Warum eigentlich Medien?

Abschiedsvorlesung an der Universität Tübingen
(2. Februar 2017)

 

1       Eine Zeitungsmeldung aus dem Jahr 1863

Vor einem guten Jahr saßen wir an der irischen Westküste zusammen mit einem Urenkel von Thomas Crosbie. Er erzählte uns die Geschichte von seinem Großvater, einem Pionier des modernen Journalismus.

The Times (London), 3. 12. 1863

Thomas Crosbie gab in Cork den Irish Examiner heraus, damals noch Cork Examiner. Crosbie hatte mit 15 Jahren angefangen, bei der Zeitung zu arbeiten. Und er hatte eine gute Reporternase.

Nun ist Cork nicht gerade der Nabel der Welt. Aber vor Cork lag einer der wichtigsten transatlantischen Häfen Irlands. Immer, wenn eines der großen Passagierschiffe aus Amerika im Hafen einlief, fuhr er ihm mit seinem kleinen Ruderboot entgegen. Und dann fragte er die Passagiere, die über die Reling hingen, nach frischen Nachrichten aus der Neuen Welt. Meist bekam er auch eine aktuelle Zeitung, d.h., eine, die aktuell gewesen war, als das Schiff in den USA ablegte, zwei Wochen zuvor.

Weil Schiffe aus Amerika die irische Westküste Stunden und Tage als andere europäische Häfen erreichten, hatte Crosbie einen Vorsprung auf alle anderen Nachrichtenredaktionen. Schon früh hatte er ein Abkommen mit der Londoner Times geschlossen, dass er ihr Neuigkeiten durchtelegrafierte.[1]

Am 2. Dezember 1863 bekam Crosbie ein Exemplar der New York Times in die Hand. Hauptthema war damals der amerikanische Bürgerkrieg. In der aktuellen Nummer (vom 20. November 1863) wurde berichtet, dass beim ehemaligen Schlachtfeld von Gettysburg eine nationale Gedächtnisstätte für die Opfer errichtet worden war. Es war eine blutige Schlacht gewesen; rückblickend wird sie von vielen als ein Wendepunkt des Kriegs angesehen. Bei der Gedenkfeier am 19. November 1863 hielt Präsident Lincoln die Ansprache, die mittlerweile als Gettysburg Address weltberühmt ist. In nur zehn Sätzen definiert sie den Bürgerkrieg als Testfall für die Freiheit und Gleichbehandlung, die in der Verfassung allen Menschen zugesichert ist. Sie schließt mit der inzwischen sprichwörtlichen Aufforderung, dafür zu sorgen, dass die Regierungsform „aus dem Volk, durch das Volk und für das Volk“ (of the people, by the people and for the people) nicht untergehen möge.

Lincoln wollte in einer politisch schwierigen Zeit dem öffentlichen Diskurs einen neuen Impuls geben. Er bewertete den Bürgerkrieg und beschwor die Werte und die Einheit der Nation. Zudem definierte er Zweck und Substanz der amerikanischen Demokratie in einer pointierten Formulierung, die bis heute nachwirkt – nicht nur in den USA.[2]

Vielleicht wäre das auch ganz anders gelaufen, wenn nicht die Medien gewesen wären, die den Text unmittelbar aufnahmen und verbreiteten.

2       Medien sind Orte des politischen Diskurses

Publizistische Medien sind Orte des öffentlichen Diskurses. Sie bieten demokratischen Gesellschaften die Möglichkeit, zusammen zu kommen, Informationen auszutauschen, zu beratschlagen, eben: den Diskurs zu führen.

In den Emmentaler Dörfern, die Jeremias Gotthelf in der Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb, reichte für diese Art Kommunikation eine Gemeindeversammlung aus. Man nehme den Roman Die Käserei in der Vehfreude in die Hand – schon auf den ersten Seiten kommen die Männer des Dorfes aus der Gemeindeversammlung und haben als nächste schwere Aufgabe, „mit aller Besonnenheit vor ihre Weiber zu treten“, um ihnen zu berichten, was sie wieder verbockt hatten.[3]

Aber für Gemeinschaften, die größer sind als ein Emmentaler Dorf, sind publizistische Medien, zum Beispiel die Zeitung, erfunden worden. In dieser Art des Diskurses haben sich verschiedene Rollen ausgebildet:

  • die Rolle des Publikums,
  • die Rolle des Journalisten
  • und die Rolle derjenigen, über die berichtet wird, z.B. die politischen Akteure.

Die Abgrenzung dieser Gruppen und ihre Zusammenarbeit hat meine Arbeit immer bestimmt. Ich habe auch mit all diesen Gruppen praktisch gearbeitet: in der Journalistenausbildung, in der Medienerziehung junger Menschen und eine Zeitlang auch in der Fortbildung von Vertretern von Wirtschaft und Politik, die sich auf ihre Auftritte in den Medien vorbereiteten.[4]

Deshalb interessieren mich auch bei solchen historischen Beispielen zunächst die Suchstrategien der Journalisten und die Verfahren der Politiker, diesen Suchstrategien entgegen zu kommen. Dies führte schon zu Lincolns Zeiten zu einem gewissen Maß an Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Wie ging das jetzt bei Lincoln? Einem Präsidenten der USA ist zwar eine gewisse Aufmerksamkeit garantiert; aber es war gar nicht vorgesehen, dass an der Gedenkfeier gerade sein Beitrag alles überstrahlen sollte. Er war vor allem als Symbolträger eingeladen. Er sollte den formellen Akt der Weihe des Ehrenfriedhofs vollziehen. Als Hauptredner dagegen hatte man einen verdienten Politiker, Harvard-Professor (und Doktor der Universität Göttingen), Edward Everett, benannt. Er war als Redner allseits geschätzt und sprach vor Lincoln. Er analysierte die Schlacht und den Krieg und stellte sie in einen weiten militärhistorischen Zusammenhang, der bis in die griechische Antike führte. Er sprach zwei Stunden. Viele Anwesende verspürten in der Zwischenzeit Bewegungsdrang und begannen auf dem Schlachtfeld herumzuwandern.

Als Lincoln sprach, werden das viele gar nicht richtig mitbekommen haben. Dass die Rede nur zwei Minuten dauerte, irritierte viele. Und man kann auch damit rechnen, dass viele der 15.000 Zuhörer Lincoln zwar gesehen, aber auf dem offenen Gelände nicht verstanden haben. Auch Lincoln selber zeigte sich eher verunsichert über die unmittelbare Wirkung seiner Rede.

Da standen sich also eine akademische Rede von zwei Stunden und Lincolns Ansprache von zwei Minuten gegenüber. Aber zum Glück waren da noch Journalisten im Publikum.[5] Wieder spielte ein junger Journalist eine wichtige Rolle: Joseph Gilbert, Mitarbeiter des „Harrisburg Evening Telegraph“ und Stenograf im Parlament von Pennsylvania. Er hatte sich frühzeitig einen Platz in der Nähe des Podiums ergattert. Er schrieb mit, und was er nicht notiert hatte, ergänzte er anhand des Manuskripts, das ihm Lincoln auslieh. Dann telegrafierte er einen Bericht an die Associated Press und fügte die Rede als Zitat in seinen Text ein. Zu den Abnehmern der Agentur gehörte die New York Times. Mindestens ein Exemplar trat dann, wie wir wissen, eine lange Schiffsreise nach Irland an.

Dem langen Vortrag des Hauptredners ging es weniger gut. Dieser konnte in der kurzen Zeit nicht zusammengefasst und schon gar nicht auf den Punkt gebracht werden. Deshalb hieß es darüber anderntags nur kurz und knapp: “Mr Everett hielt eine lange Rede , in der er die Ereignisse des Feldzugs rekapitulierte, der mit der Schlacht von Gettysburg endete.“[6]

Wenn es Lincoln darum ging, weniger die Anwesenden und mehr das nationale und internationale Medienpublikum anzusprechen, dann war das die richtige Entscheidung gewesen: eine markante Rede zu halten, die so kurz ist, dass sie problemlos in voller Länge von den Zeitungen abgedruckt, kommentiert und zur Diskussion gestellt werden konnte. Es kam der Suchstrategie der Journalisten entgegen, die zum einen den Überblick über die Rede behalten und zum anderen etwas zum Zitieren haben wollten.

Etwas allgemeiner gesagt, bestand die journalistische Kompetenz darin, die Rede in ihrem Kontext einzuordnen; das Thema zu erfassen; Zitate auszuwählen und sie korrekt in den eigenen Text einzubauen; schließlich die Argumente des Redners mit anderen Argumenten zu kontrastieren. Traditioneller Journalismus versteht die Äußerungen des politischen Redners als Teil einer Debatte und er präsentiert sie so, dass sie für eine Fortsetzung dieser Debatte anschlussfähig sind.

Die Aufgabe der Politiker dagegen war, diese Kompetenz ernst zu nehmen: mit einem Journalisten zu rechnen, der Reden genau so gut analysieren wie er sie konzipieren kann. Und damit, dass seine Argumente in einen Raum der offenen Diskussion getragen werden, als ein Beitrag zur einer übergeordneten Debatte.

3       Konfektioniert: Der O-Ton

So viel als Einblick in eine Form des öffentlichen Diskurses zu einer Zeit, als das wichtigste Massenmedium die Zeitung war.

Dann kam das Radio. Dann kam das Fernsehen. Hundert Jahre später war die Herausforderung für beide Seiten, politische Akteure und Journalisten, schon ganz anders. Die elektronischen Medien entwickelten Sendeformen, die die aktuellen Nachrichten auf kurze Meldungen reduzierten, in linearer Abfolge und in gesprochener Form. Die Auftritte der Politiker konnten auf Tonband, später auf Video mitgeschnitten werden. Dies erlaubte es, aus einer Rede wörtlich zu zitieren, in Ton und Bild. 20 Sekunden reichen gut aus um nicht nur den Wortlaut, sondern auch die Stimme und die Stimmung der Veranstaltung zu dokumentieren: „Originalton“ oder „O-Ton“.

Die veränderte journalistische Arbeitsweise illustriert eine Praxis, die ich in den späten 1970er-Jahren im Bundeshaus in Bern kennengelernt habe, da, wo die Kollegen von Parlamentsdebatten berichteten.

Sie können sich die Situation vorstellen: Während der Session folgen sich die Reden vom Morgen bis zum Abend. Und gegen 18 Uhr sollte man ein paar knackige Zitate haben (die in der schweizerischen Politik damals sowieso nicht so dicht gestreut waren). Also fädelt man ein großes Tonband in eine geduldige Maschine. In langsamer Geschwindigkeit bewegt sich das Band am Tonkopf vorbei, und am Schluss hat man ein vollbespieltes Band vor sich. Was man zitieren möchte, ist irgendwo da drauf.

Wie findet man da einen Satz, von 20 Sekunden Länge, der sich als O-Ton eignet? – Die Lösung der Berner Techniker fand ich genial. Man hatte ja Stereotechnik. Um eine Rede aufzunehmen, brauchte man nur eine der beiden Spurren. Die andere aber war mit dem Telefon verbunden. Dieses lieferte auf der Nummer 161 tagein, tagaus die „Sprechende Uhr“ mit ihrer Zeitansage. Die Journalisten brauchten sich also nur noch zu notieren, wann der unsterbliche Satz gefallen war. Später spulten sie das Band so weit, bis es auf der zweiten Spur hieß: „Beim dritten Ton ist es genau 15 Uhr sieben Minuten, zehn Sekunden“ – und sie hatten ihren O-Ton.

Ein Politiker, der der Jagd nach O-Tönen entgegenkommen will, braucht nun eine Rede nicht mehr als eine runde Komposition zu präsentieren. Er konzentriert sich vielmehr auf Passagen, aus denen sich geeignete Zitate herausfischen lassen.[7] Von Journalistinnen und Journalisten aber sollte im Zeitalter des O-Tons erwartet werden, dass sie nicht nur auf O-Töne lauern, sondern sie im Kontext der ursprünglichen Rede zu beurteilen verstehen, die ihre eigene Gattung hat, eine inhaltliche Entwicklung, eine Argumentationsstruktur, von den fachlichen Hintergrundinformationen ganz zu schweigen. Die Aufgabe ist um so anspruchsvoller, je bereitwilliger ihnen angeboten wird, was sie zu zitieren haben.

Es gibt berühmte Beispiele dafür, wie Politiker dieser Suchstrategie entgegenkommen. In drastischen Fällen konstruieren sie zuerst die unsterblichen Sätze. In zweiter Linie basteln sie eine passende Rede drum herum. In glücklicheren Momenten ergeben sich die O-Töne organisch aus dem Zusammenhang. Gut aufgegangen ist die Rechnung – 100 Jahre nach Lincoln – für John F. Kennedy, der seinen Satz „Ich bin ein Berliner“ so geschickt in seine Rede einbaute, so dass sie seine Abrechnung mit dem Kommunismus in nuce enthielt.

In anderen Fällen blieb der Slogan isoliert und ohne Kraft. So war Bill Clinton bei seiner zweiten Amtseinführung recht erfolglos mit seiner Hauptaussage:„Lasst uns eine Brücke zum 21. Jahrhundert bauen.“ Ihm wurde gerade vorgeworfen, dass die schöne Metapher in keinen überzeugenden Kontext eingebaut war.[8]

Und als Ronald Reagan im Frühjahr 1983 kurz hintereinander in einer Rede das „Reichs des Bösen“ heraufbeschworen und in der anderen die Vision entwickelt hatte, feindliche Raketen im Suborbitalflug abzufangen, lenkte die Macht dieser Bilder viel zu sehr von der Argumentation ab. Sie legten den Interpreten praktisch nahe, an Hollywood zu denken, und das Etikett „Star Wars“ war geschaffen.[9]

4       Sofort und kontextfrei: Tweets

In der Zeit des O-Tons müssen beide Seiten, Politiker und Journalisten, neu lernen, wie sie mit Reden und ihrer Struktur umgehen. Die rhetorische Praxis ist auf das Medium der Berichterstattung ausgerichtet, nicht mehr nur auf das primäre Medium der direkten Kommunikation.[10]

Und 2017? Was hat sich in der Zwischenzeit verändert? – Der Politiker des Jahres 2017 twittert. Er versendet über das soziale Netzwerk Kürzestbotschaften, die nur gerade 140 Zeichen lang sind. Im Durchschnitt sind das 25 Wörter – meist ein bis zwei Sätze.

Wer twittert, setzt nicht mehr auf Reden, sondern er bringt nur noch das fertige Zitat ohne Kontext. Wie isoliert diese daherkommen, zeigt es, wenn man ein einzelnes Beispiel herausgreift:

„There is nothing nice about searching for terrorists before they can enter our country. This was a big part of my campaign. Study the world!“ (Donald Trump am 30. Januar 2017)

Oder ein deutsches Beispiel:

„AfD vertritt Interessen der Berliner. Videoüberwachung – gut / sichere Grenzen – besser / keine Straftäter – am besten.“ (AfD Berlin, 31.1.17)

Die Kunst des Twitterns verändert nicht nur den politischen Stil. Sie verändert den Diskurs:

Bisher war es die Aufgabe der Journalisten, Zitate aus dem Kontext zu lösen und in einen eigenen Kontext zu setzen. Tweets sind kontextfrei.

Bisher war es für Journalisten normal, Argumente zu prüfen und ihnen andere Argumenten entgegen zu setzen. Tweets sind extrem argumentationsarm.

Bisher war eine wichtige Funktion des Journalismus, einen Raum für die Debatte zu öffnen. Aber jeder Tweet will wörtlich wiedergegeben werden. Etwas anderes ist nicht möglich. Es sind abgeschlossene Slogans. Sie bieten keine Angriffsfläche für Entgegnungen.

5       Das Publikum macht mit

Zu dieser Reduktion des maßgebenden Textes kommt der Umstand, dass sich der Raum des Diskurses verändert hat. Die Zeit der Massenmedien Zeitung, Radio und Fernsehen war eine Zeit der Öffentlichkeit. Politiker, die gehört werden wollten, waren auf die Journalisten angewiesen. Die Journalisten bereiteten ihre Aussagen für die Öffentlichkeit auf. Heute, im Zeitalter der sozialen Medien, wenden sich die Akteure gleichzeitig auch an die Bürger. Diese bewegen sich auf den Bahnen der sozialen Medien. Dort übernehmen sie die Äußerungen und verteilen sie weiter, auf Nebenbahnen, die kaum mehr überblickbar sind.

Das bedeutet zunächst, dass im Zeitalter der sozialen Medien die Beteiligung des Publikums, der Bürgerinnen und Bürger, nicht mehr ignoriert werden kann. Von denen wird aber offensichtlich vor allem eine Kompetenz erwartet: die Kompetenz, Tweets und andere Äußerungen, die sie zugespielt bekommen, weiter zu leiten. Diese Tätigkeit nennt man (in einer Lehnübersetzung aus dem Englischen[11]) „Teilen“. Mit diesem Begriff sollten wir uns kurz beschäftigen:

6       Teilen

In der Praxis bedeutet „Teilen“ – oder bei Twitter „Retweeten“ – ein kurzes ein- oder zweimaliges Tippen auf dem Touchscreen bzw. auf der Maus. Damit lässt sich eine Botschaft weitergeleitet an alle, die sich als Freunde oder „Followers“ verstehen, und zwar in Windeseile. Dabei hieß „Teilen“ einmal eine ganz andere Bedeutung gehabt.

Wir teilten einen Kuchen, indem wir ihn in einzelne Stücke sägten. Wir teilten eine Wohnung, indem jeder dem anderen etwas Platz ließ. Der Heilige Martin teilte seinen Mantel, indem er ihn mit dem Schwert in der Mitte durchtrennte. Teilen hat in der Tradition immer einen Mehrwert. Das wird schon dem kleinen Kind gesagt, dem es vielleicht gar nicht einleuchtet, warum es den Geschwistern etwas von seinen Gummibärchen abgeben soll. „Teilen“ ist ein zentraler Begriff für Nächstenliebe. Hilfsorganisationen wie Caritas, Fastenopfer, oder Brot für die Welt fordern zum Teilen auf. Es bedeutet immer, dass wir etwas abgeben, auf einer anderen Ebene aber etwas gewinnen.

Digitales Teilen dagegen ist kein Verzichten. Es ist ein Vervielfältigen, und nicht einmal auf eigene Kosten. Auf Knopfdruck entstehen Kopien (oder Links) bei all jenen, die sich als „Freunde“ verbunden fühlen. (Im Durschnitt hat jedes Facebook-Mitglied mehrere hundert Freunde[12]). Das ist nicht Teilen, sondern Ver-Teilen. Am nächsten liegt es noch bei der Bedeutung, die wir ja auch kennen: beim Teilen von Interessen, Vorlieben usw. Nur: Wer mit jemandem ein Interesse teilt, hat es unabhängig vom anderen erworben. „Teilen“ im sozialen Netzwerk dagegen hat den zusätzlichen Geruch des Aufdrängens.

Und es lassen sich sehr viele Dinge teilen, nicht nur Sprüche, sondern vollständige Texte, Bücher und Hörbücher, Musikstücke bis zu abendfüllenden Opern, Videos, Fotos.

Sie kennen diese Katzenvideos? Lustig gemeinte kleine Filmchen von Tieren, die mit oder ohne Einflussnahme ihrer Herrchen etwas tun, was sie menschenähnlich machen: in die Badewanne springen, auf zwei Beinen laufen, Klavierklimpern, Fernsehen, sich ärgern… Keiner fragt, wie sie entstanden sind, aber auch keiner fragt, ob ich das wirklich bekommen will. Es wird mir einfach ungefragt in meinen Speicher geladen. Das ist heute „Teilen“.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Katzenvideo ist hundertfaches Nerven.

Stellen wir uns vor, ich hätte in den 1980er-Jahren, in der alten analogen Zeit, ein kurzes Video mit jemandem teilen wollen – zum Beispiel einen Ausschnitt aus der Rede die Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 „Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ gehalten hat, mit der zentralen Aufforderung:

„Hitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Haß zu schüren.Die Bitte an die jungen Menschen lautet:Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haßgegen andere Menschen,gegen Russen oder Amerikaner,gegen Juden oder gegen Türken,gegen Alternative oder gegen Konservative,gegen Schwarz oder gegen Weiß.Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“

Ich hätte die Rede am Fernsehen auf eine VHS-Kassette aufgenommen. Hätte diese dann mühsam kopiert – oder, weil ich nicht über zwei Recorder verfügte, hätte ich das bleiben lassen und nur den Ton auf eine Tonbandkassette überspielt. Dann wäre ich vor der alten Frage gestanden: Wo finde ich einen Briefumschlag, der stabil genug ist, um eine Kassette zu verschicken? Und ich hätte etwas dazu schreiben müssen, über den Kontext und darüber, was ich dazu finde. Ich hätte nicht einfach das Symbol eines aufrechten Daumens darauf geklebt und auch nicht ein Smiley. Sondern ich hätte mehrere Sätze dazu geschrieben und sogar auf Antwort gewartet.

Das wäre „Teilen“ vor drei Jahrzehnten gewesen. „Teilen“ mit einer einzigen Person. Heute klicke ich ein kleines Symbol bei Youtube an, und das Video ist geteilt.

Teilen vs. Zitieren

Heute ist Teilen bestimmend für einen Teil des politischen Diskurses. Der Politiker versendet massenweise kleine, kontextfreie Botschaften. Der Bürger beteiligt sich am Diskurs, indem er diese „teilt“, machmal kommentarlos, manchmal mit ein paar kommentierenden Worten.

Im Vergleich mit dem traditionellen Diskurs, der in den etablierten Medien noch immer stattfindet, sind mir fünf Merkmale wichtig:

(1) Unklare Kontrolle

Die Orte des Diskurses werden von Multis wie Google oder Facebook kontrolliert. Unabhängige, journalistische Gatekeepers sind ersetzt durch Unternehmen, deren Filter- und Zensurpraxis kaum durchschaubar ist.

(2) Dekontextualisierung:

Die einzelnen Beiträge sind dekontextualisiert. Sie sind befreit vom Wissen über Produktion, über zeitliche und intertextuelle Zusammenhänge.

(3) Monolog:

Die Beiträge sind monologisch angelegt. Natürlich reagieren sie häufig auf ein Ereignis oder eine Äußerung, die irgendwo getan worden ist. Aber der Dialog, wenn er denn geschieht, ist ein Hin und Her von reduzierten „Kommentaren“.

(4) Argumentationsarmut.

Innerhalb der Beiträge wird kaum sinnvoll argumentiert. Die Kürze der Beiträge ermöglicht keine ausführlichen Begründungen, und das gilt nicht nur für Twitter, sondern auch für andere Netzwerke, in denen die Länge der Kommentare nicht derart beschränkt ist.

 (5) Beschleunigung[13]:

Was uns aber ebenso beschäftigen sollte, ist das Tempo, mit dem diese Informationen weitergeleitet werden. Es ist nicht notwendig, über den Tweet nachzudenken, bevor man ihn weiterleitet. Es ist nicht notwendig, auf der Internetseite einer Zeitung den ganzen Artikel zu lesen, wenn man da ein lustiges Foto gefunden hat. Ein Klick, und es ist weitergeleitet.

Leider gilt dies auch für viele Formen des digitalen Engagements. Ich bekomme regelmäßig Rundmails von internationalen Organisationen, NGOs, die mich auffordern, einem Potentaten dieser Welt die Meinung zu sagen. Ich brauche nur meine Mail-Adresse einzutragen und einen Button anzuklicken. Auf diese Weise hat zum Beispiel Donald Trump 5 Millionen Mal aus der ganzen Welt die Botschaft bekommen, dass „wir Weltbürger“ seinen Aufrufen zu Folter und Hass entgegentreten. Ich mache da oft mit gemischten Gefühlen mit. Angeblich haben wir auf diese Weise schon Gerichtsurteile beeinflusst, das Pariser Klimaabkommen ermöglicht und Chemiefabriken verhindert.[14] Zwar ist mir klar, dass ich damit auch Aktivisten unterstütze, die sich konkreter und handfester engagieren. Aber ich halte es für problematisch, meinen Klick mit Bürgerbeteiligung gleichzusetzen.

Auf der einen Seite ist es also das Tempo, in dem „geteilt“ wird, und das kaum eine Auseinandersetzung mit dem Gegenstand zulässt, zum anderen das Auftrennen der Diskurse, die je nach Ausrichtung in ihren eigenen Biotopen geführt werden, so dass gegnerische Positionen nur schmenhaft wahrgenommen werden müssen.

Und damit sind wir beim Thema Partizipation: Mit den sozialen Medien und ihrer Kern-Operation des Teilens ist die Frage: „Wie beeinflussen Poiltiker den Diskurs?“ gar nicht mehr loszulösen von der Frage: „Wie beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger am Diskurs?“

7       Der Ruf nach Partizipation: Was ist daraus geworden?

1984 hatte ich die Ehre, mit der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen ein Thesenbuch auszuarbeiten zum Thema „Jugend und Medien in der Schweiz“.[15] Medienpädagogik hatte sich lange verstanden als eine Erziehung zum kritischen Konsum. Wir wollten Medienpädagogik, die die Partizipation ermöglichte – die Teilhabe am öffentlichen Diskurs, der zu sehr den etablierten Größen reserviert schien. Unser Hauptanliegen war: zu zeigen, dass es im öffentlichen Diskurs Benachteiligte gibt. Dass die etablierten Medien den Anliegen der Jugendlichen zu wenig Raum boten – der Jugendlichen, die gerade deshalb sich mit ziemlich viel Krawall bemerkbar machten.

Es gab schon ganz viele Initiativen, die in diese Richtung gingen. Diese wollten wir stärken: Es gab Kommunikationszentren, in denen alternative Ausdrucksformen ausprobiert wurden. Es gab Video-Werkstätten, in denen Jugendliche ihre Anliegen und Lebensweise visuell zur Diskussion stellen konnten. Es entstanden Offene Kanäle und Bürgerradios, die wir aus dem Abseits holen wollten. (Auf lokaler Ebene funktionierte dies besser als auf überregionaler Ebene.) Die Jugendlichen sollten gehört werden, sie sollten sich so in den Diskurs einbringen, dass sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden.

Das war Medienpädagogik der 1980-er und frühen 90er-Jahre. Heute ist das alles scheinbar erreicht: Jeder kann sein kleines Video machen. Jeder kann sich an die Öffentlichkeit wenden. Jeder kann direkt Post von Boris Palmer abonnieren und darauf antworten.

Aber das entbindet nicht von der Aufgabe, zu erkennen, was welche Medien leisten und wo ihre Grenzen sind – welche Art Diskurs sie ermöglichen und welche Art nicht.

(Natürlich muss auch die Diskussion über soziale Medien differenziert geführt werden. Mir ist z.B. klar, dass der Einsatz von Twitter in Ägypten und in China völlig anders zu werten ist als in Europa. Wenn die Voraussetzungen für freie Medien außerhalb des Internets nicht gegeben sind, können Facebook und Twitter zu einem hilfreichen Nachrichtenmedium werden. Als „Kampagne-Instrumente“ können sie wichtig sein, aber als „Argumentationsplattform“ sind viele dieser Instrumente nicht geeignet.[16])

Deshalb brauchen wir auch keine Medienpädagogik, die den digitalen Entwicklungen hinterherhechelt, sondern eine, die die Teilhabe an den Diskursen, die unsere Gesellschaft ausmachen, über die Handhabung einzelner Medientechniken stellt.

Die Kultusministerkonferenz hat kürzlich ein 50 Seiten starkes Papier herausgegeben mit dem Titel „Bildung in der digitalen Welt“[17]. Darin wird zwar von „neuen Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe und der aktiven Beteiligung an politischen Entscheidungen“ gesprochen. Gerade in dem Bereich bleibt das Papier aber enttäuschend vage. Es betont sekundäre Tugenden wie „Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren“, es betont, wie wichtig es ist die digitale Infrastruktur auszubauen. Was man aber höchsten ansatzweise findet, sind Hinweise darauf, welches die Grundkompetenzen sind, die gelehrt und verstanden werden müssen, unabhängig davon, ob man ein Smartphone zur Verfügung hat oder nur einen Bleistift, einen Block und einen Kopf.

Für die Kultusministerkonferenz dagegen ist es kennzeichnend, dass in der Presse am Tag nach der Präsentation ihres Papiers vor allem eine Aussage der Vorsitzenden zitiert wurde, die gesagt hat:„Alle besitzen ein Smartphone, warum sollen wir sie dann nicht auch in der Schule einsetzen?“[18] Diese Frage ist völlig irrelevant, so lange man kein Konzept hat dafür, wofür es eingesetzt werden soll.

Dies scheint mir typisch für die Diskussion über die Digitalisierung. Die Hauptbotschaft ist: Wir müssen raus aus der Steinzeit, rein in die digitale Vollversorgung.[19] Dagegen ist gar nicht so viel einzuwenden, solange kl ar ist, dass die übergeordneten Fähigkeiten nicht von der Digitalisierung bestimmt werden sollten: Recherchieren, Reflektieren, Argumentieren, Formulieren, Diskutieren  – so ziemlich alles, was uns schon die klassische Rhetorik gelehrt hat, sollten der Technik nicht untergeordnet sein sollten, sondern umgekehrt.

Ein Vorbild dafür, wie man auf die Digitalisierung reagieren kann, ist die Charta der digitalen Grundrechte, die dem europäischen Parlament vorgeschlagen wurde und an der mein lieber Kollege Bernhard Pörksen mitgearbeitet hat. Darin geht es gerade nicht darum, die Grundsätze der Freiheitsrechte der Digitalisierung unterzuordnen, sondern sie zu bewahren auch unter den Möglichkeiten und Gefahren, die die Digitalisierung mit sich bringt.

Es lohnt sich, die beiden Texte nebeneinander zu halten und die Hierarchie der Werte, die darin vertreten wird, zu vergleichen.

Kommunikative Fähigkeiten stärken

Medienpädagogik findet, so meine ich, dann statt, wenn wir mit den so genannten Mediennutzern zuerst Fragen diskutieren, die auch unabhängig von irgendwelcher Technik relevant sind:

Wie wird die Interaktion (in der Familie, in der Schule) strukturiert?
Wie werden soziale Beziehungen gestaltet?
Wie vermischen sich Arbeits-, Schul- und Familienbereiche?
Wer kontrolliert wen?
Wie schnell geht das alles? Hast du Zeit nachzudenken?
Welche Teil-Gruppierungen bilden sich?

Und dann kann man fragen, wo da die Medien involviert sind.

Wenn wir Medien als Orte des Diskurses verstehen, dann müssen wir Medienpädagogik verstehen als Lehre, uns an diesen Orten zu bewegen, die Orte nicht nur zu wechseln, sondern auch zu füllen. Mit Diskurs. Also mit Rede und Gegenrede, mit Argumenten.

8       Warum eigentlich Medien?

Ein (sonst in jeder Hinsicht empfehlenswertes) Buch über Mediengeschichte beginnt mit dem Satz: „Die gesellschaftliche Bedeutung von Medien lässt sich kaum überschätzen.“[20]

Ich glaube, es ist unsere Aufgabe, aus solchen Sätzen die Luft rauszulassen.

Es ist eine Aussage, die man über fast alles machen kann:

Die gesellschaftliche Bedeutung der Politik lässt sich kaum überschätzen.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Medizin lässt sich kaum überschätzen.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Wirtschaft lässt sich kaum überschätzen.

Das sagt keiner. Warum auch? Weil die Wichtigkeit auf der Hand liegt. Nur im Zusammenhang mit Medien ziehen solche Phrasen noch. Vielleicht ist das damit zu entschuldigen, dass unser Fach ein paar tausend Jahre jünger ist als die eben genannten Bereiche. Aber wahrscheinlich ist auch hier etwas ganz anderes gemeint: Kommunikation in der Gesellschaft ist wichtig.

Wenn Medienwissenschaftler benötigt werden, dann weil sie die Medien im Kontext der Gesellschaft sehen. Es gibt in allen Berufssparten Menschen, die jedem Hype nachhecheln. Medienwissenschaft dagegen ist erfunden worden, um die Medien an zweiter Stelle zu sehen. Um den Menschen zu sagen: Die übergeordneten Begriffe sind Dialog, Argumentation, Diskurs, Kommunikation. Und dann schauen wir mal, wo welche Medien eingreifen und was wir damit machen. Wenn wir da die Prioritäten richtig setzen, haben wir auch die Antwort auf die Frage: Warum eigentlich Medien?


Anmerkungen

[1] Thomas Crosbies Geschichte findet sich in: Crosbie, Alan (2000): Don’t leave it to the children. Starting, building and sustaining a family business. Dublin: Marino Books, 7-11. Dort ist auch erwähnt, dass er als erster vom Gettysburg Address berichtet hat.

[2] Gerade die eingängige Definition von Demokratie kann man auf der ganzen Welt in offiziellen Verlautbarungen, Schulbüchern und wissenschaftlichen Publikationen noch immer wiederfinden. Die französische Verfassung von 1958 nennt in Artikel 2 nebst den Symbolen der Souveränität des Staates (Sprache, Farbe der Flagge, Nationalhymne, Devise Liberté, égalité, fraternité) im Schluss-Satz als Prinzip: „Gouvernement du peuple, par le peuple et pour le peuple.“

[3] Jeremias Gotthelf: Die Käserei in der Vehfreude. Eine Geschichte aus der Schweiz. Berlin: Springer; Zürich: Höhr; Bern: Huber, 1850. Erstes Kapitel.

[4] Im Ausbildungsdienst von Radio und Fernsehen DRS entwickelten wir unter der Leitung von Peter Schulz so genannte Medientrainings. Wir versuchten, potenziellen Interviewpartner aus Politik, Wirtschaft und Militär die Kunst des Interviewtwerdens beizubringen. Das war zum einen sehr nützlich, um Vorurteile abzubauen, die uns damals massiv entgegengebracht wurden. Zum anderen ist im Nachhinein nicht so leicht zu verstehen, dass die öffentliche Rundfunkanstalt versucht, sich Leute, die es journalistisch darstellen will, gefügig zu machen. Im Jahr 2012 sah man das dann auch beim Schweizer Radio und Fernsehen ein und beendete diese Trainingskurse. – Vgl.: http://www.infosperber.ch/Medien/Schweizer-Fernsehen-Zwischen-Aufbruch-und-Abwehr.

[5] Peatman, Jared (2013): The Long Shadow of Lincoln’s Gettysburg Address. Carbondale: Southern Illinois University Press, p. 31: „The reporters present now had more control over his words than Lincoln did…“

[6] The New York Times, 20. November 1863.

[7] Die Praxis und ihre Grenzen wird sehr pointiert beschrieben in: Noonan, Peggy (1990), What I saw at the Revolution. A Political Life in the Reagan Era. New York: Random House, 72-73.

[8] Branch, Taylor(2009): The Clinton tapes. A president’s secret diary. London etc.: Pocket Books, 419-422.

[9] Fitzgerald, Frances (2000): Way out there in the blue. Reagan, Star Wars and the end of the Cold War. New York etc.: Simon & Schuster, 22.

[10] „So erscheint es notwendig, aus rhetorischer Perspektive ein neues Verständnis von Medien zu entwickeln, das über die funktionale Beziehung zum Text hinausgeht und Medien selbst als Bestandteile des rhetorischen Kalküls versteht.“ (Scheuermann, Arne [2012]: Medienrhetorik. In: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 10: Nachträge. Tübingen: Niemeyer, Sp. 649-660.

[11] Die Etymologie von teilen und share sind nicht so verschieden, wie man vielleicht glauben könnte. Auch das Englische, verwandt mit dem deutschen Verb scheren, bedeutet ursprünglich „Teile machen“.

[12] Die Zahlen variieren. Vgl. dazu: Greitemeyer, Tobias (2016): Facebook and poeple’s state self-esteem: The impact of the number of other users’ Facebook friends. Computer in Human Behavior 59 (2016), 182-186.

[13] Ich habe in diesem Vortrag darauf verzichtet, auf die Autorinnen und Autoren hinzuweisen, denen ich verpflichtet bin, von Karl Philipp Moritz bis Jürgen Habermas; aber hier doch eine notwendige Verbeugung vor Hartmut Rosa, z.B.: Beschleunigung und Entfremdung. Berlin: Suhrkamp, 2013.

[14] https://avaaz.org/page/de/

[15] Erziehung zum Stummsein? Jugend und Medien in der Schweiz. Beobachtungen der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen. Bern: EDMZ, 1984.

[16] Thimm, Caja/Bürger, Tobias (2012): Digitale Citoyens: Politische Partizipation in Zeiten von Social Media. Fallanalysen zur politischen Beteiligung in Deutschland, Ägypten und China. Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik, S. 54.

[17] Bildung in der digitalen Welt. Strategie der Kultusministerkonferenz. [Beschluss der KMK vom 08. 12. 2016]. https://kmk.org

[18] Smartphones an Schulen. Süddeutsche Zeitung, 9. Dezember 2016.

[19] Vgl.: von Gehlen, Dirk: Raus aus der Steinzeit. Süddeutsche Zeitung, 14. Januar 2017

[20] Bösch (2011): Mediengeschichte. Vom asiatischen Buchdruck zum Fernsehen. Frankfurt: Campus, 7.