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Thursday, February 11. 2010
Kostenloser Hörfunk Download:
Das das aktuelle Hörspiel „Die Beseitigung“ auf www.einslive.de ist für einen Monat zum freien Download verfügbar:http://www.einslive.de/sendungen/plan_b/soundstories/2010/02/soundstories_100202.jsp Die Geschichte: Christoph Link ist entsetzt: Die große Liebe seines besten Freundes Hans entpuppt sich als fremde Spezies, als eine grausig-schaurige Bestie. Und Hans ist vor Liebe blind, sieht in dem schlecht verkleideten Monster weiterhin seine Traumfrau. Christoph muss etwas unternehmen. Doch bei dem Versuch, das Wesen unschädlich zu machen, wird er verletzt und muss sich daraufhin einer Magnetresonanz-Tomographie unterziehen. Mit schrecklichen Folgen: Als er wieder aus der Röhre herauskommt, ist nichts mehr wie zuvor. Ein fremder Name im Ausweis, man trachtet ihm nach dem Leben, und das vertraute Wuppertal ist von der Landkarte radiert. Leidet Christoph Link an Realitätsverlust - oder ist er tatsächlich das Opfer einer gefährlichen Kreatur aus einer anderen Dimension? Der Autor: Eugen Egner, geboren 1951, preisgekrönter Meister des Grotesken (Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2003). Lebt in Wuppertal, wo er abgründige Geschichten und Zeichnungen anfertigt, u.a. für die Zeitschrift "Titanic". Für den WDR schrieb er bereits mehrere Hörspiele, zuletzt "Olga La Fong" (2008). Die Links zum Download und die Ankündigung der nächsten Downloads finden Sie hier: http://www.einslive.de/sendungen/plan_b/soundstories/download.jsp Sender am Ende der Welt Radio Neuschwabenland im Indischen Ozean Von Udo Zindel Di, 16.02.2010 | 8.30-9.00 | SWR2 Wissen Desolation Island – Insel der Verlassenheit – nannte James Cook das scheinbar öde, menschenleere Eiland, auf das er im Jahre 1776 zwischen Südafrika und Australien stieß. Doch schon wenige Jahre nach seiner Entdeckung war es mit der Einsamkeit vorbei: Hunderte von Robben- und Walfangschiffen liefen Desolation Island an. Mitte des 19. Jahrhunderts fasste ausgerechnet hier, wie durch ein Wunder, eine vitale Kolonie von Auslandsschwaben Fuß. Heute betreiben die etwa 750 Menschen neben Fischfang und spezialisierter Landwirtschaft auch einen kleinen Radiosender, Tausende von Seemeilen vom nächsten Festland. "Radio Neuschwabenland" ist das südlichste Bürgerradio der Welt, und, wie der Chefredakteur und einzige festangestellte Mitarbeiter versichert, das "mit Abstand" beste weit und breit. Mord unter Genossen Der Krimi in der DDR Von Ralph Gerstenberg und Carsten Würmann Di, 16.02.2010 | 19.15-20.00 | DLF Feature Ideologisch war der Fall klar: In einer sozialistischen Gesellschaft ist Kriminalität zum Absterben verurteilt. Schlechte Zeiten also für den Krimi in der DDR - theoretisch. Praktisch gab es kaum ein erfolgreicheres Produkt aus der heimischen Kulturproduktion: Erstauflagen der "Die-Taschenbuch-Reihe" von 100.000 waren bereits am Tag ihrer Auslieferung vergriffen, der "Polizeiruf 110" im DDR-Fernsehen erreichte Traumquoten von weit über 60 Prozent. Populär waren diese Krimis vor allem, weil sie bei der Aufklärung der Verbrechen einen realsozialistischen Alltag offenbarten, den das Publikum als seinen eigenen wiedererkannte. Und das schloss gesellschaftliche Unzulänglichkeiten mit ein, die in den offiziellen Selbstdarstellungen des Systems keinen Platz hatten: Wohnungsknappheit, Alkoholismus, soziale Vereinsamung, Mangelwirtschaft im Alltag und der Missbrauch von Amts- und Leitungspositionen. Die Fahndung nach den Tätern führte in Milieus, die nicht allein durch individuelles Fehlverhalten geprägt waren, die Verbrechen verwiesen auf strukturelle Defizite. Sag doch einfach "Hallo" Oder: Speed Dating – Üben für den Ernstfall Von Katrin Moll Sa, 20.02.2010 | 18.05-19.00 | DR Kultur Feature "Up, down, next person and keep going!" Zehn Männer und zehn Frauen zwischen 28 und 38 sitzen sich in einer Bar gegenüber. Sie haben es satt, auf ihre große Liebe zu warten: im Supermarkt um die Ecke, in der U-Bahn, im Museum. Überall. Irgendwo. Deshalb nehmen sie ihr Schicksal jetzt selbst in die Hand: beim Speed Dating. Die Aufregung ist groß und die Ansprüche an den potentiellen Partner sind riesig. Sieben Minuten Zeit haben sie, um sich darzustellen und ihr Gegenüber auf Lebenspartnertauglichkeit zu prüfen. Faktorenanalyse: "Willst du Kinder?", "Stehst du auf Alphatiere?" Hat der romantische Blitz, der zwei Menschen trifft, da noch eine Chance? Aber, kennen Sie jemanden, der seinen Partner beim Einkaufen kennen gelernt hat? Oder in der U-Bahn? "Nach mir die Sintflut!" Von Nachlässen, Vorlässen und der Kunst des Loslassens Von Carmen Winklmüller Sa, 20.02.2010 | 14.05-1500 | BR2 radioFeature Sie erinnert sich noch ganz genau daran, wie sie sich als Kind geärgert hat, als ihr eine Freundin ins Poesiealbum schrieb: „Was du ererbt von Deinen Vätern…, erwirb es, um es zu besitzen!“ Dass sie den Goethe-Spruch damals als eine drohende Verpflichtung empfand, war womöglich eine Vorahnung: Auf Anka Kröhnke lastet ein riesiges Erbe, mehr als 1500 Bilder aus 3 Generationen ihrer Künstlerfamilie, alles möchte sie bewahren und - mehr noch - sichtbar machen. Ihr eigenes Werk hat die Tapisserie-Künstlerin dabei in den Hintergrund gestellt, mit all ihrer Kraft hat sie in einem kleinen Ort an der Ostsee in einer ehemaligen Fabrikhalle ein Kunsthaus eingerichtet. Andere verschwenden keinen Gedanken an das Danach. Franziska G. pflegte als weit über 90-Jährige immer zu sagen: „Nach mir die Sintflut“ und weigerte sich beharrlich, ihre kostbare Bücherei, die Biedermeierstühle und den Designer-Glastisch irgendjemandem zuzusprechen. Da die kinderlose Dame eine Sammlerin war, glich ihre Wohnung einer Wunderkammer. Nach ihrem Ableben bildete sich ein kleiner Freundeskreis, der sich um die Dinge kümmerte, aber immer wieder ratlos war, immer wieder wurde diskutiert, was denn nun „im Sinne“ von Franziska G. sei, ein Freund erfand das Bonmot, dass aus der Sintflut eine wahre Sinnflut würde. Etliche Bibliotheken freuten sich, mehrere Archive, Museen, gemeinnützige Vereine und der Hausmeister. Vielleicht steckte hinter der starren Weigerung von Franziska G. auch die Angst, sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen zu müssen? „Nach mir die Sintflut“ ist keine gute Einstellung, sagt Binette Schröder. Die Kinderbuch-Illustratorin hat ihren „Vorlass“ bereits der Internationalen Jugendbibliothek. Ist doch schön, wenn man davon selber noch was hat, sagt sie. Ohnehin ist die weit bessere Erkenntnis: „Geben muss man mit der warmen Hand“. Straßenmusik in Deutschland Von Kurt Kreiler So, 21.02.2010 14.05-15.00 SWR2 Feature am Sonntag Das Didgeridoo in der Frankfurter Fußgängerzone, klassisches Akkordeon im Pavillon des Münchner Hofgartens, die sibirische Säge in Köln: das Unwiederholbare, das sich mit wechselnder Besetzung Jahr für Jahr wiederholt. All diese Wandervirtuosen und Fantasten bringen frischen Wind in den Alltag. Oft kommen sie von weit her, spielen, ob es heiß ist oder kalt: für sich selbst und für andere, beachtet oder unbeachtet, von Ordnungskräften wachsam beäugt. Eine Schilderung deutscher Wirklichkeit aus der Sicht der Musikanten und Lebensspieler: begleitet von ihrer Musik. Vom Kunstmaler zum Rundfunkverbrecher Von Sabine Weber So, 21.02.2010 18.05-19.00 hr2-kultur | Feature An einem Februartag mitten im Zweiten Weltkrieg wurden in Gießen Betriebsfeste angeordnet, und die Kinder hatten schulfrei. Anlass war die Vollstreckung der Todesstrafe an dem bekannten Landschaftsmaler Heinrich Will. Sein Verbrechen: das Hören ausländischer Rundfunksender. Die Autorin geht dem Leben des Malers nach, der sich vom Befürworter zum entschiedenen Gegner des NS-Regimes wandelte. Trackbacks
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