergangenheit an der Fußgängerzone ausgemalt. Ab jetzt herrscht Krieg in Odda: Soll man stolz sein auf den hässlichen Schrott oder ist seine Entsorgung längst überfällig? Die Kluft bis zum Referendum geht durch alle Generationen und Schichten. <br />
Das Ruhrgebiet gilt denen als Vorbild, die hier noch die Internationale am ersten Mai anstimmen. Dann kommt der Volksentscheid und bringt den Kulturerbegegnern eine Mehrheit von zwei Stimmen. Aber die Entscheidung ist das dennoch nicht.<br />
	<strong><br />
Unrecht des Stärkeren<br />
Arbeitgebermobbing mit Anwaltshilfe</strong><br />
<em>Von Albrecht Kieser	</em><br />
Mi, 30.06.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature<br />
"Den Kündigungsschutz durchbrechen" - mit diesem Versprechen werben bundesweit Anwaltskanzleien. "Nicht alles, was Recht ist", würden sie machen, so eine von ihnen wörtlich, sondern "Arbeitsrecht für Arbeitgeber." Solche Kanzleien bewegen sich hart am Rande der Legalität: Detektive werden in Unternehmen eingeschleust, um Gründe für die fristlose Kündigung eigentlich "unkündbarer" Arbeitnehmer zu konstruieren; befreundete Unternehmen werden beauftragt, unliebsame aber nicht kündbare Arbeitnehmer mit der Zahlung höherer Bezüge abzuwerben und ihnen die neue Stelle dann in der Probezeit zu kündigen, selbstbewusste Betriebsräte werden mit zahllosen Klagen und Kündigungen mürbe gemacht. Arbeitgeber-Mobbing nennt man das und es steht derzeit hoch im Kurs. Auf der Strecke bleiben gedemütigte Arbeitnehmer, eingeschüchterte Betriebsräte und Belegschaften - und ein beschädigtes Arbeitsrecht. Aber es gibt auch Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren!<br />
			<br />
<strong>Ein Schluck Chicha für die Pachamama<br />
Bolivianische Dorfgeschichten</strong><br />
<em>Von Judith Grümmer</em><br />
Fr, 02.07.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature<br />
Fünf Stricknadeln, "cinco palillos" und etwas Wolle öffnen Türen, lösen Zungen, ermöglichen Nähe ohne große Worte. Sieben Monate lebt und arbeitet die Autorin als Freiwillige in Bolivien, paukt die Sprache, entdeckt das Land und bekommt eine ungeahnte Aufgabe: Dorffrauen bitten sie, ihnen das Sockenstricken zu zeigen. Beim gemeinsamen Nadelspiel wird die Beobachterin zur Sammlerin bolivianischer Alltagsgeschichten. <br />
Ein Jahr später hat der Fortschritt neue Straßen, Internet und Mobiltelefon in die abgelegenen Dörfer gebracht. Es wird investiert, gebaut und verbessert. Die Nachfahren der einstigen Sklaven beginnen die Zukunft Boliviens mit ihrem Wahlrecht, durch Schulbildung, Eigeninitiative und Kreativität zu gestalten. <br />
Zukunftsprojekte, wie das mit gestrickten Strümpfen Minijobs zu entwickeln, gibt es viele. Für ihr Gelingen bitten die Dorfältesten in uralten Ritualen mit Kokablätter und Chicha aus vergorenem Mais um die Gunst von Pachamama. Denn die Mutter der Erde bleibt auch in Internetalter die Beschützerin vieler Bolivianer.<br />
				<br />
<strong>Je höher der Zaun, desto besser der Nachbar – Begegnungen in Srebrenica</strong><br />
<em>Von Karla Krause	</em><br />
So, 04.07.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature<br />
15 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica reist Karla Krause in den Ort. In mehreren Episoden erzählt die Autorin von Menschen, die einen neuen Anfang suchen. <br />
 Sie berichtet von Aufbauarbeit, Alltagsbewältigung, schmerzhaften Erinnerungen und dem Warten auf Gerechtigkeit. Der Krieg ist vorbei. Aber in vielen Seelen, so ihr Fazit, hinterlässt er noch immer tiefe Wunden. <br />
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            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-06-25T08:23:30Z</published>
        <updated>2010-06-25T09:16:59Z</updated>
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                <strong>Last Minute<br />
Beschleunigte Zeit - rasender Stillstand</strong><br />
<em>Von Helmut Kopetzky</em><br />
Mi, 23.06.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Das 21. Jahrhundert hat Beschleunigung und "Wachstum" zum Credo des Einzelnen und Daseinszweck der Menschheit erhoben. Dieser akustische Essay mit Reportage-Elementen untersucht die Entwicklungskurve der räumlichen und mentalen Fortbewegung von der "langsamen" Bildungs- und Entdeckungsreise bis zu den Endzeit-Absurditäten heutiger Menschenverschickung.<br />
Auskunft geben Touristen, ein Philosoph, ein Flugbegleiter, der Erfinder der Last-Minute-Reisen, Reisebüro-Kaufleute, eine Feldenkrais-Therapeutin, Globetrotter, Schriftsteller und andere. Die Sendung enthält Ton-Dokumente aus der Geschichte der Fortbewegung bis zum erzwungenen Stillstand im Stau.<br />
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<strong>Das Geheimnis des Waffenschiffes "Faina"</strong><br />
<em>Von Rainer Kahrs</em><br />
Mi, 23.06.2010 | 23.05-24.00 | SWR2 Feature | das ARD radiofeature <br />
Als der ukrainische Frachter "Faina" im Februar 2009 in den Hafen von Mombasa einlief, standen die Seeleute regungslos an der Reling. Vier Monate lang waren sie von somalischen Piraten in Geiselhaft gehalten worden. Dreieinhalb Millionen Dollar hatte ein ukrainischer Oligarch den Piraten gezahlt. Das Bargeld wurde an einer geheimen Stelle von einem Flugzeug ins Meer vor Somalia geworfen. Lösegeld vom reichsten ukrainischen Bürger für die Mannschaft eines Schiffes, das dem stellvertretenden Verkehrsminister der Ukraine gehört. Die Hintergründe der mysteriösen Zahlung wurden pikanterweise von den Piraten aufgedeckt: An Bord hatten sich 33 ukrainische Panzer, 90 Tonnen Kalaschnikows, Raketen und israelische Elektronik befunden, bestimmt für ein Krisengebiet in Afrika. Ein illegales Waffenschiff war enttarnt. Und eine Spur führt nach Deutschland.<br />
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<strong>Capitalism Reloaded<br />
Oder "Sag mir wo mein' Groschen sind"</strong><br />
<em>Von Nicole Paulsen</em><br />
Sa, 26.06.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
Am 15. September 2008 trugen New Yorker Investmentbanker die Reste ihrer Brokerexistenz in braunen Pappkartons aus dem Lehman-Brothers-Gebäude am Times Square. Das Werbedisplay an der Hausfassade wurde inzwischen umprogrammiert von Lehman Brothers auf Barclays Capital, den neuen Eigentümer. Business as usual? <br />
Während die Nachmieter schon wieder Reichtum versprechen, kämpfen die Volkswirtschaften weltweit noch immer mit den Folgen der Finanzkrise. Die Lehman-Pleite war sicher der Auslöser der Krise. Aber was war die Ursache? Eine der etwa 40.000 Lehman-Geschädigten in Deutschland geht der Frage nach. Ein Spiel zwischen Fakten und Fiktion.<br />
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<strong>Hemingways Insel</strong><br />
<em>Von Lorenz Schröter</em><br />
So, 27.06.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Der eine war Schriftsteller. Der andere war Staatsgründer. 1965, vier Jahre nach dem Tod von Ernest Hemingway, warf sein Bruder Leicester einen alten Automotor 15 Kilometer vor Jamaica in die Karibik, befestigte ein Floß daran und erklärte die schwimmende Insel zum Staat "New Atlantis". Er ernannte sich selbst zum Präsidenten, führte eine eigene Währung ein, ließ Briefmarken drucken und plante den Ausbau des 30-Quadratmeter winzigen künstlichen Eilands zu einem Zentrum für Meeresforschung – bis ein Sturm den Staat wegfegte. Sechs Einwohner hatte "New Atlantis": Neben Leicester Hemingway und seiner Frau Doris deren Töchter Hilary und Anne und Julia Cellini und Edward K. Moss. Moss war CIA-Agent, Julia Cellini die Schwester eines Mafia-Boss. Sollte das Floß eine Beobachtungsstation in der Nähe von Fidel Castros Kuba sein? Oder ein Zufluchtsort für die Betreiber von Spielcasinos auf den Bahamas? Oder war es einfach ein völlig verrückter Traum? Lorenz Schröter hat die letzten Atlantis-Bewohner Hilary und Anne Hemingway besucht und sich die Geschichte ihres Vaters und seiner Insel erzählen lassen. Und nicht nur die ...<br />
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-05-27T09:18:31Z</published>
        <updated>2010-05-27T09:21:51Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 31. Mai bis 6. Juni 2010</title>
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                <strong>"Ich muss unbedingt eine Deutsche werden - hat Mama gesagt"<br />
Eine Biografie zwischen Polen und Deutschland</strong><br />
<em>Von Gerit von Leitner</em><br />
Di, 01.06.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
"Ein Polenbengel? Das ist nichts für dich, mein Kind, du bist doch etwas besseres, oder? ... Diese ganze polnische Wirtschaft überall, die müssten erstmal eine ordentliche, eine deutsche Regierung bekommen." Doch das Kind mochte die Menschen, die seine Mutter, die Tanten und die in den Westen geflohenen Verwandten als 'Zerstörer deutscher Kultur' beschimpften. Es lernte, Tabus zu brechen und seiner eigenen Wahrnehmung zu trauen. <br />
Als Erwachsene, 1974, beteiligte sich Britta Wuttke dann anonym an einem Literaturwettbewerb zum Thema "30 Jahre polnisches Pommern". Tagsüber arbeitete sie als Ärztin, nachts schrieb sie wie besessen über ihr Aufwachsen als Deutsche in Polen. Die "Wojwodschaft Szczecin" wollte mit diesem Wettbewerb umgesiedelte Polen ansprechen und keine Deutschen, die nach dem Krieg geblieben waren. Doch Britta Wuttkes Buch wurde berühmt - in Polen.<br />
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<strong>London Calling<br />
Im Geräuschnetz einer Stadt</strong><br />
<em>Von Gaby Hartel und Uta Kornmeier</em><br />
Mi, 02.06.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Dass Städte niemals schlafen, ist bekannt. Je größer und unübersichtlicher, desto vielstimmiger das Dröhnen und Tönen der Megacities. Doch unbemerkt wird der Stadtraum akustisch homogenisiert und verödet. So auch in London. <br />
Seit 2003 arbeitet darum in der dortigen Stadtregierung ein "Referent für Klang": Max Dixon lauscht in die Stadt: Wie klingt Asphalt, wie Stein? Darf und soll man gestalterisch eingreifen und die urbane Geräuschhülle verändern? Auch Künstler, Flaneure und andere Bewohner versuchen, sich den Stadtklang neu anzueignen.<br />
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Fenster zur Welt<br />
Second Life - Per Teleport durchs virtuelle Universum<br />
<em>Von Egon Koch</em><br />
Mi, 02.06.2010 | 22.10-23.15 | SWR2 Feature<br />
Jeder kann sich seinen Avatar erschaffen und abtauchen in ein zweites Leben, das dem ersten verblüffend gleicht. Alles, was man im wirklichen Leben machen kann, ist auch in der dreidimensionalen Internetplattform Second Life möglich. Nach dem Hype 2007 und dem Absturz nach einigen pornografischen Skandalen setzt die in Kalifornien ansässige Betreiberfirma Linden Lab heute mit Erfolg auf Seriosität und Kreativität.<br />
Weltweit sind im Durchschnitt etwa 88.000 Mitglieder gleichzeitig online. Die deutsche Community hat etwas über 70.000 Benutzer. Die virtuelle Landmasse von Second Life ist so groß wie die Fläche des realen Bundeslandes Sachsen.<br />
Wirtschaftsunternehmen, Universitäten, Sprachinstitute, auch Parteien und Politiker sind in dieser zweiten Welt vertreten und nutzen sie zur Selbstdarstellung, zur Wissensvermittlung und zur innerbetrieblichen Kommunikation. Die reale Welt der Wähler, Studenten und Geschäftspartner ist nur einen Mausklick entfernt. <br />
Das Fenster in die Zukunft des Internets und die Tür zum Universum der Gefühle stehen weit offen, aber die Tür zum Kosmos der Körperlichkeit ist und bleibt versperrt.<br />
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<strong>Wehrmachtsjacke und weiße Weste<br />
D-Day-Kämpfe heute</strong><br />
<em>Von Paula Schneider</em><br />
Fr, 04.06.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature<br />
In Zelten schlafen, Regenwache halten. Waffe putzen, keine Krähen schießen! Warten ... ein Einsatz ganz woanders. Herumkommandiert werden, abends Schulung. Soldat sein ist heute auch nicht einfach. Trotzdem machen Leute wie B, Bundeswehroffizier, nach Feierabend weiter. Ein Soldat, der Krieg spielt! Nicht jeder versteht das. Dabei will B's Gruppe wirklich gut spielen. - Historisch präzise, bildend. Politisch korrekt. <br />
Andere Anhänger nachgestellter Schlachten finden es spießig, Hakenkreuze an Ärmeln abzukleben. Der Meinungskampf zwischen jenen, die sich in schneidig schwarzen SS-Jacken zum Spaß gruseln, und B's Kriegsspielern mit den weißen Westen kann hart eskalieren. <br />
Auch in der Normandie will man gut sein. Hat die Nase voll von Sauf- und Knarrencampern, die spätestens seit der US-Erfolgsserie "Band of Brothers" zu jedem Jahrestag der Alliierten Invasion die Küste stürmten. So hat man eine Charta aufgesetzt, streng nicht nur gegen nazideutsche Uniformen. Das so beliebte "D-Day-Reenactment", egal ob lehrbuchgerecht oder bierselig, scheint damit am Originalschauplatz endgültig vorbei zu sein.<br />
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<strong>Geld wird Grün<br />
Kalifornien versucht das Unmögliche: Energiesparen ohne Verzicht</strong><br />
<em>Von Walter Tauber	</em><br />
Sa, 05.06.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature<br />
Kalifornien war schon immer verlockend: 1848 stürmten die Menschen auf der Suche nach Gold an die Pazifik-Küste Amerikas. Später wurde Hollywood zur Glitzerhauptstadt der Welt. In den 1960er Jahren machten die Blumenkinder San Francisco zum Mekka der Hippies. Dann wurde Silicon Valley das Informatik-Zentrum des Planeten. “Wir sind eben etwas Besonderes“, versichert ein Banker ganz ungeniert. Denn heute versucht der US Staat am Pazifik, der alleine die 8. Wirtschaftsmacht der Welt wäre, das scheinbar Unmögliche. Anstelle von Konsumverzicht und “downsizing” investiert Kalifornien “grüne” Gelder in innovative Technologie, um den Klimakollaps zu stoppen. Hotels und Bürohochhäuser drosseln den Energieverbrauch, die ersten elektrischen Sportwagen flitzen über die Autobahnen, und immer mehr Effizienz-Regeln drücken in jedem Haushalt die Stromrechnung. Sonnenkollektoren auf den Dächern, oder auch nur weiße Farbe, um die Klimaanlagen zu entlasten – alles ist hier einen Versuch wert. „Deutschland ist uns zwar in vielen Sachen voraus“, gesteht ein Financier aus Silicon Valley, „aber in Amerika sind wir weit an der Spitze“. Bald auch weltweit? Mit Optimismus und Energie glauben viele Kalifornier der Welt zeigen zu können, wo der Weg in die nachhaltig überlebensfähige Gesellschaft liegt.<br />
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-05-27T09:08:23Z</published>
        <updated>2010-05-27T09:10:45Z</updated>
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                <strong>Die Charta in der Untertasse<br />
Zur Geschichte der UN-Radiohörspiele</strong><br />
<em>Von Christian Blees</em><br />
Di, 24.05.	2010 | 11.05-12.00	| DLF Feature<br />
An ihrem Hauptsitz in New York City produziert das Radio Department der Vereinten Nationen (UN) seit über 60 Jahren ein breites Angebot an Programminhalten. So haben Radiostationen auf der ganzen Welt unter anderem Zugriff auf Nachrichtenclips, Original-Interviews und sogar Übertragungen kompletter Pressekonferenzen, um die Anliegen der UN an ihre eigenen Hörer weiterzugeben. <br />
Was heutzutage kaum noch jemand weiß: Als die UN Ende der 1940er-Jahre ihren Radioservice starteten, versuchten sie ihre Botschaften zu Themen wie Frieden, Sicherheit und Menschenrechten vor allem mit hochkarätig besetzten Hörspielproduktionen zu vermitteln. Zu hören waren unter anderem Stars wie Orson Welles, Alfred Hitchcock oder Audrey Hepburn. <br />
Mit ausgewählten historischen Tonbeispiele und Zeitzeugeninterviews gewährt die Sendung spannende Einblicke in ein weitgehend vergessenes Kapitel globaler Rundfunkgeschichte.<br />
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<strong>Außer Kontrolle<br />
Doping im Fußball</strong><br />
<em>Von Lorenz Rollhäuser	</em><br />
Do, 26.05.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature | das ARD radiofeature<br />
Fußball hat ein Dopingproblem. Aber die Fußballwelt will nichts davon wissen. Wollte noch nie etwas davon wissen. Fußball ist Technik, heißt es da, und Doping verbessert nun mal keine Technik. Vergessen wird, dass Fußball auch Kraft und Ausdauer ist. Und dabei hilft Doping sehr gut. Genau wie bei der Regeneration. Die Meldungen mehren sich zu Fällen, in denen Doping vermutet wird. Vermutet. Und auch nachgewiesen. Bluttransfusionen, Steroide und Kokain sollen verbreitet sein, einige Ampullen Epo oder Cera Wunder wirken. Länger, schneller, weiter. Genau das wollen wir sehen. Nach enormen Verletzungen sind die Spieler erstaunlich schnell wieder auf dem Rasen. Juventus war nur der Anfang, andere Vereine folgen, auch wenn die FIFA davon nichts wissen will und die Profisportler schweigen.<br />
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<strong>Wir nennen es Corporate Song<br />
Von hymnischen Versprechen und magischen Momenten</strong><br />
<em>Von Armin Chodzinski	</em><br />
So, 30.05.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag  <br />
"Hail to the IBM" sangen die Mitarbeiter der International Business Machines Corporation in den 30er-Jahren: eine Hymne auf den Arbeitgeber. Heute singen Angestellte auch in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Deutschland 170 Hymnen von klein- und mittelständischen Unternehmen in Auftrag gegeben. "Wir lieben das Leben und haben die Mittel" tönt es zum Beispiel bei Edeka. Gemeinschaftssingen als Treuebekenntnis und Motivationshilfe? Armin Chodzinski ist Künstler, Dozent und Berater, hat jahrelang im Management gearbeitet und sich in zahlreichen Aktionen mit dem Verhältnis von Kunst und Ökonomie auseinander gesetzt. "Wir nennen es Corporate Song" ist eine Performance Lecture, ein Vortrag als Vorführung vor Publikum. Chodzinski referiert, präsentiert, demonstriert und singt - und lässt mitsingen. Zwischen der Ökonomie des Subjektes und der Sehnsucht nach Gemeinschaft spannt sich ein musikalisches Genre auf, dem man sich viel schwerer entziehen kann als man glaubt.<br />
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        <author>
            <name>Ute Kleiber</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <published>2010-03-26T08:41:49Z</published>
        <updated>2010-03-26T09:24:58Z</updated>
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        <title type="html">Radiotipps für die Woche vom 29. März bis 4. April 2010</title>
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                <strong>Der lange Weg der Sowjetmädchen von Moskau nach Bamako</strong><br />
<em>Von Nicole Marmet</em><br />
Mo, 29.03.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Lena, Oxana, Valentina und Alla erzählen ihre Liebesgeschichten. Sie hatten sich einst in Schwarze verliebt, die in der Sowjetunion studierten. Von einem auf den anderen Tag finden sie sich in Afrika wieder. In der Sowjetunion, im Land der Völkerfreundschaft, war eine solche Liebe nicht vorgesehen. Vier Frauen, die dennoch überzeugt sind, dass die kommunistische Erziehung sie zu starken Frauen gemacht hat, die das afrikanische Leben lieben lernen, das ihnen viel abverlangt. <br />
Vorgestellt und kommentiert werden ihre Erzählungen von einem Griot, einem Sänger, der in afrikanischer Tradition ihre Geschichte besingt.<br />
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<strong>Kalamazoo<br />
Im Staub am Rande der Goldmine</strong><br />
<em>Von Tom Schimmeck</em><br />
Di, 30.03.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Pops wurde 1949 auf dem East Rand geboren, einem Gewimmel von Goldgräberorten im Osten Johannesburgs. Der Vater fuhr Lastwagen, die Mutter schuftete als Hausangestellte. Abends verwandelte sich ihr Wohnzimmer in eine Kneipe, wo Nachbarn debattierten, tranken und tanzten. Der Junge hatte früh Melodien im Ohr. Er wurde Musiker. <br />
Kalamazoo hieß sein Township neben der Goldmine, ein Schmelztiegel der Hautfarben: Zulus und Portugiesen lebten hier, Juden, "Coloureds" und viele Chinesen. Bis die Apartheid sie trennte, das Township abgerissen wurde - und wieder neue entstanden. Noch heute sucht Pops Mohamed hier nach dem Klang seiner Kindheit. Der Bergbau hat die Landschaft zerklüftet, Seen und giftige Halden hinterlassen. Dazwischen leben viele Menschen - in Wellblechhütten die Allerärmsten, in besseren Häuschen jene, die tatsächlich Fortschritt erleben im neuen Südafrika. Pops findet immer noch Spuren des alten, wilden Kalamazoo.<br />
	<br />
<strong>Wachleute, Türsteher, Neonazis<br />
Die private Sicherheitsbranche in Deutschland </strong><br />
<em>Von Michael Weisfeld	</em><br />
Mi, 31.03.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature<br />
Sie durchstreifen die Innenstadt und das Plattenbauviertel. Sie halten Wache in der Notaufnahme des Klinikums, in der Wartezone vom Arbeitsamt, im Asylbewerberheim. Sie kontrollieren die Gäste an der Diskotür. Vor dem Juweliergeschäft stehen sie breitbeinig in schwarzer Kluft mit Pistolen am Gürtel. Unser Reporter hat Sicherheitsleute beim Einsatz begleitet. Die meisten verrichten ihren Job solide – und zu einem Stundenlohn, der sie manchmal zwingt, nebenbei "Hartz IV" zu beantragen. Aber die Branche zieht auch gewaltorientierte Männer an. Einige Firmen sind aus rechtsradikalen Kampfsportvereinen hervorgegangen. Auch organisierte Kriminelle haben im Sicherheitswesen Fuß gefasst. Die Öffentlichkeit nimmt das bisher kaum wahr, die Behörden kontrollieren die boomende Branche nicht ernsthaft und eine politische Debatte über die Gefahren der privaten Sicherheit gibt es nicht - noch nicht.<br />
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<strong>Kafka, Kanzler, und da knackt nichts<br />
Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates</strong><br />
<em>Von Holger Siemann	</em><br />
Sa, 03.04.2010 | 13.05-14.00 | BR2 radioFeature<br />
Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung "Militante Gruppe" stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.<br />
Nach sieben Jahren vergeblicher Bemühung um Aufklärung, nach Hausdurchsuchung und schließlich doch noch erfolgter Verhaftung zieht das Bundesverfassungsgericht eine Grenze. Der zu Unrecht Verdächtigte erhält Akteneinsicht, das Verfahren wird eingestellt. Obwohl die Geheimdienste sich der Aufklärung verweigern, lässt sich die paranoide Geisteshaltung der Ermittler anhand ihrer eigenen Aufzeichnungen nachvollziehen. Ist das ein seltener Glücksfall? Oder ist es ein Unglücksfall - weil alles andere als selten? In Deutschland wird 30-mal mehr abgehört als in den USA.<br />
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<strong>Das Radio hinter den Bergen<br />
Eine reale Seifenoper aus Portugal</strong><br />
<em>Von Nina Gruntkowski	</em><br />
So, 04.04.2001 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Seit 20 Jahren ist der ehemalige Discjockey Tio Joao mit seiner Morgensendung "Hinter den Bergen" im portugiesischen Radio Kult mit dem Gruß: "Bom dia familia". Und er hat mit seinem Gruß recht, denn mit seiner Sendung baute er ein besonderes soziales Netzwerk auf. Eine "Radiofamilie" entstand: Die Sendung gibt vielen in den Dörfern isoliert wohnenden alten Menschen wieder Lebenssinn.<br />
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            <name>Ute Kleiber</name>
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        <published>2010-03-12T08:01:09Z</published>
        <updated>2010-03-12T08:04:23Z</updated>
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                <strong>In langen Schürzen würde man uns nicht beachten<br />
Zivilgesellschaftliche Aufbrüche in der Ukraine</strong><br />
<em>Von Anastasia Vinokurova</em><br />
Di, 16.03.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature<br />
Jeweils am 24. August feiert die Ukraine sich selbst. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde an diesem Tag 1991 die Gründung des unabhängigen demokratischen Staates Ukraine verkündet. Die 24-jährige Kiewerin Anna Hutsol sieht allerdings keinen Grund zum Feiern: "In 18 Jahren entwickelte sich die Ukraine zu einem Staat der Willkür der Machthaber. Für den Rest der Bürger wird weder rechtlicher noch wirtschaftlicher Schutz gewährleistet." <br />
Anna und die im Jahr 2008 von ihr gegründete Fraueninitiative FEMEN kämpfen in erster Linie für die Rechte der ukrainischen Frauen, gegen Prostitution und Sex-Tourismus und ermuntern ihre Mitbürger zum aufrechten Gang. Die Mittel sind einfach, aber wirksam: Mit öffentlichen Performances in sexy Outfits wird Aufmerksamkeit hergestellt und über Missstände in der ukrainischen Gesellschaft aufgeklärt. "In langen Schürzen würde man uns nicht beachten", erklärt Anna. Die Popularität der Gruppe wächst, nach einem Jahr hat FEMEN über 20.000 inoffizielle Mitglieder.<br />
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<strong>Hallo ich bin<br />
Rausch und Rauschen digitaler Persönlichkeiten</strong><br />
<em>Von Paul Paulun und Hartwig Vens</em><br />
Mi, 17.03.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature<br />
Soziale Netzwerke und Dating-Börsen sind zu Alltagsphänomenen im Internet geworden. Und auch wer nicht bei MySpace registriert ist, stößt per Suchmaschine auf sein digitales Profil.<br />
Die Grenze zwischen öffentlich und privat verschiebt sich - und genau das wollten die alternativen Bewegungen der 60er-Jahre, aus denen die Netzkultur hervorging. Kommunikation galt ihnen als Schlüssel zu friedlichem Zusammenleben und gesellschaftlichem Handeln. Was hat sich davon eingelöst?<br />
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<strong>Batterien aus Bolivien<br />
Der Kampf ums Lithium</strong><br />
<em>Von Gaby Weber</em><br />
Mi, 17.03.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature<br />
Klimaschutz ist ein politisches wie wirtschaftliches Thema: Der CO2-Ausstoß soll verringert, die Abhängigkeit vom Erdöl überwunden werden. Weltweit erforscht und fördert die Automobilindustrie die Entwicklung von Elektroautos. Das Hauptproblem dabei sind leistungsfähige Batterien. Und die basieren auf Lithium, einem seltenen Metall. Die Hälfte der weltweiten Lithium-Vorkommen befindet sich in Bolivien, in der Salzwüste Uyuni, in schwindelnder Höhe, schwer erreichbar, ohne eine funktionierende Infrastruktur. Ein begehrter Schatz, den es zu heben gilt. Schon heute diskutieren die Bolivianer, wie sie sich und ihren Reichtum am besten verkaufen. Wer das bolivianische Lithium will, muss mehr als ein paar Glasperlen auf den Tisch legen.<br />
Aber die politischen Verhältnisse im Land schrecken Investoren ab. Den französischen und US-amerikanischen Firmen scheint das Geschäft noch zu risikoreich. Die Russen sind interessiert, ebenso die Brasilianer, deren Erdöl-Raffinerien der sozialistische Präsident Boliviens, Evo Morales, erst vor drei Jahren enteignet hatte. Wer das Geschäft macht, dem gehört die Zukunft.<br />
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<strong>Mister Elshamy<br />
Einmal Khartoum und zurück</strong><br />
<em>Von Günter Kotte</em><br />
Fr, 20.03.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature<br />
Im Alter von 61 Jahren flog Mister Omer Elshamy, der schwarze Barmann aus dem Berliner Restaurant "Gugelhof", nach 29 Jahren nach Hause in den Sudan. Günter Kotte hat den Literaturwissenschaftler und Politologen, der aus einer sehr wohlhabenden und angesehenen Familie stammt, auf dieser Reise begleitet.<br />
Warum hat Omer im Sudan auf eine große Karriere verzichtet, um in Deutschland lieber hinter dem Tresen zu stehen und jeden Gast als "König" zu behandeln - in vier Sprachen? "Ich sehe kein Problem darin, Moslem und Kosmopolit zu sein", sagt Omer.<br />
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Und wenn ich nicht gestorben bin ...<br />
16 Versuche, alt zu werden</strong><br />
<em>Von Claudia Weber	</em><br />
So, 21.03.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag<br />
Wie wird man alt? Alle Welt spricht darüber. In etlichen Talk-Shows und Diskussionsrunden wird beredet, wie man körperlich gesund und geistig rege bleibt. Bücher und Zeitungen liefern tausend Tipps, Ideen, Vorstellungen und Beschreibungen, wie es ist und wie sich das anfühlt, das Alter. Und wie man es am besten angeht, das Nordic-Walking-Wellness-Geistige-Fitness-Glückliche-Reife-Gelassenheits-Altern: die unumkehrbare Veränderung der eigenen lebenden Substanz als Funktion der Zeit. Unumkehrbar und unaufhaltbar. Alle Welt spricht darüber, aber keiner tut was. Jedenfalls nicht frühzeitig. Feature-Autorin Claudia Weber, 33 Jahre jung, hat einen Selbstversuch unternommen: altern mit Plan. Geht das? Ist das in unserer Gesellschaft vorgesehen? Und wie finden es die Alten selbst, wenn da wer Jüngeres kommt, um sich rechtzeitig vorzubereiten und schlau zu machen?<br />
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<strong>Schrebers Garten oder Geschichten von Zäunen</strong><br />
<em>Von Michael Lissek	</em><br />
So, 21.03.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature<br />
Der Ruf des Schrebergartens ist gar nicht gut. Er gilt als letzte Bastion des deutschen Spießbürgers, als muffig und gartenzwergverseucht. Schrebergärten haben von oben betrachtet dieselbe Struktur wie Gefängnisse: Ein langer Gang, Zellen nach links und rechts. <br />
 Liegt man aber im Garten auf den Rücken, wölbt sich der blaue Himmel über einem. Der Schrebergarten – eine Frage der Perspektive? – Das Feature „Schrebers Garten“ erzählt die Geschichte des Kleingartenwesens und Geschichten von Kleingärtnern. <br />
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