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Friday, February 26. 2010
Freiwerdende Gebiete
Schrumpfen als Chance Von Anselm Weidner Di, 02.03.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature In 40 Jahren werden zehn Millionen weniger Menschen in Deutschland leben; der Osten Deutschlands hat schon seit dem Mauerfall über zwei Millionen Menschen verloren. Leerwerdende Regionen, verlassene Dörfer in Vorpommern, in Brandenburg, ebenso wie in Südost-Niedersachsen oder Nordhessen: In den Zeiten des Abschieds vom Wachstum entstehen hierzulande immer ungleichere Lebensverhältnisse in immer disparateren Räumen. Wenn schließlich irgendwo ein Zigarettenautomat als letztes Relikt der öffentlichen Versorgung steht, kann man darüber klagen oder wie die "Raumpioniere" in Ost und West, von denen Anselm Weidner berichtet, "schrumpfende Regionen" als "frei werdende Gebiete" für neue Ideen, Projekte und Lebensweisen nutzen. Hark! The acoustic world of Elizabethan England Von Chris Brookes, Paolo Pietropaolo und Alan Hall Mi, 03.03.2010 | 00.05-1.00 | DR Kultur Feature "Alle Klänge, die jemals ertönt sind, sind immer noch da. Wenn wir das richtige Empfangsgerät hätten, könnten wir immer noch Shakespeare hören, wie er selbst den Hamlet spielt". So beginnt eine akustische Reise 400 Jahre in die Vergangenheit. Da das Empfangsgerät fehlte, näherten sich die Autoren der Klangwelt des elisabethanischen England auf Umwegen. Sie besuchten den Geräuschemacher eines Historienfilms, stiegen auf Glockentürme in London und entdeckten Spuren von Alltagsgeräuschen in altenglischer Musik. "Hark!" war Gewinner des Prix Marulic 2009. Wir senden das Feature mit kurzer Einführung im englischsprachigen Original. Im Zeichen der Schnecke Die französische Decroissance-Bewegung Von Nina Rotfels Mi, 03.03.2010 | 22.05-23.00 | SWR2 Feature Eine Welt ohne Wirtschaftswachstum? Für Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler weit und breit ist das undenkbar. Ein Grüppchen engagierter Franzosen ist jedoch überzeugt, dass es auch ohne geht! Dass dieser Wachstumsglaube nichts weiter sei als ein "idiotischer Mythos". Das sagte jedenfalls ein französischer Abgeordneter, der aber in der Nationalversammlung mit seinen Thesen noch ganz allein dasteht: Noch tummeln sich die "Wachstumsverweigerer", wie sie sich kämpferisch nennen, nicht in den oberen Sphären der Politik. Sie wirken im Untergrund, publizieren bissige Zeitschriften, diskutieren auf Sommercamps über "la décroissance", die "Schrumpfung", philosophieren in den Hörsälen der Republik. Es ist eine lose organisierte, heterogene Bewegung, die sich gerne streitet, aber in einem Punkt einig ist: Ohne Wachstum wären wir solidarischer, stressfreier und glücklicher und hätten eine Chance, auch weiterhin auf unserem Planeten leben zu können. Antigone oder Nachhilfeunterricht für eine Deutschlehrerin Von Ricarda Bethke Fr, 05.03.2010 | 20.10-21.00 | DLF Feature Erst Jahre nach dem Mauerfall begreift die Autorin, einst Literaturlehrerin in der DDR, die Zusammenhänge zwischen ihrem Unterricht zur "Antigone" des Sophokles und dem Schicksal einer ihrer Schülerinnen, die damals auffällig aus ihrer sonstigen Reserve hervortrat. Eike S. hat ihre ehemalige Lehrerin nach 1990 mehrmals besucht. In intensiven Gesprächen wurde nun klar, warum der Antigone-Unterricht so große Bedeutung für sie hatte und welche schrecklichen persönlichen Erfahrungen der Konflikt zwischen Staatsgehorsam und Familienliebe in ihr wachrief. Nachhilfe erhält nun also die Lehrerin in Dingen, die genau zu wissen sie einst vermied. Dabei stellen sich tragische Verbindungen heraus zwischen einem der letzten vollstreckten Todesurteile der DDR-Justiz und der über Jahre in DDR-Gefängnissen verschwundenen Mutter der Schülerin. Im Sommer 1980 wurde der sogenannte "Rote Admiral" wegen Geheimnisverrats erschossen. Christa Karin S. wurde 1979 wegen der gemeinsamen Vorbereitung zur Flucht zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Stell dir vor, es ist Krieg ... Die Deutschen und Afghanistan Von Erich Reißig Sa, 06.03.2010 | 14.05-15.00 | BR2 radioFeature „Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Diese Position des ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck entfachte heftige Debatten. In letzter Konsequenz führte sie dazu, dass der Bundestag Ende 2001 den Weg frei machte für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Ihr Auftrag: friedenserhaltende und -sichernde Maßnahmen, der Wiederaufbau des Landes nach dem Ende des Taliban-Regimes. Doch die Sicherheitslage im Land am Hindukusch ist heute schlechter als zu Beginn des Einsatzes, die Bundeswehr wird in den Augen der Afghanen mehr und mehr vom Aufbauhelfer und Beschützer zum Besatzer. Deutsche Soldatinnen und Soldaten werden in kriegerische Handlungen verwickelt oder müssen sich - wie beim Fall Kundus - für Angriffe verteidigen und entschuldigen. Eine Perspektive, wie Afghanistan befriedet werden und der Abzug der ausländischen Truppen möglich werden könnte, ist nicht in Sicht. Im Spannungsfeld von Politik, Öffentlichkeit und Einsatzalltag sehen sich die Soldaten allein gelassen. Seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan sind mehr als 30 Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Nicht wenige kehren schwer traumatisiert nach Hause zurück. In der Sendung erzählen Soldatinnen und Soldaten von ihren Erfahrungen und ihren Gefühlen beim Einsatz in Afghanistan. Angehörige, Ärzte, Psychologen und Beobachter kommen zu Wort und geben Einblick in Alltag und Geschehen bundesrepublikanischer Realität abseits der Normalität. Der lange Weg der Sowjetmädchen von Moskau nach Bamako Von Nicole Marmet Sa, 06.03.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature Lena, Oxana, Valentina und Alla erzählen ihre Liebesgeschichten. Sie hatten sich einst in Schwarze verliebt, die in der Sowjetunion studierten. Von einem auf den anderen Tag finden sie sich in Afrika wieder. In der Sowjetunion, im Land der Völkerfreundschaft, war eine solche Liebe nicht vorgesehen. Vier Frauen, die dennoch überzeugt sind, dass die kommunistische Erziehung sie zu starken Frauen gemacht hat, die das afrikanische Leben lieben lernen, das ihnen viel abverlangt. Vorgestellt und kommentiert werden ihre Erzählungen von einem Griot, einem Sänger, der in afrikanischer Tradition ihre Geschichte besingt. Gisèle Freund – Eine Fotografin im Land der Gesichter Von Daniel Guthmann So, 07.03.2010 | 18.05-19.00 | hr2-kultur | Feature Als die 1908 in Berlin geborene Gisèle Freund im März des Jahres 2000 in ihrer Wahlheimat Paris verstarb, nahm man Abschied von einer bedeutenden Fotografin und Soziologin, die durch ihr bewegtes Leben zu den großen Frauen des 20. Jahrhunderts zählt. Gisèle Freund emigrierte als jüdische Kommunistin aus Nazi-Deutschland und begann im Paris der 1930er Jahre ihre Laufbahn als Fotografin. Sie veröffentlichte erstklassige Reportagen, aber den ganz großen Ruhm erntete sie durch ihre Porträtfotografie. Trackbacks
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