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Thursday, March 4. 2010
„Wir haben einen Traum“
Winnenden ein Jahr nach dem 11. März 2009 Von Monika Kursawe Mo, 08.03.2010 | 19.20-20.00 | SWR2 Dschungel Monika Kursawe studiert am Institut Lernradio der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Dort hat sie sich auch mit der Berichterstattung über den Amoklauf in Winnenden beschäftigt. Deshalb war sie während ihres Praktikums in SWR2 Dschungel sofort bereit, nach Winnenden zu gehen, um zu erfahren, wie es den Menschen dort heute geht. Die Bedenken kamen dann erst unmittelbar vor dem ersten Interview: „Auf keinen Fall möchte ich einen Sensationsbericht liefern und ich befürchte, dass die Menschen dort genau das denken und mich deshalb von vorn herein ablehnen, denn mit den Medien haben die Winnender sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem habe ich Angst, dass ich Salz in die noch offenen Wunden streue“. Nachdem Monika Kursawe mit der Leiterin der Albertville-Realschule Astrid Hahn gesprochen hat, mit zwei Schülern, einem Lehrer und mit Hardy Schober vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden sind ihre Befürchtungen der Bewunderung gewichen. Ihre Gesprächspartner haben nicht verlernt, von einer besseren Welt zu träumen: „Nächstenliebe und Gewaltfreiheit; ja, das sind die zwei Hauptbotschaften“, so drücken es die beiden Schüler aus, mit denen Monika Kursawe gesprochen hat. Noch zehn Sekunden Die amerikanische Radiopionierin Elsa Knight Thompson Von Martina Groß Di, 09.03.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature Als kämpferische und umstrittene Journalistin leitete Elsa Knight Thompson vierzehn Jahre lang die Politische Redaktion von KPFA in Berkeley, dem ersten von seinen Hörern bezahlten Radiosender. Ihr Interesse galt gesellschaftlichen Außenseitern, die keine Chance hatten, in den Medien Gehör zu finden. Sie glaubte an Dialog, Meinungsfreiheit und daran, dass es die wichtigste Aufgabe von Journalisten sei, die Hintergünde politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auszuleuchten und die Informationen zu liefern, die die Bürger zur Wahrnehmung ihrer Rechte benötigen. So strahlte KPFA Reportagen von den McCarthy-Prozessen aus, Interviews mit den Black Panthers, Berichte über das Free Speech Movement in Berkeley, die wachsende Gegenkultur in den USA. Die Frau mit der rauchigen Stimme war eine der ersten politischen Radiojournalistinnen. Sie sorgte mit ihren Reportagen und Interviews für heftige Erschütterungen. Sie war mit scharfem Verstand und Witz ausgestattet, galt als kompromisslos, mutig, stur und streitsüchtig. Sie wurde geliebt und gehasst, von Freunden wie Feinden. Und manchmal beides gleichzeitig. Mehrspur. Das Feature mit dem Dokublog Influenza. Das Grippeschwein Von Wolfram Wessels Mi, 10.03.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature Kommt sie nun, die gefürchtete Pandemie, und wie heftig fällt sie aus? Dieses mal möchten wir auf der Internet-Seite www.swr2.de/dokublog Erfahrungen, Recherchen, Kommentare rund um das Thema Grippe sammeln. Wie sinnvoll sind Impfungen, wie sicher die Impfstoffe? Brauchen wir die Pandemie-Warnungen, damit der teuer georderte Impfstoff auch verspritzt werden kann, oder ist die Impfmüdigkeit die größere Gefahr? Wer wird eigentlich wie geschützt? Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Pharmazeuten oder Politiker, es darf auch der Arzt und Apotheker sein. Wir suchen Journalisten, die den politisch-ökonomischen Knoten zu entwirren versuchen: Was ist Panikmache, was Realpolitik - und welche Rolle spielen eigentlich die Medien dabei? Wir suchen aber auch persönliche Erfahrungen im Umgang mit der Grippe. Wenn die Welle (hoffentlich) bereits abgeebbt ist, wollen wir Bilanz ziehen. Wie immer werden die gesendeten Feature und O-Töne angemessen honoriert. "Der Glanz der Sonne selbst" Galileo Galileis Brief an Christine von Lothringen Von Michael Langer Fr, 12.03.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature Galileo Galileis Brief von 1615, hinter dem sich ein Traktat verbirgt, ist ein Schlüsseldokument zur Frage der Beziehung zwischen Wissenschaft und Kirche. Es waren gefährliche Zeiten. Im Jahr 1600 erst hatte man Giordano Bruno verbrannt. Gerade fünfzehn Jahre später vertrat Galilei in seiner "Lettera a Cristina di Lorena" mit erstaunlicher Unerschrockenheit die Emanzipation der neuen, von ihm mitbegründeten Naturwissenschaft gegen alle theologischen und philosophischen Autoritätsansprüche. Theologische Bibelinterpretationen können ihm zufolge niemals wissenschaftliche Hypothesen widerlegen, wohl aber durch solche widerlegt werden. Dieser Brief, mit dem Galilei nichts anderes als die Unabhängigkeit der Wissenschaft und die Freiheit des Denkens erklärte, liegt nun in einer neuen Ausgabe und vollständigen Übersetzung vor. Die Herausgeber Thomas Steinhauser und Michael Titzmann erschließen damit den geistes- und mentalitätsgeschichtlichen Zusammenhang von Christentum und antiker Naturphilosophie, von Renaissance und Genese neuer Naturforschung. Sie schärfen damit aber auch den Blick für gegenwärtige Konflikte in Wissenschaft und Glaubensfragen. Nahtod Grenzerfahrungen Von Mechthild Müser Sa, 13.03.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature Über dem Körper schweben? Klar sehen trotz starker Kurzsichtigkeit? Durch einen dunklen Tunnel ins Licht gehen? Oder in Dunkelheit und Kälte gefangen sein? Das eigene Leben als Zeitraffer-Film anschauen? Hört sich abenteuerlich an, doch Tausende von Menschen berichten von solchen Erlebnissen. Harte Nüsse für Wissenschaftler sind das, die nach Erklärungen suchen, die verstehen und deuten wollen. Denn ihr Instrumentarium für solche Phänomene ist mehr als dürftig. Als vor 35 Jahren die ersten Schilderungen von Nahtoderlebnissen aus den USA nach Europa schwappten, glaubten viele, damit sei der Beweis für ein Leben nach dem Tod erbracht. Im Sterben trenne sich das Bewusstsein oder die Seele vom Körper, um von da an ohne die lästige Hülle zu neuen Ufern aufzubrechen. Schnell regte sich Widerspruch: die Menschen seien ja nicht wirklich, sondern nur fast tot gewesen, es handele sich um traumähnliche Einbildungen, die Berichte seien nicht nachgeprüft worden. Hieß es zunächst, Erlebnisse in Todesnähe wiesen sämtlich die gleichen Elemente auf, spricht eine breit angelegte Studie von deutlichen kulturellen Unterschieden. Viele Fragen, wenig Antworten. Produziert das Gehirn das Bewusstsein oder ist es nur Empfänger? Naturwissenschaftler begeben sich ungern in Gefilde, die ihnen dubios erscheinen, bei manchen siegt dennoch die Neugier. Einzelne Mediziner suchten nach biologischen Ursachen und schickten Probanden unter Sauerstoffentzug in kurze Ohnmachten; Herzspezialisten sammelten Berichte von Infarktpatienten, die sie wiederbelebt hatten; Gehirnforscher reizten Scheitellappen. Was fanden sie heraus? Und welche Konsequenzen lassen sich ziehen? Vom Königstraum zur Massenware Der Porzellankrimi Von Gabi Schlag So, 14.03.2010 | 14.05-15.00 | SWR2 Feature am Sonntag Durchscheinend und kostbar! Im Dezember 1707 präsentieren der Chemiker Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und sein Laborant Böttger dem Kurfürsten August dem Starken ein Kännchen aus weißem Porzellan. Der Kurfürst verspricht den Entdeckern des Porzellans, das auch weißes Gold genannt wird, viel Ruhm und Ehre und noch mehr Geld. Doch Ehrenfried Walther von Tschirnhaus stirbt im Oktober 1708 an der roten Ruhr und der Laborant Johann Friedrich Böttger erbt Ruhm und Ehre der Entdeckung und wird zum Erbauer der königlich sächsischen Porzellanmanufaktur Meißen. Doch vor einigen Jahren hat der Nachfahre des Chemikers von Tschirnhaus, Christof von Tschirnhaus bewiesen, dass es in Wirklichkeit Tschirnhaus war, der das weiße Gold in Europa gefunden hatte. Die Schul- und Geschichtsbücher mussten daraufhin umgeschrieben werden. Anlässlich von 300 Jahren europäischem Porzellan, dem Geburtstag der Porzellanmanufaktur, erzählt Gabi Schlag die spannende Geschichte von der Erfindung des weißen Goldes in Europa bis zum fast vollständigen Niedergang der Porzellanindustrie in den späten 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Und der Krimi geht weiter: Während die Porzellanindustrie allgemein am Boden liegt, Hunderte von Patentanwälten auf der Frankfurter Konsummesse nach chinesischen Plagiaten fahnden, will der neue Marketingchef von Meißen, das schon lang nicht mehr hippe Porzellan wieder zur Luxusmarke aufbauen. Wird dieser Plan gelingen? „Ich habe doch nichts zu verbergen“ Vom Umgang mit unseren Daten Von Beate und Stefan Becker So, 14.03.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature Die digitale Technik hat unseren Alltag rasant verändert: Wir kaufen mit Kundenkarten, surfen im Internet, telefonieren mit dem Handy, werden von Überwachungskameras erfasst und lassen uns von Navigationssystemen leiten. Überall hinterlassen wir Daten, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Diese Daten werden gesammelt, gespeichert, ausgewertet, genutzt. Die Autoren fragen, wie viel Privatsphäre uns da noch bleibt. Trackbacks
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